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am 23. Januar 2016
"Zwischenstopp" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die unterschiedliche Spielarten des Horrors bedienen: das Unheimlich-Vertraute ist ein besonders starkes Motiv, aber es gibt auch romantisch-düstere Geschichten, eine splatterlastige Story und eine Geschichte, die ich eher als Science Fiction kategorisieren würde. Allen Geschichten ist zu eigen, dass mit Antworten und Erklärungen sehr sparsam umgegangen wird, was allerdings wohl eine weit verbreitete "Krankheit" im Horrorgenre ist.

In der namensgebenden Geschichte "Zwischenstopp" hält ein Zug immer an einer bestimmten Stelle der Strecke an. Niemand steigt ein, niemand steigt aus, und was noch viel unheimlicher ist: Außer Sebastian erstarren alle Fahrgäste zu Salzsäulen, sobald der Zug hält. Was steckt hinter dem mysteriösen Zwischenstopp? Eine Geschichte, die man nicht auf langen einsamen Bahnfahrten lesen sollte. 4 Sterne

Bei "Frau Hegel weiß, was zu tun ist" bekommen wir es mit einer tatkräftigen Frau und ihrem Ehemann zu tun, der sich nach der Teilnahme an einem Online-Rollenspiel auf seltsame Weise verändert. Als in der Nachbarschaft allmählich die Haustiere zu verschwinden beginnen, weiß Frau Hegel, was zu tun ist. Eine Geschichte, die mir nicht wirklich zugesagt hat. Obwohl die Grundidee gut war, haben die Figuren in meinen Augen nicht sehr nachvollziehbar gehandelt bzw. war das Ende relativ vorhersehbar. 3 Sterne

"Das leere Buch" greift ein klassisches Horrormotiv auf: ein vermeintlich leeres Buch beginnt, mit seiner Finderin zu kommunizieren. Auch hier war das Ende recht absehbar, daher 3 Sterne.

"Winterblut" ist eine Kürzestgeschichte über eine Frau, die mit ihrem Wagen im Schnee von der Straße abkommt. Dabei begegnet sie einem rätselhaften Fremden. Stilistisch äußerst schön umgesetzt, wenn auch mit etwas wenig Inhalt. 4 Sterne.

"Die Gartenpforte" gehört zu meinen liebsten Geschichten dieser Sammlung. Eine Gartenpforte, die nirgendwohin zu führen scheint, hat die unangenehme Angewohnheit, Menschen verschwinden zu lassen. Herrlich schaurig und atmosphärisch sehr dicht. 5 Sterne

"Der perfekte Cocktail" ist eine Geschichte, die das Vampirthema innovativ und modern aufarbeitet: Die "Bloody Harry"-Bar ist ein angesagter Treffpunkt für Vampire. Die Sterblichen wissen davon natürlich nichts und sollen es auch nicht erfahren. Als ein großes Event ansteht, gehen gleich mehrere Dinge schief: Nicht nur, dass die Spender für die Cocktails rar sind, kurz bevor die Bar öffnet, taucht auch noch eine unangemeldete Lebensmittelkontrolleurin auf. 5 Sterne

"Am Anfang und am Ende" ist eigentlich keine Horrorgeschichte im eigentlichen Sinne, sondern gehört eher in die Kategorie Science Fiction. Sven bewirbt sich bei einem Professor Wilming für einen Job. Dieser beauftragt ihn, mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen und seinem jüngeren Ich die notwendigen Daten mitzuteilen, mit der eben diese Zeitmaschine gebaut werden kann. Eine paradoxe Geschichte, die einem den Kopf zum Qualmen bringt. 4 Sterne

In "Die Treppe" geht es um einen Einzelgänger, der, wie der Titel der Geschichte schon besagt, eine Treppe baut. Die Geschichte greift ein sehr ähnliches Motiv auf wie die "Gartenpforte" aus derselben Sammlung, und im Grunde passiert recht wenig. 3 Sterne

"Willkommen in Crystal Creek" bildet einen wunderbaren Abschluss der Storysammlung. In dem verlassenen Dörfchen "Crystal Creek" geht es nicht mit rechten Dingen zu. Als Tobias und Sylvia, Touristen im schönen Land der unbegrenzten Möglichkeiten, diesen "ancient place", wie es heißt, besichtigen wollen, stoßen sie auf die überraschend frischen Überreste von Menschen. Werden sie Crystal Creek jemals wieder verlassen? Eine Geschichte mit Gänsehautfaktor und einem extrem gelungenen Ende. 5 Sterne
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am 5. Oktober 2013
Cover:
Gerhard Metzger ([...])
Das Cover ist dunkel, düster und deutet auf Grusel hin. Passend zum Inhalt, aber wir denken, dass man da noch mehr hätte herausholen können. Besonders, da es so unscheinbar und schlicht ist und das im Zusammenhang mit dem Inhalt definitiv nicht zutrifft.

Inhaltsangabe/Meinung:
An dieser Stelle vielen Dank an Jana Oltersdorff für das Rezensionsexemplar.

1. Feuertanz
Die Kurzgeschichtensammlung beginnt mit einem Gedicht. Wir finden, das ist eine wirklich tolle Idee, vor allem da es selbst geschrieben ist und inhaltlich auf die kommenden Geschichten einstimmt.

2. Zwischenstopp
Eine Geschichte, die ihren Titel mehr als gerecht wird und den Leser mitten in einem hautnahen und täglichen Szenario hineinwirft: Die tägliche Fahrt zur Arbeit und nach Hause mit der Frankfurter S-Bahn. Für viele ist das sicherlich nichts außergewöhnliches. Wie sehr man sich da aber irren kann, beweist uns hier die Autorin mit ihrem seltsamen Zwischenstopp, der mitten auf den Bahngleisen stattfindet. Die Idee empfanden wir als erfrischend und auch gespenstisch realistisch, was wohl an der guten Darstellung der Handlung lag. Auch das Mysterium der ganzen Sache entlockte uns einen Schauer, den wir bis zum Ende nicht wieder losbekamen. Auch das miträtseln und die Gedankengänge des Protagonisten, was denn eigentlich da los ist und wer genau die sind: Konnten wir bestens nachempfinden.
Die Stückchen an Erklärungen, die uns Lesern hingeworfen wurden, könnte man als seltsam und ungenügend empfinden. Wenn sie eben nicht genug Platz zum eigenen nachdenken lassen würden. Warum passiert genau das? Und wie wird ausgesucht? Je länger wir darüber nachdachten, desto philosophischer wurden wir. Liegt es am schlechten Kern der Menschen? Falsches Verhalten? Hat gar jemand eines der 10 Gebote gebrochen? Jaja, hier geht es dann doch zu weit, aber liebe Jana, du siehst zu welchen Gedankengängen du uns angeregt hast. Gekonnt wurde hier etwas Normales, mit dem Übernatürlichen verbunden und Jana Oltersdorff lehrt dem Leser die Angst vor dem Bahn fahren.

3. Frau Hegel weiß, was zu tun ist
Eine so pragmatische Person wie Frau Hegel eine ist wünscht sich doch jeder … zumindest wenn man als Außenstehender zusehen kann, wie sie ihren Pragmatismus umsetzt. Die Autorin hat hier erstens einen neuen Denkansatz für die Verbreitung von Vampiren geliefert und gleichzeitig durch ihren Schreibstil die Rolle der Frau Hegel eingenommen. Denn genau durch die Art und Weise, wie die Geschichte geschrieben wurde, kommt der Pragmatismus noch viel besser rüber und wir als Leser sahen, wie Frau Hegel sich mit ihrem Mann streitet und dann entschließt, dass zu tun, was eben zu tun ist. Im Vergleich zur ersten Geschichte zeigte sich hier auch, dass der Autorin ein Charakter- und Szenariowechsel problemlos von den Tasten geht.

4. Das leere Buch
Und wieder beweist Jana Oltersdorff, dass ihr die Inspirationen für ihre Geschichten nie ausgehen und auch die Spannung scheint bei ihr ein Stammgast zu sein. Wahrscheinlich fährt sie gerne Bahn. Aber mal im Ernst, wünscht sich nicht jeder so ein Buch? Also wir hätten gern eins. Gekonnt wird uns hier die Skepsis der Protagonistin vermittelt, die am Ende fast schon dem Wahnsinn verfällt. Die kühle Distanz des Buches macht es nicht nur durch seinen „angenehmen“ Schreibstil (Ja, es las sehr angenehm ^^) sympathisch, sondern auch durch seine gut gemeinten Worte, sobald es diese an die Protagonistin richtet. Ein wirklich fantastisch herausgearbeiteter Gegensatz, der in einem explosiven Abschluss sein Ende findet.

5. Winterblut
Das wäre dann wohl die seltsamste und zugleich schwächste Geschichte in dieser Sammlung. So ganz sind wir auch nach dem Diskutieren nicht auf den Grundgedanken der Geschichte gekommen. Ohne Frage ist sie gut geschrieben und auch unser Kopfkino war sofort im Schnee gefangen. Auch ist die Geschichte gruselig und wir werden im Winter sicher nicht mehr aus dem Auto steigen, aber dennoch fehlte uns hier das gewisse Etwas. So richtig kann man es gar nicht in Worte fassen, denn kaum hat die Geschichte angefangen, ist sie auch schon wieder vorbei. Schade, vielleicht wären hier ein paar mehr Informationen besser gewesen, zumal der bildhafte Schreibstil den anderen Geschichten in nichts nach steht.

6. Die Gartenpforte
WAS FÜR EINE GESCHICHTE! (ERNSTHAFT!) Wir sind während des Lesens fast vor Spannung geplatzt und haben unsere Fingernägel in den eReader gekrallt. (Jana, du schuldest uns genau zwei neue Hüllen!^^) Fantastisch, Spannungsgeladen, unerwartete Geschehnisse und das alles in einer Kurzgeschichte. Was will man mehr? Ohne das „Wie“ und „Warum“ zu entlarven, hat die Autorin hier eine wirklich einzigartige Geschichte auf das Papier gebannt. Wir als Leser können unsere Fantasie anwerfen und selbst einen Blick hinter die Pforte werfen. Nicht ein Wort fällt, was das „Wer“ hinter der Pforte anbelangt und dennoch war uns bewusst, dass man die Pforte lieber geschlossen halten soll, wenn einem sein Leben lieb ist. „Show, don't tell“ der allerfeinsten Art! Idee, Schreibstil EINFACH ALLES WAS UNSER LESERHERZ BEGEHRT!

7. Der perfekte Cocktail
Was Tilly zu dieser Geschichte sagt, könnt ihr hier nachlesen, denn sie hat sie in der Anthologie „Vampire Cocktail“ schon bewertet.
Jack allerdings teilt euch hier gerne seine Meinung mit:
Die Geschichte ist in einer Anthologie vertreten und ich verstand nach dem Lesen ganz genau wieso: Die Idee und die Umsetzung, HEILIGER VAMPIR, war das lecker. Mit Abstand der beste Cocktail, denn ich je getrunken habe. Wartet, nein. Hab ich ja eigentlich nicht aber die Autorin schafft es, dass so gekonnt und schmackhaft mit ihren Worten rüberzubringen. Ich fühlte mich beinahe selbst wie ein Vampir in dieser Bar. Dabei bekam ich als Leser selbst gar nichts von dieser „Party“ mit. Die Autorin verbindet die Elemente „Vampir“, „Blut“ und „Cocktails“ auf so eine erfrischende Art und Weise, das ich die Geschichte förmlich verschlang. Für mich ist es immer noch ein Wunder, wie Autoren in einer Kurzgeschichte so viel Echtheit und Leben einbringen können. Aber ja, wenn es ein Autor schafft, dass ich einen Cocktail „begehre“ und „trinke“ obwohl ich es gar nicht gemacht habe?! ^^

8. Am Anfang und am Ende
Diese Geschichte hat das beste Ende, der gesamten Sammlung! Fängt man an, genauer darüber nachzudenken und greift den Faden der Autorin auf, bekommt man Kopfschmerzen. Aber Gute (Wenn es denn solche gibt). Wir finden es sehr gut, wenn Kurzgeschichten zum Nachdenken anregen, auch wenn es in das Fantastische reingeht. Super Schreibstil, eine wunderbar umgesetzte Idee und ein Aufzeigen der Nebenwirkungen, wenn man sich zu sehr mit der Zeit beschäftigt. Klasse!

9. Die Treppe
Wieder einmal ein ganz großes „WOW“ von unserer Seite her. Es gibt Autoren, die Schreiben eine Geschichte, ohne Anfang, ohne Ende, ohne Sinn. Ein Ausschnitt, eine Szene, ein Stück vom Leben eines anderen. Liest man solche Geschichten, kommt meistens der Gedanke, was das nun sollte. Nicht bei Jana Oltersdorff. Hier legt sie uns eine Kurzgeschichte vor, ein paar Seiten lang, und dennoch haben wir ein detailliertes Bild des Protagonisten. Ohne das die Autorin es uns sagt, könnten wir auch einige seltsame Ticks von ihm aufsagen, einfach weil wir ein perfektes Bild von ihm haben. Wir verstehen warum er das tut, was er tut. Wir sind mittendrin, denn der Schreibstil von Jana saugt uns in die Geschichte und wir wollten ihm auch gar nicht entkommen. Ungeheuerlich beeindruckend und wieder mal deutlich anders, als seine Vorgänger!

10. Willkommen in Crystal Creek
Diese Geschichte kennt Tilly von ihrer BookRix-Zeit, was schon eine ganze Weile her ist. Und dennoch war sie gespannt und litt mit dem Protagonisten mit. Ohne Probleme schafft es die Autorin, den Leser wieder in den Grusel ihrer Geschichten zu ziehen, auch wenn man diese zum fünften Mal liest. So ist es hier auch. „Willkommen in Crystal Creek“ hat seinen eigenen Horrorcharme und gerade weil der Hintergrund so normal ist, macht es den Gruselfaktor nur noch größer. Wir spürten beim Lesen wie sich „Etwas“ bedrohlich nähert und trotz diesen Wissens konnten wir dem Ende nicht entkommen. Jana hat uns eingefangen in Traum und Realität, ohne Hoffnung auf Erlösung. Grandiose Kurzgeschichte, die immer wieder aufs Neue begeistert.

Fazit:
Am liebsten würden wir „WTF“ schreiben. Da wir aber ein anständiger Blog sind, fallen uns da sicher noch ein oder zwei Worte mehr ein. In „Zwischenstopp“ treffen ein wirklich hammermäßig geiler Schreibstil auf Gruselideen vom feinsten Horrorwerk. Wir sind beeindruckt von der Art und Weise der Umsetzung und konnten nicht aufhören zu Lesen.
Jeder, der auf den guten alten Horror und subtilen Grusel steht oder dem fantastische Aspekte wichtig sind kommt hier auf seine Kosten. Jana Oltersdorff serviert dem Leser ein gekonnte Mischung aus Horror, Grusel und Fantasy, die einen zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig macht man sich vor Angst in die Hose. Nach all dem Lob, gab es da noch etwas, was uns gestört hatte? Ja, da gab es eine Sache, die wir uns nach jedem lesen einer Kurzgeschichte gefragt hatten: „Wo ist der Roman?! Ernsthaft?“
Wir wissen selbst, dass so etwas viel Zeit, Nerven und Kraft beansprucht, aber man wird süchtig nach den tollen Ideen und den Schreibstil und WILL mehr. Am besten als dicken Roman verpackt. Das Ganze ist also mehr ein Kompliment als Kritikpunkt und wir können es kaum erwarten, die nächsten Geschichten von Jana Oltersdorff lesen zu dürfen. ^^

Bewertung:
Hätten wir nicht sowieso vor, „Zwischenstopp“ 5 von 5 Marken zu geben, würden wir uns wahrscheinlich gar nicht trauen, ihm weniger zu verleihen. Wer weiß, welchem Horror wir sonst in noch kommenden Geschichten von Jana Oltersdorff ausgesetzt werden würden. Aber absolute verdiente 5 Marken mit einer ganz klaren „KAUFEMPFEHLUNG“!

Liebe Grüße
~ Jack T.R. & Tilly Jones
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am 12. August 2015
Das Cover:

Ein rundum gelungenes Cover, für meinen Geschmack könnte es gerne noch etwas unheimlicher sein ;)

Meine Meinung:

Normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten, da ich vollständig ausgearbeitete Romane bevorzuge, doch ich war neugierig und so kam ich zu dieser Anthologie.
Ein paar Geschichten haben mir richtig gut gefallen, andere dafür eher weniger. Es waren viele tolle Ideen mit dabei, die für meinen Geschmack leider zu schwach ausgearbeitet wurden. Bei einigen Storys spielten Vampire eine große Rolle, was ich auf Dauer leider als recht langweilig empfunden habe. „Das leere Buch“ hat mir persönlich am besten gefallen, auch wenn mir diese Geschichte keine Angst eingejagt hat. Dennoch war dies mein absolutes Highlight! Jana Oltersdorff hat einen tollen und sehr flüssigen Schreibstil und auch die Geschehnisse werden lebhaft dargestellt. Besonders enttäuschend fand ich allerdings die Geschichten „Frau Hegel weiß, was zu tun ist“ und „Winterblut“. Bei „Winterblut“ hat mich die Länge gestört und auch so ergab die Kurzgeschichte für mich keinerlei Sinn. Ich hatte das Gefühl, als würden ein paar Seiten fehlen. In der Story um Frau Hegel ging es um ihren Ehemann, der aus heiterem Himmel zum Vampir wurde. Passiert war dabei nicht viel und irgendwann beschloss Frau Hegel kurzerhand das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das ganze Drumherum fand ich nicht sonderlich einfallsreich und eher langweilig.
Während dem Lesen gab es immer wieder Höhen, aber auch Tiefen. Auf eine gute Geschichte folgte meist eine weniger gute und immer so weiter. Gut gefallen hat mir, dass die Szenarien mit ihrer Echtheit überzeugten - ich konnte mich sehr gut in die jeweiligen Personen hineinversetzen.

Fazit:

Eine durchaus gelungene Sammlung an Kurzgeschichten, die zwar ein paar Schwächen aufweist, jedoch dennoch gut zu lesen ist. Der Gruselfaktor war dezent vorhanden, von Horror allerdings keine Spur. Eventuell bin ich da schon etwas zu abgehärtet ;) Ein wenig mehr Horror bzw. Brutalität hätte ich mir trotzdem gewünscht!
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am 18. Juli 2015
Zunächst einmal handelt es sich bei »Zwischenstopp – Dunkle Geschichten« um eine Sammlung von Kurzgeschichten.
Das Buch begleitet den Leser von einer Reise in die nächste. Wir lernen viele Charaktere kennen und viele fantasievolle Geschichten.
Für mich persönlich liegt der große Unterhaltungswert des Buches, bei den Charakteren. Es gibt so viele Charaktere, die alle so verschieden sind, alle ihren eigenen Kampf auszutragen haben. Und dennoch kann ich von keinem behaupten, dass er mich gelangweilt hat. Jede einzelne Geschichte besitzt ihre Tiefe, meistens sogar so sehr, dass ich gehofft habe noch viel mehr darüber lesen zu können und das ein oder andere Mal beim lesen vergessen habe, dass es sich hier um Kurzgeschichten handelt.
Ich hatte wahnsinnig viel Spaß beim lesen.
Bereits die erste Geschichte ließ mich gruseln, obwohl ich nicht geglaubt hätte, dass es in der heutigen Zeit noch so leicht ist – auch vollkommen ohne den üblichen Ekel-Faktor, den man im Fernsehen geboten bekommt.
Es geht um eine »gewöhnliche« Fahrt in der S-Bahn, mit einem ziemlich ungewöhnlichen Zwischenstopp und noch einer ungewöhnlicheren »Säuberung«. Die Vorstellung, wie die Menschen, wie Puppen stumm auf ihrem Platz verharren und sich nicht rühren, fand ich beängstigend. Gepaart mit dem Gefühl, der einzige zu sein, der sich noch bewegen konnte und sich fragt, was das alles zu bedeuten hat.
Das war für mich der gruseligste Moment des Buches.
Meinen absoluten Liebling findet man etwas später unter dem Namen:
»Am Anfang und am Ende«
Es ist eine Zeitreise-Geschichte, die interessante Aspekte aufwirft und mich, besonders zum Schluss hin, noch einmal überrascht hat.
Ich lese sehr gerne gute »Zeitreise-Bücher« und auch wenn der Vergleich nun ein bisschen weit weg erscheint, fühlte ich mich bei dieser Geschichte an den ersten Terminator-Teil zurückerinnert. Ich mag es, wenn sich Teile der Geschichte zu einem Großen und Ganzen umsetzen. Wenn man herausfindet, dass gar nicht alles so zufällig ist, wie es scheint.

Kritikpunkte:
Meine Kritik beschränkt sich darauf, dass ich zu bestimmten Geschichten gerne noch viel mehr gelesen hätte. Von der Zeitreise hätte ich gerne ein großes Buch gehabt, manche Charaktere hätte ich gerne noch in einer großen Geschichte gesehen. Aber ich befürchte, dass ist immer eine Kritik, die man bei einer Sammlung von Kurzgeschichten haben muss, wenn man feststellt, dass man noch viel mehr haben möchte.

Fazit:
Das Cover ist recht düster gehalten, für mich als Anthologie absolut passend, wie ich aber gehört habe, wird das Cover demnächst noch geändert.
Zum Inneren:
Die Autorin hat definitiv Talent.
Ihr Schreibstil ist wunderbar und zieht einen ohne große Mühe durch die einzelnen Geschichten. Ich kann ihre Fantasie und ihre Charaktere nur bewundern. Es gibt so viele Geschichten, die so wahnsinnig toll sind und noch so viele Fragen aufwerfen, dass man gut und gerne noch ellenlange Bücher darüber schreiben könnte. Sie lassen einen rätselnd zurück und erinnern einen wieder daran, zu wie viel Fantasie man selbst doch fähig ist. Ich finde auch immer noch überraschend, wie schnell ich mich mit den Charakteren anfreunden konnte, wo ich bei vielen Büchern auch nach einigen Kapiteln noch unsicher bin, ob ich den Charakter überhaupt mag.
Und zu guter Letzt ist hier für wirklich jeden etwas dabei: Es gibt Vampire, Zeitreisen, Gruselfaktor, ein warnendes Tagebuch, Personen, die durch eine Gartenpforte verschwinden … und noch so viel mehr.
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am 8. Oktober 2014
Wenn S-Bahnen plötzlich im Nirgendwo stehen bleiben, Ehefrauen ihre verwandelten Ehemänner pfählen, sich leere Bücher wie von Geisterhand füllen und einem rätselhafte Botschaften aus der Zukunft präsentieren... ja dann seid ihr mitten in "Zwischenstopp - Dunkle Geschichten".

Autopannen, die zu unheimlichen Begegnungen führen. Gartenpforten, die man besser niemals geöffnet hätte. Cocktails, die nur so gut schmecken, weil der Barkeeper ihnen eine sehr spezielle Zutat beimischt. Zeitreisen, die angetreten werden müssen, weil sie bereits stattgefunden haben. Treppen, die nirgendwohin führen – auf den ersten Blick. Und eigenartige Hinweisschilder am Highway, denen man vielleicht doch nicht hätte folgen sollen. Diese Sammlung von mysteriösen, manchmal amüsanten, oft einfach unheimlichen Kurzgeschichten erzählt, was passiert, wenn man nicht aufpasst, wenn man die Warnhinweise ignoriert, wenn die Neugier über die Vorsicht siegt, wenn man einen Weg einschlägt, ohne auch nur zu ahnen, was an seinem Ende lauert. Lesen Sie selbst, Sie werden es nicht bereuen! Oder vielleicht doch…?

Eine Kurzgeschichte besser als die andere! Alle sind von der Thematik her vollkommen unterschiedlich, und doch irgendwo gleich. Gleich düster, gleich makaber, gleich gruselig. Und jede der Geschichten regt auch im Nachhinein noch zum Nachdenken an.

Der Schreibstil ist außergewöhnlich locker und spritzig und in Kombination mit den saugeilen Ideen, jagt einem ein Schauer nach dem anderen über den Rücken. Auch wenn manche Geschichten etwas vorhersehbar waren, so war dennoch jede einzelne ein Genuss.

Eine Anthologie, die sich bestens eignet um sie sich häppchenweise kurz vor dem Schlafengehen einzuverleiben.
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am 10. Januar 2014
Mir hatte ja schon die Geschichte "Die Brezelfrau" von Jana Oltersdorff richtig gut gefallen. In dieser Anthologie zeigt die Autorin jedoch ihr ganzes Können. Ob Horror, Mystery oder Fantasy, ob alltäglicher Schrecken oder eher Science-Fiction: Alle Kurzgeschichten sind hervorragend geschrieben und unheimlich. Erschreckend. Gruselig. Dunkel. Wie man es auch immer nennen mag, wenn man beim Lesen eine angenehme Gänsehaut bekommt. Ich persönlich habe diese Kurzgeschichtensammlung gestern abend gelesen und hatte danach keine angenehmen Träume. Mein persönlicher Favorit, und die Story von der ich träumte, ist: "Willkommen in Crystal Creek". Horror vom Feinsten. Auch die Geschichte um die praktisch denkende Frau Hegel gefiel mir ausnehmend gut. Ob jedem die Vampirstory (nein, niemand glitzert hier) gefällt, sei dahingestellt. Aber gerade diese Geschichte enthält jede Menge schwarzen Humor. Dieser Humor zieht sich durch mehrere Stories und macht das Lesen zu einem echten Vergnügen. Ich kann diese Sammlung dunkler Geschichten wirklich jedem Mystery/Horror-Fan ans Herz legen und hoffe, bald noch mehr von dieser tollen Autorin lesen zu können. Klare Leseempfehlung!

Fazit: Dunkle Stories für alle Leser, die es unheimlich lieben. Erstklassig geschrieben.
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am 25. Oktober 2015
Dieses Buch beinhaltet eine faszinierende Mischung an unheimlichen Geschichten, die ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Beinahe alle lassen den Leser nachdenklich zurück und regen die Fantasie an. Ein wundervoller Nebeneffekt, nachdem man das Buch beendet hat, wie ich finde.
Was ich auch als sehr positiv empfand, war nicht nur die Vielfältigkeit der Handlungen, sondern auch die Art und Weise, wie die Geschichten gestaltet wurden. Da gab es Geschichten, die mit recht typischen Elementen Spannnung erzeugten (Torquietschen usw.). Es gab Geschichten, die dem Leser eine Gänsehaut verursachten, weil die Handlung in ganz alltäglichen Situationen spielte, die jeder schon mal erlebt hat, und bei denen es deshalb sehr leicht fiel, sich vorzustellen, dass es so passieren könnte. Und dann gab es da noch vor allem eine Geschichte, bei der es etwas blutiger zuging und hier und da ein Ekeleffekt gesetzt wurde.
Wer also ein blutiges Buch sucht, ist hier vielleicht falsch, wer mysteriöse, schaurige Geschichten sucht, die noch eine ganze Weile nachwirken, der ist bei diesem Buch genau richtig. Daher: volle Kaufempfehlung von mir!
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am 25. März 2013
Die Autorin hat hier einige ihrer spannendsten Geschichten zu einem Werk zusammengefasst und bietet sie zu einem unglaublichen Schnäppchenpreis an. Da muss man zuschlagen!
Die Themen der Geschichten dieses Buches haben zwar alle etwas mit einem "Zwischenstopp" zu tun, allerdings wird dieses Thema in jedem Werk von einer anderen Seite angegangen. Sei es der Zwischenstopp im Crystal Creek, der zu einer Horror-Tour wird, oder der Zwischenstopp in der Vergangenheit, der zu ungeahnten Verwicklungen führt, oder auch nur der ungewollte Zwischenstopp auf verschneiter Landstraße.
Neben dem Thema haben alle Geschichten aber noch etwas gemeinsam: Sie sind unheimlich gut geschrieben, nehmen den Leser schon ab der ersten Silbe gefangen und lassen ihn bis zum Ende nicht mehr los (manche sogar darüber hinaus nicht)!
Wer starke Nerven hat, dem sei diese Anthologie wärmstens ans Herz gelegt!
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am 30. September 2015
Die Twilight-Zone lässt grüßen - grandios geschriebene Kleinode der unheimlichen Art, die zum Nachdenken anregen, zum Staunen animieren und immer wieder für wohlige Gänsehaut sorgen!
Treppen, die scheinbar ins Nichts führen, leere Bücher, die Leben retten und eine Cocktail-Bar mit besonderen Gästen - das alles in einem spannenden und unterhaltsamen Stil präsentiert, das man Seite um Seite regelrecht verschlingt.
Ich bin begeistert - Klare Kaufempfehlung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Dezember 2013
Ich habe mal wieder eine ganz tolle Kurzgeschichtensammlung entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und konnten mich wirklich alle überzeugen. Ganz unbekannt war mir die Autorin Jaja Oltersdorff nicht, da sie schon eine ihrer Stories in der Anthologie "Mängelexemplare" veröffentlicht hatte.
Also schnappte ich mir ihr Buch und nahm mir vor, jeden Abend im Bett eine der Geschichten zu lesen. Nach 5 Abenden war ich fertig, obwohl es 8 Geschichten sind. Ihr seht also, ich war gefesselt und wollte immer weiter lesen. Aber schauen wir uns die Stories doch einmal genauer an.

Der Reigen wird eröffnet mit "Zwischenstopp" Eine Bahn hält immer zur gleichen Uhrzeit an einer bestimmten Stelle im Wald, obwohl es dort keine Haltestelle gibt. Aber nur ein einziger Mensch scheint sich dafür zu interessieren. Der Einstieg war schon ganz schön heftig und genau nach meinem Geschmack. Ja, ich kann auch noch nach sinnlosem Gemetzel wie ein Baby schlafen :-,

Es folgt "Frau Hegel weiß was zu tun ist"
Frau Hegel ist total genervt, weil ihr Mann nur noch vor seinem blöden PC sitzt und idiotische Spiele spielt. Als er dann auch noch beginnt sich zu verändern, lässt sich das Frau Hegel nicht länger bieten. Hier musste ich wirklich schmunzeln. Die Geschichte ist so schön grotesk. Ich fand sie einfach nur total klasse.

Mit "Das leere Buch" geht es weiter
Melanie findet neben sich in der S-Bahn ein wunderschönes, in Leder gebundenes Buch. Da es niemand zu vermissen scheint, nimmt sie es mit nach Hause. Doch dann passiert etwas ganz und gar unvorstellbares. Eine super Idee, die die Autorin hier umgesetzt hat. Eine Mischung aus Gänsehaut, Witz und Unbehagen. Mit hat es sehr gut gefallen.

Danach wird der Leser mit "Winterblut" unterhalten. Anna feierte Weihnachten mit ihrer Familie. Doch trotz des vielen Schnees draußen, möchte sie unbedingt nach Hause fahren. Natürlich baut sie einen Unfall. Da sieht sie einen Mann mit einem weißen Mantel auf der Straße. Ob der ihr helfen kann? Zu der Geschichte möchte ich sonst gar nichts mehr schreiben, weil ich sonst zu viel verrate. Nur soviel: Sie hat mir genauso großen Spaß gemacht wie die Anderen.

Nach "Winterblut" kommt "Die Gartenpforte" Das war eine meiner Lieblingsgeschichten. Der Onkel warnt seine Nichte immer vor der Gartentür, die vollkommen sinnlos mitten im Garten steht. Sie soll etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun haben. Hier hatte ich beim lesen so richtig Gänsehaut. Ganz große Klasse.

"Der perfekte Cocktail" handelt von einer Vampirbar und dem Besuch des Gesundheitsamtes. Dazu kann ich nur sagen: Herrlich skurril und einfach nur klasse.

Danach folgt "Am Anfang und am Ende". Eine Geschichte über das Reisen durch die Zeit und einem etwas seltsamen Ende.

"Die Treppe" schließt sich an und ist wieder eine der Geschichten die so simpel ist, einem aber doch nicht so schnell los lässt. Martin findet in einem alten Haus eine Mappe mit Aufzeichnungen. Er ist neugierig und möchte wissen, was es damit auch sich hat. Er baut es nach und...... Neee, mehr verrate ich nicht. Hat mich aber sehr gut unterhalten.

Den Abschluss bildet meine absolute Lieblingsgeschichte " Willkommen in Crystal Creep" Ein junges Paar ist auf einer Reise durch Vegas. Dafür, dass er durch die Casinos ziehen darf, darf sie dann alte Indianderdörfer besuchen. Dabei sehen sie ein Schild, das sie in Crystal Creek Willkommen heißt. Sie wären lieber nicht hingefahren. Huuuuuuhhhhh sehr gruselig und auch blutig. Davon hätte ich gerne noch viel mehr gelesen.

Aber leider war das schon wieder das Ende. Alle Geschichten waren spannend und gut durchdacht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und ohne große Beschreibungen. Die Autorin kommt immer sofort auf den Punkt und das hat mir besonders gut gefallen. Ich vergebe für diese tolle Nachttischlektüre 5 von 5 Punkten

© Beate Senft
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