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kompetente Autoren, 20. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Zwischen null Toleranz und null Autorität (Taschenbuch)
Das Buch ist Ergebnis eines Projektes, das von 1997-2000 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, und präsentiert sich daher ähnlich praxisbezogen. Es bietet einen umfassenden Überblick über das "was wo wie und warum" der Kinderdelinquenz. Dabei wird anhand konkreter Forschungsdaten über Ätiologie bzw. theoretische Erklärungsansätze berichtet, vorwiegend im familiären Kontext (Familie als Ursache und/oder Bewältigungshilfe von Delinquenz), sowie über die Ergebnisse der Untersuchung.
Bewältigungsstrategien in den Familien (autoritär, Bagatellisierung, Inkonsistenz etc.) werden einzeln und begleitet von Fallbeispielen aufgegriffen und kritisch besprochen.
Den Abschluss des Buches bilden die Möglichkeiten und Grenzen der Intervention von staatlicher Seite (Polizei/Jugendhilfe).
Schlussendlich ist das Buch kein Nachschlagewerk für Methoden sozialpädagogischen Handelns bei Delinquenz, sondern bietet einen runden Überblick über das Thema Kinderdelinquenz, das anhand vieler Fallbeispiele anschaulich aufbereitet ist.
Für mich lesenswert, und auch für jeden anderen, der mal wieder mit der Nase darauf gestossen werden muss, dass Kinder nicht grundlos "böse" sind, sondern es gilt, die Gründe dafür zu suchen.
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