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Produktinformation
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Die Autorin konnte in ihrer langjährigen psychotherapeutischen Praxis feststellen, dass es immer wieder zu überraschenden, positiven Veränderungen kommt, wenn Klienten ihre Aussagen neu formulieren. Schon das Therapieziel "Ich will mehr auf meine Gefühle hören" klingt entschiedener, wenn man das Wort "mehr" streicht und einfach sagt: "Ich will auf meine Gefühle hören". Die Erklärung, warum das so ist, braucht man weder zu verstehen noch zu glauben. Das Vergleichen beider Sätze durch lautes Sprechen ist der Beweis, der zählt.
Zu den 15 Worten, deren Wirkung unter die Lupe genommen wird, gehören Ärger, Entscheidungen, Fehler, Schuld, Sorgen und natürlich das beliebte Verb "müssen", das einen scheinbar unabwendbaren Zwang suggeriert. Hinter "ich muss" können wir uns nämlich wunderbar verstecken, wenn wir die Verantwortung für uns selbst nicht übernehmen wollen. Wie man es besser macht, beschreibt dieser Vierzeiler aus einem Poesiealbum: "Schmerzt dich tief in der Brust / das harte Wort "Du musst" / dann macht dich eins nur still, / das stolze Wort "Ich will."
Brillante Sprachbetrachtungen, philosophische Impulse und Übungen für den Alltag helfen bei der Selbstfindung und führen damit auch zu einer überzeugenden Wirkung nach außen. --Stephan Schmidt
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Lelia Kühne de Haan verfolgt ein anderes Konzept. Sie biedert sich nicht beim Leser an, oft sperrt sich der Text sogar gegen ein schnelles Verständnis. Man muß schon konzentriert lesen, um zu verstehen, was sie meint.
Denn sie geht an die Wurzeln unseres Denkens, sie nimmt die Wörter ins Visier. Ihre Prämisse ist einfach und genial: unser Denken basiert auf unseren Wörtern. Und sind die benutzten Wörter falsch - was hat unser Denken dann überhaupt noch für eine Chance? Mit falschen Wörtern können wir denken, so viel wir wollen - mit so einer Ausgangsbasis liegen wir von vornherein daneben.
Diese Prämisse beweist uns die Autorin eindrucksvoll an ausgewählten Beispielen. Lelia Kühne de Haan bohrt mit dem Finger in die Sackgassen unserer eingefahrenen Denkwege und deckt auf: Wer lange, vielleicht schon jahrelang ein Problem wälzt, benutzt wahrscheinlich die falschen Wörter, um dem Konflikt beizukommen. Daß es wirklich so ist, demonstriert sie schlüssig und überzeugend an Fällen aus ihrer psychotherapeutischen Praxis.
Was ihr Buch letztlich schafft, ist nicht weniger, als daß sie ein durch jahrelangen falschen Gebrauch der Begriffe festgefahrenes Denken umkrempelt und wieder auf den Weg bringt - und öffnet für Lösungen.
Für mich war es ein wichtiges, ein wertvolles Buch. Lelia Kühen de Haan trieb mich an die Grenzen meiner Einsichtsfähigkeit. Genau dorthin, wo ich ankommen mußte, um für ihre Wahrheit offen zu sein. In dieser Grenzzone zwischen Nichtverstehen, Ahnen und intuitivem Erfassen begegnete ich Weisheiten, die so simpel waren, daß ich mich schämte, sie nicht selbst erkannt zu haben.
Die Autorin weiß um die Wortfallen, die in unserer Sprache lauern und in die wir Tag für Tag hineintapsen. Aus diesem Labyrinth falscher Ansätze und Denkmuster kann man sich nur schwer befreien - man muß sie sich regelrecht abtrainieren. Doch das gelingt nur, wenn jemand sich aufmacht, aus einem Buch einen Spiegel zu zaubern, den man vorgehalten bekommt und in dem man mit erschreckender Klarheit sein ganzes Dilemma erkennen muß. Das ist sehr mutig von der Autorin, denn sie setzt den Leser der Wahrheit aus. Es wird Leser geben, die das gar nicht sympatisch finden.
Das ist das Konzept, das Lelia Kühne de Haan im Kopf hatte und das unsichtbar hinter ihrem Buch steht. Sie will uns nicht einfach gute Ratschläge geben, will uns nicht bezirzen und überreden, bessere Menschen zu werden und nach ihrer Maßgabe aufzuwachen. Sie hat keine eitlen Ideen und drängt uns keine endgültigen, letzten Wahrheiten auf. Sie erteilt dem Leser eigentlich überhaupt keine Lebensratschläge sondern versucht nur, seine Ausgangsbasis zu verbessern. Was sie tut: Sie lernt dem Leser das Denken. Nichts weniger.
Der Prozeß läuft immer ähnlich ab. Man liest den Text, stockt, liest noch einmal, stellt die Wörter um und grübelt, liest weiter - und auf einmal - gibt es eine Initialzündung. Lelia Kühne de Haan ist ein einfühlsamer Mentor - und das auf einem verdammt schwierigen Gebiet. Sie steht nicht vorn an der Tafel und fordert, nun mal schön alles auswendig zu lernen, was sie da aufgeschrieben hat. Nein, sie verabreicht uns kein fertig abgezirkeltes Wissen - sie initiiert die Einsicht unmittelbar in unseren Köpfen, sie lehrt das Denken. Eine sehr individuelle und bewußte Klarheit, die man selbst erwirbt und die etwas Eigenes ist.
So etwas schaffen sonst nur große Künstler. Lelia Kühne de Haan kann es.
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