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Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte
 
 
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Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte [Taschenbuch]

Peter Scholl-Latour
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 2. Auflage (1. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548372341
  • ISBN-13: 978-3548372341
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.088 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Scholl-Latour
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend wie ein Abenteuerbericht lesen.« FAZ »Die Leser machen seine Bücher zu Bestsellern, die Zuschauer des Fernsehens erheben seine Sendungen zum Medienereignis.« Die Welt

Kurzbeschreibung

Peter Scholl-Latour kennt die Welt wie kein Zweiter. Was ihn auszeichnet und seinen beispiellosen Erfolg begründet, sind die fast sechzigjährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens, die profunde Kenntnis der Kulturen unserer Erde und die visionäre Kraft, mit der er kommende Entwicklungen heraufzubeschwören vermag. Jüngste Reisen nach China und Russland, in die USA und in den Nahen und Mittleren Osten nimmt Peter Scholl-Latour zum Ausgangspunkt, um die dramatischen Verschiebungen des weltweiten Machtgefüges zu schildern, deren Zeugen wir sind.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
104 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der notorische Störenfried 15. November 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist Herbst. Wie fast jedes Jahr im letzten Jahrzehnt legt Peter Scholl-Latour Zeugnis seiner Jahresreisen ab. Während 2005 die USA, 2006 Russland dran waren, so schien es, wäre dieses Jahr China an der Reihe. Weit gefehlt. Von allen Gegenden der Welt bringt der mittlerweile 83 - jährige Weltreisende und letzte Welterklärer" (Spiegel) seine Erfahrungen mit ein. Der Titel des Buches: Zwischen den Fronten. Erlebte Weltgeschichte."

Der Titel lässt vermuten, dass es sich um das neue Buch um eine Biographie handeln könnte. Auch liest sich das Inhaltsverzeichnis so, als wenn ein alternder Autor Zeugnis ablegt von den vielen Schlachten, Stürzen, Krisen und Kriegen, die er miterlebt hat. Doch mitnichten.
Schon auf der ersten Seite schreibt Scholl-Latour, dass er erst daran denke, sich an die Biographie zu machen, wenn ihn das Alter ans Bett fesselt.

Auklärer und Kritiker
Vielmehr wird er auch weiterhin die Welt bereisen und hinterher mit erhobenen Zeigefinger warnen. Auch im vorliegenden Werk kritisiert der ehemalige Journalist und französische Fallschirmjäger die üblichen Verdächtigen: Nicht nur die Deutschen samt Bundeswehrführung, Politik und Öffentlichkeit, sondern die gesamte westliche Welt. So schreibt er über den Afghanistaneinsatz.Doch Scholl-Latour kritisiert, um aufzuklären. Er legt scheinbar der gesamten Welt einen Spiegel vor, er hinterfragt auch dort, wo es weh tut und bisweilen nicht die political correctness gebietet.

Persona non grata
Aber Scholl-Latour weiß um seine Person, der Persona non grata. Er sieht sich selbst als notorischen Störenfried", der zu Fernsehdiskussionen eingeladen wird.
Auffallend: Im Gegensatz zu seinen beiden letzten Büchern Russland im Zangengriff" und Weltmacht im Treibsand" poltert er weniger stark gegen die Etablierten der Welt. Fast entschuldigend schreibt er: In diesem Sinne mache ich mich an eine Veröffentlichung, an einen Essay", der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und bewusst auf die individuelle Beurteilung ausgerichtet ist."

Denn noch in Russland im Zangengriff" drohte er schelmisch, dass alte Herren nichts mehr zu verlieren hätten. Sein Buch gliedert sich in vier Kapitel: USA, Mittlerer Osten, Fernost und die Achse Deutschland/Frankreich. Natürlich gibt er den Irakkrieg verloren - wie in den Vorgängerbüchern auch: In Bagdad ist mehr zu Schaden gekommen als eine verfehlte militärische Planung oder eine politische Utopie. Die hehre Idee einer aus freien Wahlen hervorgegangenen Volksvertretung, das Kernprinzip unserer Demokratie, ist dort vor die Hunde gegangen."

Der brodelnde Orient
Im nächsten Schritt geht er auf den Orient und den internationalen Terrorismus ein. Er kritisiert, dass immer wieder von einer Bekämpfung des Terrorismus gesprochen wird, obwohl dieser eine Methode des Kampfes" sei und er als ...greifbarer Gegner gar nicht identifiziert werden" könne. Zudem erteilt er eine Absage an die Türkei hinsichtlich einer Aufnahme in die Europäische Union - Kultur und Größe des Landes am Bosporus würden dem zuwiderlaufen. Außerdem befinde sich der Staat in einer Re-Islamisierung.

Weltmacht China
Die aufstrebende Weltmacht China lobt er und relativiert die Geschehnisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Den USA gibt er in einer potentiellen Auseinsandersetzung mit dem Reich der Mitte keine Chance: Wer in Vietnam zum wenig rühmlichen Rückzug durch die Zwerge" von Hanoi gezwungen wurde, sollte jede Absicht aufgeben, gegen eine Milliarde Chinesen und die unermesslichen Weiten ihrer Volksrepublik militärisch vorzugehen."

Deutsch-Französische Achse
Den Schlussakkord setzt das Kapitel über die deutsch-französische Achse. Scholl-Latour, der Deutsch-Franzose, sieht Deutschlands Zukunft im engen Schulterschluss mit dem linksrheinischen Nachbarn. Dies betrifft besonders die Außen- und Sicherheitspolitik. Interessant: Atomwaffen für Deutschland und Einsatz präemptive Schläge im Notfall - allein oder im Zusammenwirken mit der grande nation.

Sprachliche Schoten und Kabinettstückchen bietet auch dieses Buch wieder. Er vergleicht japanische Offiziere mit gestiefelten Katern, Fidel Castro lässt er als Don Quichotte gegen Windmühlen anrennen und Selbstmordattentäter sind für ihn mörderische Todesengel".

Kurzum: Fans von Scholl-Latour werden das Buch verschlingen und Kritiker haben wieder etwas zu meckern.
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Scholl-Latour unternimmt in seinem neuesten Buch eine Tour de Force entlang jener verborgenen politischen, ökonomischen, religiösen und ethnischen Kraftlinien, die die geopolitischen Entscheidungen der Machtzentren in weit höherem Maße beeinflussen, als diese oft zuzugeben bereit sind.
Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Besonders die deutsche Politik, aber auch die deutsche Medienlandschaft erscheinen unter seinem Blick in keinem günstigen Licht - bestenfalls provinziell. Scholl-Latour verfolgt die Verschiebung des geschichtsmächtigen Fokus innerhalb der letzten fünfzig Jahre in Verbindung mit einem "Erlöschen des Willens europäischer Selbstbehauptung" mit Sorge. Er vertraut der Verlässlichkeit kultureller Gemeinschaft und gemeinsamer geopolitischer Interessen weit mehr als der zweifelhaften Sicherheit einer ausufernden Europäischen Union. Peter Scholl-Latour rechnet mit dem Ernstfall. Atombomben in den Händen so genannter "Schurkenstaaten", Terrorismus auch in Deutschland, deutsche Frontstellung in den verschiedensten Krisengebieten der Welt, auch mit den USA divergierende Interessen hinsichtlich einer globalen Energie-, aber auch Sicherheitspolitik. Aufkommt die gespenstische Vision einer an den harten Realitäten vorbeimanövrierenden deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Den Schrecken einer nuklearen Proliferation, den Anforderungen asymmetrischer Kriegsführung, der Tatsache eines weltweit erstarkenden islamischen Galubens- und Lebensgemeinschaft, die ihre Identität zunehmend in der aggressiven Ablehnung westlicher Werte formuliert, lassen sich mit "Klimaschutz und moralisierendem Zureden", so Scholl-Latour, sicher nicht adäquat begegnen.
Er plädiert denn auch für ein auch militärisch starkes Kern-Europa, dass vor allem Deutschland und Frankreich zu einer Atommacht vereint, die den Zustand militärischer Selbstkastration und die Abhängigkeit von Amerika zu Geschichte werden ließe. Scholl-Latour schließt seine Sammlung Essays mit der vernünftigen Botschaft des alten de Gaulles, eine "Ehe" Deutschland und Frankreichs zu befürworten, wenn das Schicksal es so wolle. Sonst drohe Europa der Rückfall in die Bedeutungslosigkeit wie zu Zeiten Alexanders, als von Europa als "Wälder jenseits des Fensters" der Weltgeschichte die Rede war.
Sascha Löschner
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Augenöffnende Lektüre 14. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Wer auf hohem Niveau interessant und sachlich fundiert, kompetent und unterhaltsam, uneitel belehrend und lebendig unterrichtet werden möchte über die globalen Zusammenhänge in Politik und Strategie rund um den Erdball, der greife zu diesem Buch. Der Autor nimmt den Leser mit auf die vielen Reisen, die ihn als Journalist und Zeitgenossen in einer Lebensspanne von mehr als 60 Jahren (zum Teil mehrmals) in alle Länder der Welt und zu Begegnungen mit erstaunlich vielen relevanten Politikern und Zeitkritikern geführt haben. Dabei zeigt sich, dass er ein waches Gespür hatte für sich anbahnende Krisen, so dass er immer wieder zur rechten Zeit am rechten Ort war. Mit wachem Blick registriert er Phänomene, die er als Anzeichen zukünftiger Entwicklungen zu deuten weiß, zumal er aus verblüffend-umfassendem kulturell-religiösem Hintergundwissen Motivationen wahrzunehmen vermag, die sich vielen anderen Beobachtern nicht erschließen, die gleichwohl aber das heutige und künftige Zeitgeschehen nachhaltiger mitbestimmen, als vielen einleuchten will. Man muss dem Autor beipflichten: "Die schnöde materielle Profitgier der Globalisierungsgemeinde unserer Tage koinzidiert und überschneidet sich mit der Wiedergeburt ehrwürdiger, immer noch furchterregender Mythen aus fernster Verganganheit" (S. 199). Und man erkennt: Erst ein tieferes Eintauchen in das kulturell-religiöse Gedächtnis der Völker und die bessere Kenntnis des in ihm auch angelegten Konfliktpotentials ermöglicht ein angemesseneres Verstehen der Gegenwart und der in ihr sich anbahnenden Zukunft.
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Scholl-Latour : Zwischen den Fronten
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Veröffentlicht am 10. April 2009 von Manfred Schrade
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