Kurzbeschreibung
Der Tatsachenroman über das, was vor, während und nach der Katastrophe von Seveso geschah. Die Gewissenserforschung eines verantwortlichen Managers.
Voll Tatendrang tritt der aufstrebende Chemiker seine Stelle im Konzern an. Er will gute Arbeit leisten und Karriere machen. Zwar staunt er über die fremdartigen Sitten und Gebräuche auf den Direktionsetagen, aber die weit verzweigte Tätigkeit auf allen Kontinenten fasziniert ihn. In einigen der Fabriken fallen ihm gefährliche Missstände auf und er fordert Maßnahmen. Seltsame Produktionsverfahren machen ihn nachdenklich. Da explodiert an einem Samstag in einer italienischen Fabrik, für die er verantwortlich ist, der Reaktor. Ein rätselhaftes Gift breitet sich in der Umgebung aus. Was ist wirklich geschehen? Die Konzernleitung gerät in Panik und befiehlt ihm zu schweigen. Was soll er tun? Was darf er tun? Wo liegt seine eigene Schuld? Über Nacht fühlt er sich verantwortlich für die größte Umweltkatastrophe, die bis dahin in Europa geschah .
Jörg Sambeth hat über seine Erlebnisse einen Tatsachenroman aus dem Innenleben eines Weltkonzerns geschrieben.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Jörg Sambeth, geboren 1932 in Bad Mergentheim, studierte Chemie und zog 1960 nach Genf. Zehn Jahre später ist er im Topmanagement der Givaudan angelangt, als ihm überraschend die Stelle als Technischer Direktor angeboten wird. Zu seinem Aufgabenbereich gehört auch das Werk Icmesa in Seveso, wo 1976 der Dioxin-Unfall geschieht. Jörg Sambeth wird 1983 in Italien als einer der Hauptverantwortlichen zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Schon vorher hat er begonnen, nach den wahren Hintergründen zu forschen – eine Aufgabe, die ihn nicht mehr loslässt. Die Katastrophe wirft ihn aus der Bahn und löst tiefe Schuldgefühle aus. Er setzt alles daran, im Gestrüpp von Lügen, Spekulationen und Fakten die wahren Hintergründe und Fakten zu ermitteln.