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Jana Pallaske , Frank Droese , Esther Gronenborn    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
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Produktinformation

  • Darsteller: Jana Pallaske, Frank Droese, Toni Blume
  • Regisseur(e): Esther Gronenborn
  • Komponist: Mosermeyerdöring
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 4.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 6. November 2001
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005O080
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.319 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die 16-jährige Sabine hat es nicht mehr bei ihrer Mutter ausgehalten. Sie zieht zu ihrem Vater, der in einer Plattenbausiedlung am Rande Berlins wohnt, nach alaska.de, wo das Leben kälter ist als der Tod. Es ist eine fremde, eisige Welt für die behütete Jugendliche, eine Welt, in der sie sich nicht wirklich zurechtfindet. Bei einem ihrer einsamen Streifzüge durch die Siedlung beobachtet Sabine (Jana Pallaske), wie ihr Klassenkamerad Eddie (Frank Droese) und der zwei Jahre ältere Micha (Toni Blume) einen türkischen Jugendlichen töten. Die beiden fliehen, aber sie wollen wissen, was die Neue gesehen hat. Also freundet sich Eddie mit ihr an.

Wie der junge französische Regisseur Mathieu Kassovitz, der in Hass die Gewalt und Ausweglosigkeit des Lebens in den Pariser Banlieues in stilisierten Bildern eingefangen hat, bemüht sich auch die ehemalige Dokumentarfilmerin und Videoclipregisseurin Esther Gronenborn bei ihrem Spielfilmdebüt alaska.de um eine Bildsprache, die der Wirklichkeit näher kommt als ein eher realistischer Stil. Sie erzählt ihre der Tradition der Sozialdramen des englischen Kinos verpflichtete Geschichte mit den Mitteln eines Musikvideos. Sie verfremdet die Wirklichkeit der Plattenbausiedlung allein schon durch das Cinemascope-Format, durch monochrome Farbfilter, durch ungeheuer schnelle Perspektivwechsel, durch einen avantgardistischen Einsatz der Zeitlupe und Einschübe von grobkörnigen Videobildern. Über diese Ästhetik erschließt Esther Gronenborn dem Zuschauer das Innere ihrer Figuren. Statt nur zu zeigen, was sie sehen, drückt die junge Regisseurin filmisch aus, was Sabine und Eddie in dieser Welt ohne Hoffnung und ohne Zukunft empfinden.

Immer wieder rauben Esther Gronenborns Bildkompositionen einem den Atem. Sie zeugen von einem wunderbaren Sinn für die Sprache des Kinos, ohne dabei jemals aufdringlich zu wirken. Sie stehen im Dienst der Erzählung und der Figuren. In jedem Moment von alaska.de stehen Sabine, Eddie und Micha im Mittelpunkt. Ihnen will die Regisseurin näher kommen. Esther Gronenborn hat mit ihren Entdeckungen Jana Pallaske, Frank Droese und Toni Blume so eng wie nur möglich zusammengearbeitet und ihnen einen möglichst großen Freiraum gelassen. So zeichnet sich das Spiel der drei durch eine verblüffende Natürlichkeit aus. Sie erschaffen komplexe und vor allem wahrhaftige Figuren, deren Verhalten nicht irgendwelchen Kinoformeln und Konventionen folgt. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Arthaus Alaska.de, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 06.11.01

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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und realistisch, 13. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: alaska.de [VHS] (Videokassette)
Tja, wie soll ich anfangen? Einer von vielen Filmen, denen ich gewünscht hätte, daß sie einem breiteren Publikum präsentiert worden wären. Fast niemand kennt auch nur den Titel dieses Films.
Schade, den was nur im Programm- und Independent-Kino lief, ist zwar keine leichte Kost, besticht aber durch viele fantastische Bilder und Realitätsnähe.
Die Geschichte spielt in einer Plattenbausiedlung in Berlin. Die neu dort hingezogene Sabine wird schon in den ersten Tagen mit einem Mord konfrontiert und gerät auf einmal mitten in die Geschehnisse. Rauh und ohne Klischees berichtet die Regisseurin über den Alltag in der Plattenbausiedlung und die dort herrschende Gewalt.
Der fantastische Soundtrack und die teilweise fast fotografisch wirkenden Bilder führen zu einem optischen Gesamtwerk, das berührt.
Die Eskalation der Geschehnisse am Schluß ist vielleicht doch etwas übertrieben, tut dem guten Gesamteindruck aber keinen Abbruch.
Gutes deutsches kino mit frischen Ideen, doch leider viel zu unbekannt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Fiktive Probleme werden geschaffen und reale ausgeblendet, 29. April 2010
Rezension bezieht sich auf: alaska.de (DVD)
Ich bin in genau diesen Stadtteilen(Hohenschönhausen, Marzahn), die im Film zu sehen sind aufgewachsen - sagar die gleiche Schule wie die Protagonisten, habe ich besucht. Mir scheint der Film aus irgendwelchen Hollywood-Movies zusammengebastelt. Ich weiß nicht, welche Probleme er darstellen soll - die in Marzahn und Hohenschönhausen jedenfalls nicht. Ok, die Perspektivlosigkeit wird besonders thematisiert und da ist auch was dran, jedoch keineswegs wie im Film dargestellt. Von meinen alten Freunden und Bekanntschaften, die dort aufgewachsen sind, leben nur noch die Hälfte dort. Von einem "Nicht-Mehr-Rauskommen" aus dem Stadtteil, der wie ein Ghetto dargestellt wird, kann also nicht die rede sein. Jedoch ist auch mir aufgefallen, dass die Leute, die nach der Schule dort geblieben sind, erschreckend selten einen Job fanden.

Ansonsten geht der Film krass an der Wirklichkeit vorbei. Am leichtesten lässt sich dies an meiner dort dargestellten Schule zeigen. Auf dem Schulhof dieser Schule sind Hochbeete. Im Film sind sind diese jedoch von Blechwänden verdeckt. Auch hängen im Film die Jugendlichen auf einem Hochhaus rum. Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand in diesen Stadtteilen auf einem Dach rumhängt. Da kommt man einfach nicht rauf - hab ich schon mehrmals vergeblich versucht. Die Jugendlichen verbringen in der Regel ihre Zeit in Jugendclubs, vor dem Fernsehr oder auf einem der vielen Sportplätzen. Mir ist kein weiterer Stadtteil in Berlin oder Dortmund, wo ich gerade wohne, bekannt mit ähnlich vielen Sportgelegenheiten. (Da fällt mir ein, dass die Hauptdarsteller kurz vor ihrem Mord Basketball spielen. Wobei der Basketballkorb ein umgedrehter Einkaufswagen ist. Das ist wirklich ein Tiefpunkt des Films. 40m weiter ist ein Sportplatz mit 2 Körben).

Auch wie die Jugendkriminalität dargestellt wird, ist ziemlich schief. Am helligt Tag wird hinter einer Kaufhalle jemand in einer Schlägerein erstochen. In meinen 22 Jahren, die ich dort gelebt habe, ist mir keine derartige Schlägerei zwischen Jugendlichen am helligten Tag in Erinnerung geblieben. Ja,es gibt dort Gewalt, aber bitteschön, wenns dunkel ist, wie in sicherlich allen anderen Stadtteilen auch. Nichtdestotrotz ist sie in Marzahn und Hohenschönhausen sicherlich höher, jedoch werden die Gewalttäter nicht wirklich thematisiert. In dem Film ist es eine ganz normale Gruppe verschiedener Jugendlicher. Vor denen hätte dort sicherlich keiner Angst. In Marzahn und Hohenschönhausen geht die Gewalt vor allem von Leuten aus, die sich besonders stylen, dem neusten Trend nachrennen, Gewichte heben und mit den Kumpel abends in die Disko gehen. Auch geht Gewalt von wenigen Rechtsradikalen, einigen wenigen Gangs und z.T. auch Leuten mit Migrationshintergrund, die aus der ehmaligen Sowjet Union stammen, aus. Die letzten drei Gruppen wurden im Film schlicht weggelassen. Die erst nur mit viel Vorstellungskraft thematisiert - nicht mal die Kleidung war identisch.

Fazit: Der Film mag vielleicht für den einen oder anderen unterhaltsam sein. Mit der Wirklichkeit hat er jedenfalls kaum etwas zu tun. Mir ist wirklich unverständlich, wie beispielsweise der Spiegel disen Streifen für realistisch hält. Was er vielleicht schafft, sind die Vorurteile gegenüber diesen Plattenbau-Stadtteilen zu bestätigen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Verblühende Landschaften, 4. September 2004
Rezension bezieht sich auf: alaska.de (DVD)
Der Wilde Osten, verblühende Landschaften. Für die Dagebliebenen, nicht in den Westen übergesiedelten Ossies der Nach-Wende-Zeit bleibt wenig Erfreuliches. Die Jugend fristet ein dristes Dasein in und zwischen Plattenbauten. Kein geborgenes Aufgehobensein in intakten Familien mit beiden Elternteilen. Halbstarke suchen ihre Selbstbestätigung in ihren Cliquen, nehmen Drogen und driften ab in Kleinkriminalität. Ein großes Interesse an Bildung und einem draus resultierenden gutem Abschluß um damit vielleicht bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben stößt auf wenig Interesse. Warum auch, gibt diese Jobs ja eh nicht.
Da Sabine sich von ihrem Stiefvater unverwünscht fühlt (klingt nur am Rande an) zieht sie zu ihrem leiblichen Vater in eben diese Ödnis. Dort eingeschult findet sie zunächst keinen kameradschaftlichen Anschluß bei ihren Mitschüler.
Durch einen unglücklichen Zufall Zeugin eines Mordes von Eddie eine Mitglied der Clique um den vorbestraften Micha, den sie als Täter wähnt, beginnt sich Micha zum Anschein für sie zu interessieren. Zunächst will er nur auf Tuchfühlung gehen um abzuchecken ob die Kleine vielleicht eine Täterbeschreibung bei der Polizei abgeben will.

Mein Fazit

„Bojour Tristes". Aber selbst die größte Einöde läßt sich durch gelungenes Ausleuchten, gute Wahl der Locations und wunderbare Kameraarbeit exzellent abfotographieren. Etwas Schönes entsteht.
Diese gelungene Milieu-Studie überzeugt vor allem durch ihre frischen glaubhaften Darsteller.

Meine Wertung
7 von 10

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