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Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag Taschenbuch – 2002

17 Kundenrezensionen

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Taschenbuch, 2002
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 251 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 10. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492203124
  • ISBN-13: 978-3492203128
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 785.077 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erwin Goffman wurde 1922 in Manville/Atlanta geboren und starb 1982 in Philadelphia. Er war Professor für Soziologie und Anthropologie in Berkeley/Kalifornien und zuletzt an der University of Pennsylvania in Philadelphia. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tamash am 30. September 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist unter Soziologen ein "Must-Have". Niemand kommt als Soziologie-Student um Erving Goffman herum. Vor allem die Medienwissenschaften entdecken ihn zur Zeit neu, denn in Zeiten von Facebook, Xing, LinkedIn, MySpca, Google+ und und und spielt die Selbstdarstellung und damit verbunden die Eindruckskontrolle (Goffman nennt dies "Impression Management") im Alltag eine herausragende Bedeutung. Die heutige Gesellschaft wird Risikogesellschaft, Spassgesellschaft oder auch Konsumgesellschaft genannt. Für mich und für Goffman ist sie eine "Inszenierungsgesellschaft". Jeder und jede erzählt alles auf Facebook. Natürlich rückt man sich und seine Fotos die man uploadet "ins rechte Licht". Wie auch immer: Web 2.0 und das Internet sind Inszenierungs- und Selbstdarstellungsagenturen par excellence... Erving Goffman - Ein Klassiker kann so ganz neu gelesen werden. Seine Theorieansätze sind für die Medienwissenschaft und die "Neuen Medien" durchaus fruchtbar.

Aber auch sonst ist Erving GOffman ein Klassiker schlechthin (obwohl ihm das lange aberkannt wurde - Es wurde ihm vorgeowrfen ein Schriftsteller, ja ein Geschichtenerz7ähler zu sein. Bis zu einem gewissen Grad ist er das auch. Seine Berichte und Aufsätze sind sehr spannend zum lesen, ja sogar richtiggehend amüsant). Kurz: Es handelt sich beim Autor des Buches um einen soziologischen Klassiker der zweiten Generation. Er gehört zum Lehrkanon aller Universitäten und wie ich bereits gesagt habe, er gehört zum Pflichtprogramm für jeden Soziologen.

Im Kern geht es Goffman um die sozialen Interaktionsordnungen, also wie sich Menschen in der Gegenwart anderer Menschen verhalten und sich gegenseitig beeinflussen.
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77 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 15. Januar 2000
Format: Taschenbuch
Goffman zeichnet vor allem zweierlei aus: Erstens sein Feingefühl für menschliche Regungen und soziologische Sachverhalte. Und zweitens seine Art diese zu beschreiben. Ersteres läßt sich einfach veranschaulichen. In diesem Buch beleuchtet Goffman großartig exakt die Prozesse, nach denen soziales, also an anderen orientiertes Handeln sich abspielt. Er entwickelt einen Blick auf die Selbstdarstellung der Menschen, ihre Interaktion und die damit verbundenen Probleme. Das faszinierende sind vor allem die Aha-Erlebnisse, die man bei der Lektüre des Buches so häufig hat. Das tut er auf eine Art, die sehr leserfreundlich und teilweise auch köstlich ironisch ist. Anschauliche Beispiele ermöglichen es Goffman, den starken und an sich anspruchsvollen theoretischen Hintergrund dem Leser verständlich zu machen. Im Vorwort vertritt Lord Ralf Dahrendorf die Ansicht, man könnte dieses Buch als Einführungswerk in die Soziologie bezeichnen, wenn es nicht selbst so theoretisch beladen wäre. Ich denke gerade das fordert den Leser auf, sich nicht nur auf Goffmans Antworten auszuruhen, sondern eigene Fragen zu stellen und den Weg des Buches weiterzugehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 20. Februar 2000
Format: Taschenbuch
Diese Arbeit dürfte der beste Einstieg in die Goffman'sche Denkweise sein. Goffman zeigt auf wie das Individuum versucht sich in der Interaktion darzustellen und sich vor den alltäglichen Bedrohungen seines Selbst durch die Gesellschaft und die vielen anderen zu schützen. Für jeden der am Symbolischen Interaktionismus interessiert ist, stellen die Arbeiten Goffman's wichtige Beiträge dar, auch wenn er und seine Schule nur lose mit dem symbolischen Interaktionismus verbunden waren. Beim Lesen des Buches zeigt sich auch, dass Goffman zwar sehr anschaulich schreibt, alles mit sehr vielen Beispielen zu belegen versucht, dadurch aber der theoretische Gehalt an einigen Stellen schwer fassbar ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S. Pflaum am 7. März 2009
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Wir alle spielen Theater" ist und bleibt m.E. einer der wichtigsten und zugleich auch schönsten Klassiker der Soziologie und Sozialpsychologie. Der Leser wird auf sehr eingängige und unterhaltsame Weise (daher auch als Geschenk gut geeignet) in die soziologische Rollentheorie eingeführt. Über das Konzept der sozialen Rolle lassen sich die Grundlagen sozialwissenschaftlichen Denkens sehr gut erschließen. Schließlich sind die Rollen, die wir in unserem Leben einnehmen, eines wenn nicht das wichtigste Scharnier zwischen sozialen Systemen und den darin handelnden Akteuren. Das Buch ist dabei nicht allein von "theoretischem", sondern auch von höchst praktischem Nutzen, hilft es doch zuweilen das eigene oder das manchmal seltsam anmutende Verhalten unserer Mitmenschen besser zu verstehen und manch ärgerliche Situation künftig nur noch mit einem verstehenden Schmunzeln zu betrachten.

Zu empfehlen sei an dieser Stelle auch das Buch von Berger/Luckmann: "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit"
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 15. Juli 1999
Format: Taschenbuch
Goffmans Buch sticht durch seine einfache und leicht verständliche Art hervor, die das Lesen enerom erleichtert. Er schafft es, Fachbegriffe auf leicht verdauliche Weise zu vermitteln, vor allem durch Alltagsbeispiele, die beim Leser Erinnerungen hervorrufen und dadurch teilweise ernüchternd wirken. Obwohl hier eine literaturwissenschaftliche Analsyse vorliegt, die sehr stark ans Theater und dessen Fachbegriffe angelehnt ist, fällt es auch Leuten, die weniger mit der Materie vertraut sind, leicht, ihn zu verstehen. Das Buch liefert amüsante Passagen über das Leben auf den Shetland Inseln, die ihm eine unterhaltende Note verleihen. Sehr empfehlenswert für alle, die mehr über die zwischenmenschlichen Spielereiern erfahren wollen, aber auch für diejenigen, die sich ernsthafter mit dem Theater auseinandersetzten wollen, denn Goffman schafft es, beides gekonnt zu verbinden. Mit Sicherheit ein gelungenes Werk.
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