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'allelujah! Don't Bend! Ascend!

Godspeed You! Black Emperor Audio CD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (19. Oktober 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Constellation (Cargo Records)
  • ASIN: B009DQQF7Y
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.805 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

allelujah! Don't Bend! Ascend!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut Ding will Weile haben 25. Oktober 2012
Format:Audio CD
Hey Nutzer,

ich hasse die Vorsilbe "Post-", denn damit "irgendwas" zu "Post-irgendwas" werden kann, muss das vorherige "irgendwas" gestorben sein. Ob Rock nun tatsächlich irgendwann gestorben ist und man daher von "Post-rock" sprechen kann, ist genauso fragwürdig wie "Post-Punk" oder das neuerdings öfter auftauchende "Post-Black Metal". Das der Rock wie ihn eine Band a la Godspeed you! Black Emperor spielt, sicherlich sehr sehr weit von dem entfernt ist was der geneigte Sunrise Avenue-Fan als Rock definiert, versteht sich natürlich von selbst.
GY!BE stehen und standen schon immer für Prog-rockisch durchtränkte, Weltmusikalisch angehauchte epische Instrumentalmusik die trotz fehlendem Gesangs irgendwie recht politisch ambitioniert und sozialkritisch daher kommt bzw. nicht ganz unwesentlich gewisse Züge aus dem Hardcore leiht. Ich muss zugeben, ich hatte bisher nie wirklich Zugang zu GY!BE, vielleicht lag es aber auch einfach nur an mir, das mir ihre teils ziemlich sperrigen Kompositionen irgendwie nicht so recht rein liefen. Oder es war eine intolerante vorurteilende Haltung gegenüber einer Band, die vor allem jene aus meinem Bekanntenkreis hören, die ich ganz banal mit dem Stempel "Klußsche**ende Hipster-studenten" versehen kann. Vielleicht hatte ich die Band bisher in den "Gehypter Kram"-Ordner meines Musikkritikergehirns gesteckt.
Falls dem so ist muss ich spätestens jetzt nach "Allelujah! Don't Bend! Ascend!" voller Scham eingestehen das dies eine ganz und gar großartige Kombo ist, und solche Musik in keinster Weise auch nur im entferntesten eine derart oberflächliche Behandlung verdient. Ich werde mich zur Strafe sofort selbst geißeln!

Was also ist anders als auf den alten Platten? Nun ja, schwer zu sagen, vielleicht bin ich mittlerweile einfach reif genug um die Musik wert zu schätzen, aber ich denke es befinden sich einfach einige wunderbare beflügelnde Momente auf "Allelujah!..." die tatsächlich (und ja jetzt mache ich eine unverzeihlich flache Anspielung auf den Titel des Albums) ein wenig was von einem Lobpreis haben. Allerdings geht es hier weniger um eine gnostische Art des Gebets, sondern viel mehr empfinde ich viele Stellen des Albums als Lobpreisung des Lebens, der Sehnsucht, der Liebe, des Leidens und Glückseligkeit und was man sonst noch für schmalzige Poesie-album-wörter finden kann.
Alles ist unglaublich erhebend irgendwie und man möchte sich in die aus den Schallwellen geformten Schwingen der Musik hineinlegen und einfach mal drauf warten wohin sie einen so tragen.

Und bevor jetzt eventuell Beschwerden kommen: Auch wenn das Albumkonzept offensichtlich ein anderes ist, empfinde ich diese Musik so.

Neben einigen gut plazierten Klischees die man noch von alten Releases der Band oder von anderen Vertretern des Genres mit dem unliebsamen Namen kennt, gibt es auch immer wieder und immer wieder absolut überraschende Momente,
die dich absolut umhauen. Und doch befinden wir uns hier in einer Sparte der Instrumentalen Musik, die davon lebt auf das Wesentliche zu reduzieren. Kein unnötiges Selbstbeweihräuchern in Form von ausladenen Endlos-soli, kein Gefrickel um des Frickelns Willen, kein Krach nur um Avantgarde zu wirken. Nur Song- und Stimmungsdienliche Instrumentalarbeit die teilweise fast schon eingängig ist obwohl doch komplex und verschachtelt.
Mal rappelt das Songmaterial richtig mächtig, mal zirpt es ganz dezent, mal schleicht es sich unheilvoll langsam in eine Arabisch anmutende Melodie,mal tremolot sich die Gitarre den Wolf, mal setzt sie mit 1-2 Tönen gezielt Akzente und fällt fast nicht auf.

Ein besonderes Phänomen ist, das GY!BE manchmal über 3-4 Minuten quasi auf dem selben Ton bleiben, nur um eine schier nicht auszuhaltende Spannung zu erzeugen und dann mittels kleiner tonaler Verschiebungen plötzlich eine ganze neue Stimmung zu erzeugen. Gerade mal 1-2 Akkorde später klingt ein und der selbe Ton plötzlich in einer ganz anderen Farbe und so loten GY!BE hier tatsächlich allerlei harmonische Möglichkeiten aus, auf die ein Normalsterblicher nicht einfach so kommen würde.

Und so sitze ich also staunend vor meiner Anlage und lausche dieser Band die es quasi schafft wie ein Elefant im Ballerina-kleid gleichzeitig tonnenschwer zu sein und trotzdem so fein und voller Leichtigkeit und Liebe zum Detail, das man manchmal fast heulen muss vor Rührung vor dieser Schönheit.

...und wie man jetzt nur wegen eines vielleicht vorhandenen Hypes so kalt sein kann diese Musik zu ignorieren, kann ich mir mittlerweile echt nicht mehr vorstellen.

HALLELUJAH! DON'T BEND! BUY THIS ALBUM!

UNEINGESCHRÄNKTE KAUFEMPFEHLUNG
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Comeback 23. Oktober 2012
Format:Audio CD
Das erste Album nach 10 Jahren und fast ebenso alt sind die 2 Hauptstücke auf der Platte
denn sie wurden schon auf der 2002er Tour gespielt. Was ersteinmal entäuschend klingt stellt sich
als cleverer Schachzug heraus. Die Stücke sind extrem perfekt in studioqialität umgesetz, teilweise
sogar besser als die vorherigen Live Versionen die ich schon an die 100mal als Bootleg gehört habe.
Die zwei anderen kürzeren Drone Stücke passen perfekt dazu und runden alles ab.
Wer glaubt das die Band die letzten Jahre untätig war was ganz neue Songs angeht dem kann ich sagen
das auf der aktuellen Tour ein ganz neuer 45 min (!!) langer Song namesn Behemoth gespielt wird den sie locker auf ein
mögliches nächstes Album packen können. Bis dahin höre ich mir die 10 Jahre gereiften und bis zur perfektion
getriebenen Songs der aktuellen Platte an.

Willkommen zurück god`s pee. Für mich Album das Jahres. :)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Comeback! 22. Oktober 2012
Von Mario Karl TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Obwohl sie lange tot schienen, waren Gospeed You! Black Emporer (kurz GY!BE) ständig irgendwo präsent - wenn auch nur in Form der vielen Bands, welche das kanadische Kollektiv mit seinem Schaffen beeinflusst hat. Als man sich für ungefähr zwei Jahren wieder zusammen tat, war die Freude in der Szene natürlich groß. Konzerte gab es. Aber von einem neuen Album war nicht wirklich die Rede, auch wenn man bei den Auftritten neue Musik spielte. Erst vor ein paar Wochen wurde final bekannt, dass man an einem neuen Werk arbeitete und bumms, schon ist Allelujah! Don't bend! Ascend! da.

Zwei überlange Stücke und zwei kürzere auf einer CD oder verteilt auf einer 12“- und einer 7“-Zoll-Vinylscheibe gibt es hierauf zu hören. Und fast scheint es so, als wären die letzten zehn Jahre spurlos an GY!BE vorbei gegangen. Allelujah! Don't bend! Ascend! schließt ästhetisch wie musikalisch an seinen Vorgänger Yanqui U.X.O. an. Innovationsfanatiker mögen da gelangweilt abwinken, Fans der urtypischen Herangehensweise der Band dafür umso mehr jubeln.

Der erste Titel „Mladic“ ist dann auch gleich ein erwarteter Brocken. Langsam und verhalten geht es los. Voice-Samples und eine summende Geige stimmen aufs Folgende ein. Nach rund vier Minuten schraubt sich die Band langsam rockig hoch und schon fühlt man sich wieder vollends zu Hause, wenn die Kanadier ihren Postrock (der noch immer wie kammermusikalischer Punkrock wirkt) zum Besten geben. Wenn es in der Mitte richtig aufwühlend wird, ist man auch von Hawkwind nicht mehr weit weg. Allerdings sind die Melodien feinfühliger, das Flair bombastischer.

Während Nr. 1 noch einer gewohnten Berg- und Teilfahrt gleichkommt, ist das zweite Epos „We drift like worried fire“ etwas abwechslungsreicher, wechselt seine Stimmung auch. Zwischen einlullendem Frieden, nervösem Zucken und erhabener Größe schwenkt man hin und her. „Their helecopters sing“ und „Strung like lights at the printemps erable“ sind dagegen eher zwei unstrukturiert wirkende Drone-Nummern, anstatt richtiger Kompositionen. Trotzdem fließen sie gut mit den beiden Hauptnummern zusammen und sorgen für ein durchgehendes Hörerlebnis mit Ecken und Kanten, aber auch mit viel faszinierendem Wohlklang, den man wohl erst richtig fühlen muss, um in verstehen zu können. So gesehen hat sich das Warten gelohnt.
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