Perutz schafft es auch in diesem Roman mit der ihm eigenen Art, den Leser bis zum Schluss im Ungewissen zu lassen. Jedoch wird der Stoff dadurch nicht trivial oder langweilig, in kleinen Häppchen werden dem Leser Verständnismomente gegeben, die den Inhalt nach und nach füllen, um dann zu einer überraschenden Wende zu führen. Man leidet mit dem tragischen Helden Stanilsaus Demba mit, sein Verhalten wird mit jeder Seite immer unerträglicher und doch bleibt er durchgehend der Sympathieträger. Man kann sich selbst bestätigen, dass an nie so handeln würde, obwohl man weiß, dass es doch so sein könnte. Neben diesem inhaltlichen Pravourwerk, überzeugt der Roman ebenso in der Beschreibung von Wien, den Gestalten, die man an verschiedenen Plätzen treffen kann. Jedes Kapitel ist auch eine kleine Episode Wiener Gesellschaftsleben der Zwischenkriegszeit, das, ähnlich wie die Handlungen Dembas faszinieren und schockieren kann. Tipp: Nicht den Klappentext lesen, sonst geht ein Teil der Spannung verloren.