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Zwischenbilanz, 6 Audio-CDs
 
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Zwischenbilanz, 6 Audio-CDs [Audio CD]

Günter de Bruyn
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898131548
  • ISBN-13: 978-3898131544
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Günter de Bruyn
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Mit achtzig gedenke ich, Bilanz über mein Leben zu ziehen; die Zwischenbilanz, die ich mit sechzig beginne, soll eine Vorübung sein: ein Training im Ich-Sagen, im Auskunftgeben ohne Verhüllung durch Fiktion. Nachdem ich in Romanen und Erzählungen lange um mein Leben herumgeschrieben habe, versuche ich jetzt, es direkt darzustellen, unverschönt, unüberhöht, unmaskiert", so der Schriftsteller Günter de Bruyn in seiner Autobiographie. Er erinnert sich an seine Jugendzeit vom Ende der zwanziger bis zum Anfang der fünfziger Jahre in Berlin.

Über den Autor

Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren. Über seine Kindheit schrieb er später einmal: »Nie mehr habe ich so isoliert gelebt wie als Kind. Eine Familie, die sich als Insel im Meer des Unglaubens und der Unmenschlichkeit verstand, hatte Gefühl und Verstand geprägt und sich dann aufgelöst. Das Kind blieb in der Diaspora allein, ein Katholik unter Protestanten, ein zum Nationalismus Unfähiger unter Nationalisten, ein Träumer unter Anpassern.« 1943 wurde de Bruyn als Luftwaffenhelfer zum Kriegsdienst einberufen und war noch einige Monate Soldat. Eine Kopfverletzung durch Granatsplitter führte zeitweise zur Lähmung seines Sprachzentrums. Nach Kriegsgefangenschaft und einem kurzen Intermezzo als Landarbeiter absolvierte er 1946 einen Neulehrerkursus in Potsdam und war dann bis 1949 Lehrer in einem märkischen Dorf, bevor er eine Ausbildung an der Bibliotheksschule in Ost-Berlin machte. Von 1953 bis 1961 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentralinstitut für Bibliothekswesen in Ost-Berlin. Parallel dazu verlief de Bruyns schriftstellerische Entwicklung: Die ersten Erzählungen, während der fünfziger Jahre entstanden, hatten vor allem seine traumatischen Kriegserfahrungen zum Inhalt. 1963 erschien de Bruyns erster Roman »Der Hohlweg«, der noch ganz an den propagandistischen Vorgaben des sozialistischen Realismus orientiert war. 17 Jahre hatte de Bruyn an diesem ersten Buch gearbeitet, das zwar offiziell als Erfolg galt und mit dem »Heinrich-Mann-Preis« ausgezeichnet wurde, von dem sich der Schriftsteller aber schon bald distanzierte. In der Folgezeit befreite sich de Bruyn weitgehend von der Bevormundung durch die Kulturfunktionäre. Er schrieb Parodien auf die DDR-Schriftsteller jener Jahre. Vor allem aber durch seine Romane »Buridans Esel« von 1968 und »Preisverleihung« von 1972 wurde de Bruyn auch im Westen bekannt. 1975 folgte seine Neuerzählung von Gottfried von Straßburgs »Tristan und Isolde«. Große Beachtung fand de Bruyn auch mit Essays über die deutsche Romantik und mit der ebenfalls 1975 erschienenen Jean-Paul-Biographie: »Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter«. Obwohl de Bruyn 1976 den offenen Brief in Sachen Wolf Biermann mit unterschrieben hatte, fand er sich nicht auf der Liste der Schriftsteller, die mit einem Visum abgeschoben wurden. Statt dessen konnte er die Erzählung »Märkische Forschungen« (1978) und den Roman »Neue Herrlichkeit« (1984) veröffentlichen, mit denen er sich erneut als skeptischer Beobachter der DDR-Gesellschaft erwies. Es folgten die Essays »Lesefreuden« (1986), der Band »Jubelschreie, Trauergesänge. Deutsche Befindlichkeiten« (1991), in dem sich der Autor u.a. in vier großen Aufsätzen dem Umbruch des Jahres 1989 widmet, danach die beiden Bände seiner Autobiographie, »Zwischenbilanz. Eine Jugend in Berlin« (1992) und »Vierzig Jahre. Ein Lebensbericht« (1996), schließlich »Mein Brandenburg«, in dem er Kultur und Landschaft seiner märkischen Heimat schildert (der Band ist mit großartigen Fotos von Barbara Klemm ausgestattet). Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen »Deutsche Zustände« (1999) und »Unzeitgemäßes« (2001). Günter de Bruyn lebt heute in einem märkischen Dorf. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
deutsche Bilanz 22. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Zwischenbilanz ist das autobiographische Werk von Günter de Bruyn und trägt den Untertitel "Eine Jugend in Berlin". Es ist eine interessante Familien- und Entwicklungsgeschichte, in der sich zugleich die Geschichte dieser Zeit wiederspiegelt, von der Weimarer Republik über das Dritte Reich bis in die Nachkriegsjahre in der DDR. Es fängt mit fpolgenden Zeilen an: "Mit 80 gedenke ich, Bilanz über mein Leben zu ziehen; die Zwischenbilanz, die ich mit sechzig ziehe, soll eine Vorübung sein." Er beschreibt recht anschaulich welch Kräfte auf die Heranwachsenden einwirken und beeinflussen und die schließlich in Desillusion endet. Eine sehr interessante Autobiographie, deren Fortsetzung in dem Buch "Vierzig Jahre - Ein Lebensbericht" zu finden ist. Allgemein ein anschauliches Stück Zeitgeschichte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Günther de Bruyns zweiter autobiographischer Band "Vierzig Jahre" fasziniert durch seine sehr ehrliche und schnörkellose Art, sein Leben in der DDR zu schildern. Es entstand, nachdem er Einsicht in seine Stasiakten nehmen konnte, die ihm in bitterster Weise sein Verhalten und Wirken aus DDR-Sicht bezeugen. Es scheint, als hätte de Bruyn nach der Stasi-Lektüre eine Auseinandersetzung mit sich selbst gesucht und beschlossen, dies in dem zweiten Lebensbericht zu versuchen. Er kannte Autoren, die in den Westen geflüchtet sind - er selbst hätte durch genehmigte Reisen viele Möglichkeiten dazu gehabt, ist jedoch in der DDR geblieben und sucht nach Antworten, weshalb eigentlich. Spannend sein erstes Verhalten des bloss nicht Auffallenwollens bis hin zu Erkenntnis, dass es Mittel und Wege gibt, sich das herrschende System zunutze zu machen für eigene Interessen und das alte Regime mit eigenen Waffen zu schlagen. De Bruyn ist in der Runde um Christa Wolff um eine Veränderung im Staat bemüht und war nicht euphorisch, als die Wende dann plötzlich da war. Als "Wessi" ist es sehr spannend, de Bruyns Sichtweise kennenzulernen und das DDR-Leben besser kennenzulernen und nicht pauschal zu verurteilen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr persönliches Buch, ein sehr schönes Buch, ein sehr interessantes Buch. Gut lesbar und informativ. Eine gute Möglichkeit für junge LeserInnen sich über die Jugend in der deutschen Vergangenheit zu informieren.
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