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am 17. September 2008
Das Buch enthält Rezepte für 42 Cocktails und 15 kleine Snacks, dazu ein paar Seiten über Barausstattung, Gläser, Gewürze und vier Anleitungen für verspielte Cocktail-Dekos.

Seinem Titel, "alles" über Cocktails und Barfood zu enthalten, wird das Buch also mitnichten gerecht. Auffällig ist hingegen, wie viel "Lob und Hudel" gleich seitenweise über die Autoren Stöhr und Wohlfahrt ausgeschüttet wird. Danksagungen, Widmungen, wohlwollende Worte der Herausgeberin, Einleitungstexte ÜBER jeden, ausschweifende Vorworte VON jedem, nicht zu vergessen die Lebensläufe und die Erwähnung der vielen tollen Preise, die die Autoren schon gewonnen haben usw. Das stinkt gewaltig nach Eigenlob und Werbung.

Die Auswahl der wenigen Cocktail-Rezepte wirkt etwas zufällig. Es sind Klassiker dabei, die man in jedem Mixbuch findet, aber auch weithin unbekannte Kreationen von Herrn Stöhr selbst oder aus Wettbewerben der "Deutschen Barkeeper-Union", deren Präsident er ist. Einige davon habe ich ausprobiert, umgehauen haben sie mich nicht. Im "Strawberry Night" wird beispielsweise Vanille-Wodka mit zwei (!) Likören (Apfel + Maracuja) UND Erdbeermark UND Maracujasaft UND Zuckersirup vermischt (Deko: Ananas + Cocktailkirsche + Kumquat + Physalis). Da lutsch ich lieber ein Bonbon oder bestelle einen Obstsalat! Ich verstehe auch nicht, warum Stöhr ausgerechnet den langweiligen "Vattenfall International VIP-Lounge Drink 2006" (offenbar eine Auftragsarbeit, mit reichlich Blue Curaçao sowie Wodka, Rum, Tonic) in seine "Top 10 + 1"-Liste aufnimmt (Kommentar eines Freundes beim Verkosten: "blaues Blubberwasser"!) Ebenso deplatziert wirkt es, wenn Stöhr für eine Bloody Mary oder einen popeligen Sex on the Beach den "Gorbatschow Platinum 44" Wodka verwendet (natürlich ist die Flasche mit auf dem Foto!), der Martini aber nur "Gin" verlangt. Nichts ist übler als ein trockener Martini mit Discounter-Gin, aber wenn es Drinks gibt, in denen garantiert jeder Premium-Wodka untergeht, dann Bloody Mary und Sex on the Beach. Das ist Schleichwerbung ohne Nutzen für den Leser. (Funktioniert ein Apple Jack wirklich nur mit dem Calvados "Père Magloire V.S.O.P."?) Überhaupt die Zutaten, sehr viele Exoten sind dabei - wer keine Hausbar mit einigen hundert Flaschen zur Verfügung hat, wird an diesem Buch wenig Freude haben. An der Zielgruppe "Einsteiger", die ihre Gäste zu Hause verwöhnen wollen, geht die Auswahl meines Erachtens vorbei.

Im Kapitel Barfood von Herrn Wohlfahrt (auch er arbeitet in der "Traube Tronbach" in Baiersbronn - als Küchenchef der Schwarzwaldstube) ist es ähnlich. Die handvoll Rezepte sind nicht schlecht, aber eher etwas für Leute, die sich Personal leisten können oder die vor einer Cocktailparty gerne zwei Tage in der Küche stehen und Dinge wie Räucherstör, La-Ratte-Kartoffeln, Münsterkäse, Wildpilze, Gänseleber oder Wildschweinhackfleisch vorrätig haben. Für das (im übrigen sehr leckere) Thunfischsushi musste ich zum Beispiel extra im Großmarkt vorbestellen. Also eher Haute Cuisine als einfaches Barfood.

Die Gestaltung ist ja immer Geschmackssache, mir persönlich ist das Buch zu bunt, fast schon kitschig. Und das nicht nur wegen der Physalis, die auf jedem zweiten Glasrand mit süßen Drinks steckt.

Fazit: Viel Wirbel um nichts. Außer den bekannten Namen der Autoren wird nicht viel geboten, und bei mir blieb ein wenig der Eindruck zurück: um mehr geht es auch nicht bei diesem Buch.

Aber es gibt ja Alternativen: Die Kleine Mixschule enthält klassische Drinks und moderne Variationen für anspruchsvolle Gäste, insgesamt 60 hervorragende Cocktailrezepte. Speziell zu "Barfood" habe ich keine Empfehlung - doch die meisten Bücher mit gewöhnlichen Partysnacks dürften dem Leser besser dienen als der vorliegende Band.

Wer dagegen tatsächlich "alles" über Cocktails lesen will, schaue vielleicht eher nach Büchern von Charles Schumann (für Freunde klassischer Barkultur), Franz Brandl (viele erprobte Rezepte, in der Warenkunde allerdings reichlich Schleichwerbung) oder in Das ultimative Barbuch (sehr opulent, gute Rezepte, vor allem aber sehr viel Hintergrundwissen über die Bar und alle Spirituosen).
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am 28. Juni 2010
Leckere Cocktail zum nachmachen. Tipps und kleine Variationen von Standarddrinks um sie noch leckerer zu machen.
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