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Jana Pallaske , Frank Droese , Esther Gronenborn    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,67 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Jana Pallaske, Frank Droese, Toni Blume
  • Regisseur(e): Esther Gronenborn
  • Komponist: Mosermeyerdöring
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 4.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 6. November 2001
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005O080
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.262 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Amazon.de

Die 16-jährige Sabine hat es nicht mehr bei ihrer Mutter ausgehalten. Sie zieht zu ihrem Vater, der in einer Plattenbausiedlung am Rande Berlins wohnt, nach alaska.de, wo das Leben kälter ist als der Tod. Es ist eine fremde, eisige Welt für die behütete Jugendliche, eine Welt, in der sie sich nicht wirklich zurechtfindet. Bei einem ihrer einsamen Streifzüge durch die Siedlung beobachtet Sabine (Jana Pallaske), wie ihr Klassenkamerad Eddie (Frank Droese) und der zwei Jahre ältere Micha (Toni Blume) einen türkischen Jugendlichen töten. Die beiden fliehen, aber sie wollen wissen, was die Neue gesehen hat. Also freundet sich Eddie mit ihr an.

Wie der junge französische Regisseur Mathieu Kassovitz, der in Hass die Gewalt und Ausweglosigkeit des Lebens in den Pariser Banlieues in stilisierten Bildern eingefangen hat, bemüht sich auch die ehemalige Dokumentarfilmerin und Videoclipregisseurin Esther Gronenborn bei ihrem Spielfilmdebüt alaska.de um eine Bildsprache, die der Wirklichkeit näher kommt als ein eher realistischer Stil. Sie erzählt ihre der Tradition der Sozialdramen des englischen Kinos verpflichtete Geschichte mit den Mitteln eines Musikvideos. Sie verfremdet die Wirklichkeit der Plattenbausiedlung allein schon durch das Cinemascope-Format, durch monochrome Farbfilter, durch ungeheuer schnelle Perspektivwechsel, durch einen avantgardistischen Einsatz der Zeitlupe und Einschübe von grobkörnigen Videobildern. Über diese Ästhetik erschließt Esther Gronenborn dem Zuschauer das Innere ihrer Figuren. Statt nur zu zeigen, was sie sehen, drückt die junge Regisseurin filmisch aus, was Sabine und Eddie in dieser Welt ohne Hoffnung und ohne Zukunft empfinden.

Immer wieder rauben Esther Gronenborns Bildkompositionen einem den Atem. Sie zeugen von einem wunderbaren Sinn für die Sprache des Kinos, ohne dabei jemals aufdringlich zu wirken. Sie stehen im Dienst der Erzählung und der Figuren. In jedem Moment von alaska.de stehen Sabine, Eddie und Micha im Mittelpunkt. Ihnen will die Regisseurin näher kommen. Esther Gronenborn hat mit ihren Entdeckungen Jana Pallaske, Frank Droese und Toni Blume so eng wie nur möglich zusammengearbeitet und ihnen einen möglichst großen Freiraum gelassen. So zeichnet sich das Spiel der drei durch eine verblüffende Natürlichkeit aus. Sie erschaffen komplexe und vor allem wahrhaftige Figuren, deren Verhalten nicht irgendwelchen Kinoformeln und Konventionen folgt. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Die 16-jährige Sabine zieht zu ihrem Vater in eine Berliner Hochhaussiedlung. Über ihren Mitschüler Eddi lernt sie die Clique um den 18-jährigen Kriminellen Micha kennen. Wenige Tage nach ihrer Ankunft stößt Sabine auf dem Heimweg mit Micha zusammen, der mit einem Messer in der Hand flüchtet. Einige Schritte weiter liegt ein Junge, tot in einer großen Blutlache, auf der Straße. Sabine ist wie gelähmt, behält ihre Entdeckung aber für sich. Am nächsten Morgen ist der tote Junge das Gesprächsthema Nummer eins an der Schule. Als Micha sie am Telefon bedroht, beginnt Eddi, sich um Sabine zu kümmern. Was das Mädchen aber nicht weiß: Eddi ist selbst in den Mord verstrickt und will herausfinden, was die "Zeugin" gesehen hat. Doch Micha wird die Sache langsam zu heiß: Er will Sabine loswerden. Die Situation spitzt sich mehr und

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Kundenrezensionen

3.7 von 5 Sternen
3.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und realistisch 13. Januar 2002
Von "anee"
Format:Videokassette
Tja, wie soll ich anfangen? Einer von vielen Filmen, denen ich gewünscht hätte, daß sie einem breiteren Publikum präsentiert worden wären. Fast niemand kennt auch nur den Titel dieses Films.
Schade, den was nur im Programm- und Independent-Kino lief, ist zwar keine leichte Kost, besticht aber durch viele fantastische Bilder und Realitätsnähe.
Die Geschichte spielt in einer Plattenbausiedlung in Berlin. Die neu dort hingezogene Sabine wird schon in den ersten Tagen mit einem Mord konfrontiert und gerät auf einmal mitten in die Geschehnisse. Rauh und ohne Klischees berichtet die Regisseurin über den Alltag in der Plattenbausiedlung und die dort herrschende Gewalt.
Der fantastische Soundtrack und die teilweise fast fotografisch wirkenden Bilder führen zu einem optischen Gesamtwerk, das berührt.
Die Eskalation der Geschehnisse am Schluß ist vielleicht doch etwas übertrieben, tut dem guten Gesamteindruck aber keinen Abbruch.
Gutes deutsches kino mit frischen Ideen, doch leider viel zu unbekannt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Ich bin in genau diesen Stadtteilen(Hohenschönhausen, Marzahn), die im Film zu sehen sind aufgewachsen - sagar die gleiche Schule wie die Protagonisten, habe ich besucht. Mir scheint der Film aus irgendwelchen Hollywood-Movies zusammengebastelt. Ich weiß nicht, welche Probleme er darstellen soll - die in Marzahn und Hohenschönhausen jedenfalls nicht. Ok, die Perspektivlosigkeit wird besonders thematisiert und da ist auch was dran, jedoch keineswegs wie im Film dargestellt. Von meinen alten Freunden und Bekanntschaften, die dort aufgewachsen sind, leben nur noch die Hälfte dort. Von einem "Nicht-Mehr-Rauskommen" aus dem Stadtteil, der wie ein Ghetto dargestellt wird, kann also nicht die rede sein. Jedoch ist auch mir aufgefallen, dass die Leute, die nach der Schule dort geblieben sind, erschreckend selten einen Job fanden.
Ansonsten geht der Film krass an der Wirklichkeit vorbei. Am leichtesten lässt sich dies an meiner dort dargestellten Schule zeigen. Auf dem Schulhof dieser Schule sind Hochbeete. Im Film sind sind diese jedoch von Blechwänden verdeckt. Auch hängen im Film die Jugendlichen auf einem Hochhaus rum. Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand in diesen Stadtteilen auf einem Dach rumhängt. Da kommt man einfach nicht rauf - hab ich schon mehrmals vergeblich versucht. Die Jugendlichen verbringen in der Regel ihre Zeit in Jugendclubs, vor dem Fernsehr oder auf einem der vielen Sportplätzen. Mir ist kein weiterer Stadtteil in Berlin oder Dortmund, wo ich gerade wohne, bekannt mit ähnlich vielen Sportgelegenheiten. (Da fällt mir ein, dass die Hauptdarsteller kurz vor ihrem Mord Basketball spielen. Wobei der Basketballkorb ein umgedrehter Einkaufswagen ist. Das ist wirklich ein Tiefpunkt des Films. 40m weiter ist ein Sportplatz mit 2 Körben).
Auch wie die Jugendkriminalität dargestellt wird, ist ziemlich schief. Am helligt Tag wird hinter einer Kaufhalle jemand in einer Schlägerein erstochen. In meinen 22 Jahren, die ich dort gelebt habe, ist mir keine derartige Schlägerei zwischen Jugendlichen am helligten Tag in Erinnerung geblieben. Ja,es gibt dort Gewalt, aber bitteschön, wenns dunkel ist, wie in sicherlich allen anderen Stadtteilen auch. Nichtdestotrotz ist sie in Marzahn und Hohenschönhausen sicherlich höher, jedoch werden die Gewalttäter nicht wirklich thematisiert. In dem Film ist es eine ganz normale Gruppe verschiedener Jugendlicher. Vor denen hätte dort sicherlich keiner Angst. In Marzahn und Hohenschönhausen geht die Gewalt vor allem von Leuten aus, die sich besonders stylen, dem neusten Trend nachrennen, Gewichte heben und mit den Kumpel abends in die Disko gehen. Auch geht Gewalt von wenigen Rechtsradikalen, einigen wenigen Gangs und z.T. auch Leuten mit Migrationshintergrund, die aus der ehmaligen Sowjet Union stammen, aus. Die letzten drei Gruppen wurden im Film schlicht weggelassen. Die erst nur mit viel Vorstellungskraft thematisiert - nicht mal die Kleidung war identisch.
Fazit: Der Film mag vielleicht für den einen oder anderen unterhaltsam sein. Mit der Wirklichkeit hat er jedenfalls kaum etwas zu tun. Mir ist wirklich unverständlich, wie beispielsweise der Spiegel disen Streifen für realistisch hält. Was er vielleicht schafft, sind die Vorurteile gegenüber diesen Plattenbau-Stadtteilen zu bestätigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Milieuschilderung 3. Juni 2012
Von profun TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Schon vor Jahren war ich begeistert von diesem Film, den ich mir jetzt wieder anschaute und diese Begeisterung hat nichts eingebüßt.

Sabine, eine Schülerin, zieht mit ihrem Vater, der getrennt von der Mutter lebt, in ein neue Stadt.
Hier findet sie eine Gruppe Jugendlicher vor, die fest strukturiert ist und die ihre eigenen Gesetze hat.
Etwas abseits stehend beobachtet Sabine wie ein paar Jugendliche, unter ihnen Eddie und sein Freund Micha, beim Ballspielen in einem Streit geraten mit einem anderen Jugendlichen, der nicht Mitglied dieser Gruppe ist. Plötzlich gibt es ein Handgemenge und der "fremde" Junge liegt tot am Boden, ein Messer im Rücken.

Die Gruppenmitglieder sind Sabine gegenüber sehr skeptisch und ein wenig feindselig eingestellt, nur Eddie hat sich in sie verliebt, beide werden ein Paar, doch steht immer irgend etwas zwischen ihnen.

Eddie und Mischa wollen wissen was hat Sabine nun wirklich mitbekommen, hat sie den Täter erkannt?

Eddie sitzt jetzt zwischen zwei Stühlen: soll er den Aggressionen seines besten Freundes nachgeben oder sich auf die Seite seiner Freundin schlagen? Große Spannungen und eine enorme Zerreißprobe liegen in der Luft.
Letztendlich gesteht Eddie bei dem Handgemenge das Messer geführt zu haben und somit den fremden Jungen getötet zu haben.

In meinen Augen ist es sehr authentisch gelungen ein Milieu scheinbar verlorener Jungendlicher aufzuzeigen. Es wird aber in dem Film sehr deutlich, dass die Jugendlichen unterschiedlich stark involviert, bzw. abhängig sind von der klar strukturierten Gruppe. Mischa scheint der Hoffnungslose zu sein, der Gescheiterte, der keinen Mut mehr aufbringt sich aufzuraffen, er der Tonangebende, das "Alphatier".Auf der anderen Seite die Mitläufer, die sich z.T. in seiner Gegenwart sonnen, doch nicht so kompromißlos und aggressiv sind wie er selbst, aber auch nicht dem Mut haben sich ihm entgegenzustellen und ihre eigene Meinung zu vertreten.

Ganz besonders deutlich wird dies im Verhältnis der beiden Freunde Micha und Eddie.
Eddie durch lange Freundschaft an Micha geschmiedet, hat sich die Option zurück offengehalten, er ist noch fähig mit anderen zu kommunizieren, die außerhalb der Gruppe stehen. Das tragische Ende zeigt aber auch auf, dass es verhängnisvoll enden kann, wenn man nicht den Mut aufbringt sich selbst Grenzen zu setzen und diese einzuhalten, allen Widerständen zum Trotz.

Eine große charakterliche Herausforderung der Rollen für die jungen Schauspieler Frank Droese und Toni Blume, die diese bravourös gemeistert haben.
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