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Zwischenfall in Seveso: Ein Tatsachenroman
 
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Zwischenfall in Seveso: Ein Tatsachenroman (Broschiert)

von Jörg Sambeth (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 282 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag; Auflage: 1., Aufl. (Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293203949
  • ISBN-13: 978-3293203945
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 655.925 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Tatsachenroman über das, was vor, während und nach der Katastrophe von Seveso geschah. Die Gewissenserforschung eines verantwortlichen Managers.
Voll Tatendrang tritt der aufstrebende Chemiker seine Stelle im Konzern an. Er will gute Arbeit leisten und Karriere machen. Zwar staunt er über die fremdartigen Sitten und Gebräuche auf den Direktionsetagen, aber die weit verzweigte Tätigkeit auf allen Kontinenten fasziniert ihn. In einigen der Fabriken fallen ihm gefährliche Missstände auf und er fordert Maßnahmen. Seltsame Produktionsverfahren machen ihn nachdenklich. Da explodiert an einem Samstag in einer italienischen Fabrik, für die er verantwortlich ist, der Reaktor. Ein rätselhaftes Gift breitet sich in der Umgebung aus. Was ist wirklich geschehen? Die Konzernleitung gerät in Panik und befiehlt ihm zu schweigen. Was soll er tun? Was darf er tun? Wo liegt seine eigene Schuld? Über Nacht fühlt er sich verantwortlich für die größte Umweltkatastrophe, die bis dahin in Europa geschah .
Jörg Sambeth hat über seine Erlebnisse einen Tatsachenroman aus dem Innenleben eines Weltkonzerns geschrieben. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Jörg Sambeth, geboren 1932 in Bad Mergentheim, studierte Chemie und zog 1960 nach Genf. Zehn Jahre später ist er im Topmanagement der Givaudan angelangt, als ihm überraschend die Stelle als Technischer Direktor angeboten wird. Zu seinem Aufgabenbereich gehört auch das Werk Icmesa in Seveso, wo 1976 der Dioxin-Unfall geschieht. Jörg Sambeth wird 1983 in Italien als einer der Hauptverantwortlichen zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Schon vorher hat er begonnen, nach den wahren Hintergründen zu forschen – eine Aufgabe, die ihn nicht mehr loslässt. Die Katastrophe wirft ihn aus der Bahn und löst tiefe Schuldgefühle aus. Er setzt alles daran, im Gestrüpp von Lügen, Spekulationen und Fakten die wahren Hintergründe und Fakten zu ermitteln.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der ganz normale Wahnsinn, 16. September 2004
Von W. Riedl "diana" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer dieses Buch kauft, um sich an Schadenfreude über die Fehler der Chemie-Großkonzerne zu ergötzen, hat nicht lange Spaß daran. Zu allgemein und damit austauschbar sind die Orte und Szenarien - mit Ausnahme des traurigen Mittelpunktes des Buches - gewählt. Vielmehr jedoch gewinnt man Einblicke und Einsichten, wie der "ganz normale Wahnsinn" in großen Unternehmen regiert und wie schnell ein Akteur, gerade noch personelles Glanzlicht mit Blitz-Karriere, zu einer Person non rata degradiert werden kann und verkümmert, sofern er nicht irgendwann den Verstand einschaltet und versucht, dort, wo er es kann, wieder normal denkender Mensch zu sein und nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, -wenn auch zu spät.
Obwohl der Name des Werkes zunächst anderes vermuten läßt, beschreibt der Autor nebenbei sehr schön das Leben der Menschen mit Chemie und Pharmazie und deren Großkonzernen in der Nordwestschweiz. "Zwischenfall in Seveso" ist somit auch für "Neu-Basler", vor allem jedoch für deutsche Grenzgänger, empfehlenswert, um einen Beitrag zur eigenen Meinungsbildung über diesen speziellen Landstrich und seine Menschen zu leisten. Daß das Buch sich stellenweise eher an der schweizerdeutschen Grammatik orientiert, bestätigt diese Empfehlung.
Insgesamt ist das Werk sehr lesenswert und kurzweilig. Mitunter ist jedoch die Fülle der auftretenden Personen und deren Positionen eher hinderlich denn hilfreich, um vollumfänglich den Überblick über deren Funktion und Bedeutung für den Verlauf der Geschichte behalten zu können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Viel aufschlußreiches Insiderwissen, aber ..., 15. Oktober 2006
Von R. Grebe "ronny777" (Duisburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch ist insofern sehr aufschlußreich, als die Vorgeschichte des Sevesounglücks sehr genau geschildert wird, so Z.B. wie aus Kostengründen aufwendige Sicherheitssysteme nicht gebaut und notwendige Verbesserungen im Seveso-Werk nicht durchgeführt werden.

Dies alles wird dargestellt vor dem Hintergrund von Intrigen und Machtspielen im Vorstand des Mutterkonzerns der Unglücksfabrik, Hoffmann La Roche. Trotz voller Kenntnis der Folgen des Unglücks versucht der Konzern bis zuletzt, nur das direkt Nachweisbare zuzugeben und den eigenen finanziellen Schaden möglichst gering zu halten. Der Autor Jörg Sambeth war als Technischer Direktor bei der Hoffmann-La Roche-Tochter Givaudan auch für das Werk Icmesa in Seveso, wo 1976 der Dioxin-Unfall geschieht, verantwortlich und beschreibt auch, wie er vom hochgeschätzten Manager zum Spielball der Intrigen und schließlich zum Bauernopfer wird.

Dies ist trotz aller Aufrichtigkeit des Autors auch die größte Schwäche des Buches, denn man gewinnt den Eindruck, dass es ihm in erster Linie darum geht, seine Rolle als Sündenbock des Konzerns aufzuarbeiten und weniger um eine nachträgliche moralische Wiedergutmachung für die Opfer.
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