In den Zeiten des kalten Krieges schiebt ein amerikanischer Zerstörer im Eismeer Wache. Der Kommandant (Richard Widmark) setzt die Besatzung unter höllischen Druck und verbreitet eine Atmosphäre, als wäre man bereits mitten im Kampf und als könne nur jede Sekunde Hochkonzentration das Überleben sichern. So muss der neue Schiffsarzt erstaunt feststellen, dass es niemanden an Bord gibt, der sich mal für zwei gemütliche Tage krank meldet. Als der Zerstörer ein sowjetisches U-Boot in den Grönländischen Hoheitsgewässern entdeckt, beginnt die Verfolgungsjagd und der Gegner wird daran gehindert, seinen verbrauchten Sauerstoff zu erneuern. Die Hetze nimmt auch dann kein Ende, als der Gegner längst wieder internationale Gewässer erreicht hat. Der amerikanische Sonar-Spezialist muss mehr als zwanzig Stunden an seinen Gerät verbringen, ohne dass ihm eine Schlafpause gegönnt wird. Letztlich führt ein Konzentrationszusammenbruch dazu, dass beide Schiffe sich gegenseitig versenken, was in tragischer Weise ungewollt und dennoch konsequent ist.
Der Film zeigt drastisch, wie verderblich das Kriegsspielen ist und dass kalter Krieg die immense Gefahr in sich birgt, in heissen Krieg umzuschlagen. Dennoch wird der Betrachter gepackt und fiebert bei der Verfolgung mit. Oder versucht der Film gar, den Betrachter erst zu verführen indem er seine Jagdinstinkte weckt, um ihm dann knallhart zu zeigen, auf was für ein Spiel mit dem Feuer er sich eingelassen hat? Dann wäre er besonders raffiniert. Alles überragend: Widmark.