Aus der Amazon.de-Redaktion
Welche Fahrzeuge filzen deutsche Grenzbeamte? Darauf bekommt Andreas Greve auf seiner Reise unmittelbar diesseits und jenseits der deutschen Grenze eine Antwort. Denn dort ist der Autor frei nach Jules Verne 80 Tage lang unterwegs.
Greve besucht den kältesten und den nördlichsten Ort Deutschlands oder zutiefst unterschiedliche Grenzstädte wie Basel und Cheb, das ehemalige Eger. Touristen-Rummel geht der Autor aus dem Weg, das Alltägliche zieht ihn an. Das Heute interessiert Greve mehr als das Gestern. Eine schöne Überraschung erlebt der Autor im sächsischen Zittau. Und der Hamburger findet erstaunlich, dass im bayerischen Oberstdorf im Kino Michael Moores kritischer Film Bowling for Columbine läuft. (Hat er Die Geierwally erwartet?)
"Eilen und Verweilen in einer guten Mischung" will Andreas Greve. Und das gelingt dem Reisejournalisten voll und ganz. Deshalb reiht sich sein Buch prima ein in eine Fülle aktueller Lesereisen über Deutschland wie Axel Hackes Deutschlandalbum oder Roger Willemsens Deutschlandreise. Im Unterschied zu diesen Autoren thematisiert Greve auch persönliche Leidenschaften wie seine Lust auf Aachener Printen.
Sicher. Greves Reise-Tagebuch ist hie und da detailverliebt. Doch hat sich der Leser auf Erzählstil und -tempo eingelassen, macht es Spaß, Etappe für Etappe mitzuerleben. Jeder kann dabei neue "Grenzerfahrungen" machen. Und das Buch inspiriert nicht zuletzt deshalb, weil man glaubt, es manchmal besser zu wissen. Auch typisch deutsch, oder? --Herwig Slezak
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Von Aachen nach Aachen gegen den Uhrzeigersinn. Achtzig Tage In- und Ausland. Achtzig Tage Europa.
"Mein Hauptziel war, mir neue Erinnerungen zu beschaffen, weil ich den Eindruck hatte, dass mein Bild von Deutschland stumpf und farblos geworden war. Und dass ich von den Nachbarn faktisch nicht wusste."