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Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag Taschenbuch – 1. August 2003

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 251 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: Piper (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492238912
  • ISBN-13: 978-3492238915
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,2 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.228 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erwin Goffman wurde 1922 in Manville/Atlanta geboren und starb 1982 in Philadelphia. Er war Professor für Soziologie und Anthropologie in Berkeley/Kalifornien und zuletzt an der University of Pennsylvania in Philadelphia.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tamash am 30. September 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist unter Soziologen ein "Must-Have". Niemand kommt als Soziologie-Student um Erving Goffman herum. Vor allem die Medienwissenschaften entdecken ihn zur Zeit neu, denn in Zeiten von Facebook, Xing, LinkedIn, MySpca, Google+ und und und spielt die Selbstdarstellung und damit verbunden die Eindruckskontrolle (Goffman nennt dies "Impression Management") im Alltag eine herausragende Bedeutung. Die heutige Gesellschaft wird Risikogesellschaft, Spassgesellschaft oder auch Konsumgesellschaft genannt. Für mich und für Goffman ist sie eine "Inszenierungsgesellschaft". Jeder und jede erzählt alles auf Facebook. Natürlich rückt man sich und seine Fotos die man uploadet "ins rechte Licht". Wie auch immer: Web 2.0 und das Internet sind Inszenierungs- und Selbstdarstellungsagenturen par excellence... Erving Goffman - Ein Klassiker kann so ganz neu gelesen werden. Seine Theorieansätze sind für die Medienwissenschaft und die "Neuen Medien" durchaus fruchtbar.

Aber auch sonst ist Erving GOffman ein Klassiker schlechthin (obwohl ihm das lange aberkannt wurde - Es wurde ihm vorgeowrfen ein Schriftsteller, ja ein Geschichtenerz7ähler zu sein. Bis zu einem gewissen Grad ist er das auch. Seine Berichte und Aufsätze sind sehr spannend zum lesen, ja sogar richtiggehend amüsant). Kurz: Es handelt sich beim Autor des Buches um einen soziologischen Klassiker der zweiten Generation. Er gehört zum Lehrkanon aller Universitäten und wie ich bereits gesagt habe, er gehört zum Pflichtprogramm für jeden Soziologen.

Im Kern geht es Goffman um die sozialen Interaktionsordnungen, also wie sich Menschen in der Gegenwart anderer Menschen verhalten und sich gegenseitig beeinflussen.
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77 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 15. Januar 2000
Format: Taschenbuch
Goffman zeichnet vor allem zweierlei aus: Erstens sein Feingefühl für menschliche Regungen und soziologische Sachverhalte. Und zweitens seine Art diese zu beschreiben. Ersteres läßt sich einfach veranschaulichen. In diesem Buch beleuchtet Goffman großartig exakt die Prozesse, nach denen soziales, also an anderen orientiertes Handeln sich abspielt. Er entwickelt einen Blick auf die Selbstdarstellung der Menschen, ihre Interaktion und die damit verbundenen Probleme. Das faszinierende sind vor allem die Aha-Erlebnisse, die man bei der Lektüre des Buches so häufig hat. Das tut er auf eine Art, die sehr leserfreundlich und teilweise auch köstlich ironisch ist. Anschauliche Beispiele ermöglichen es Goffman, den starken und an sich anspruchsvollen theoretischen Hintergrund dem Leser verständlich zu machen. Im Vorwort vertritt Lord Ralf Dahrendorf die Ansicht, man könnte dieses Buch als Einführungswerk in die Soziologie bezeichnen, wenn es nicht selbst so theoretisch beladen wäre. Ich denke gerade das fordert den Leser auf, sich nicht nur auf Goffmans Antworten auszuruhen, sondern eigene Fragen zu stellen und den Weg des Buches weiterzugehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 20. Februar 2000
Format: Taschenbuch
Diese Arbeit dürfte der beste Einstieg in die Goffman'sche Denkweise sein. Goffman zeigt auf wie das Individuum versucht sich in der Interaktion darzustellen und sich vor den alltäglichen Bedrohungen seines Selbst durch die Gesellschaft und die vielen anderen zu schützen. Für jeden der am Symbolischen Interaktionismus interessiert ist, stellen die Arbeiten Goffman's wichtige Beiträge dar, auch wenn er und seine Schule nur lose mit dem symbolischen Interaktionismus verbunden waren. Beim Lesen des Buches zeigt sich auch, dass Goffman zwar sehr anschaulich schreibt, alles mit sehr vielen Beispielen zu belegen versucht, dadurch aber der theoretische Gehalt an einigen Stellen schwer fassbar ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S. Pflaum am 7. März 2009
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Wir alle spielen Theater" ist und bleibt m.E. einer der wichtigsten und zugleich auch schönsten Klassiker der Soziologie und Sozialpsychologie. Der Leser wird auf sehr eingängige und unterhaltsame Weise (daher auch als Geschenk gut geeignet) in die soziologische Rollentheorie eingeführt. Über das Konzept der sozialen Rolle lassen sich die Grundlagen sozialwissenschaftlichen Denkens sehr gut erschließen. Schließlich sind die Rollen, die wir in unserem Leben einnehmen, eines wenn nicht das wichtigste Scharnier zwischen sozialen Systemen und den darin handelnden Akteuren. Das Buch ist dabei nicht allein von "theoretischem", sondern auch von höchst praktischem Nutzen, hilft es doch zuweilen das eigene oder das manchmal seltsam anmutende Verhalten unserer Mitmenschen besser zu verstehen und manch ärgerliche Situation künftig nur noch mit einem verstehenden Schmunzeln zu betrachten.

Zu empfehlen sei an dieser Stelle auch das Buch von Berger/Luckmann: "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frank Hertel am 16. Januar 2013
Format: Taschenbuch
Ein Buch, das 60 Jahre nach der Ersterscheinung überhaupt noch gedruckt wird, hat schon viel erreicht, meint Marcel Reich-Ranicki. Nur sehr wenigen Autoren wäre dieses Glück vergönnt. Sie können sich vorstellen, dass von 80 000 Neuerscheinungen des Jahres 2005 nur ein kleiner Bruchteil das Jahr 2065 miterleben wird. Um also auch mal wieder ein paar gute" Bücher zu lesen, habe ich mich entschlossen meinen Bücherschrank zu plündern. Da sind noch einige ungelesene Exemplare, die auf uns warten. Jedes gekaufte Buch ist eine Verpflichtung.

Der Text von Erving Goffman, einem bekannten US-Soziologen (1922 - 1962), ist ein Buch, das auch heute noch eine Rolle in der Soziologie und darüber hinaus spielt. Es geht um die Einführung einer dramaturgischen Sichtweise in die Gesellschaftswissenschaften. Um das Zwischenmenschliche zu beschreiben, wird der einzelne als Schauspieler imaginiert. Wir alle spielen Theater oder besser: Wir stellen uns dar. Sobald wir bemerken, dass uns jemand beobachtet, setzen wir eine Maske auf, sind wir nicht mehr ganz wir selbst. Arbeiter täuschen Beschäftigung vor, wenn der Chef vorbei kommt, Kellner sind in der Küche ganz anders als Sekunden später am Tisch des Gastes, Ärzte nennen einen Patienten, zu dem sie im Sprechzimmer sehr freundlich sind, im Kollegenkreis nur die Leber". Es gibt für uns alle Bühnen und Hinterzimmer. Auf der Bühne performen wir, liefern wir eine Show - im Hinterzimmer entspannen wir uns, legen die Füße auf den Tisch und meckern uns die Seele frei. Auf der Bühne muss immer eine bestimmte Rolle gespielt werden, die von der jeweiligen Situation klar definiert wird.
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