Ich habe "Zwischen allen Stühlen" ausgepackt, zu lesen begonnen und nach 24 Stunden (mit Unterbrechungen) war ich fertig. Es liest sich flüssig, ist endlich mal ein Bericht ohne Beschönigunge.
Ein wahrer Briefwechsel zwischen zwei MS-kranken Frauen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen im ersten Teil: Teilweise sehr spezielle Tips, die hilfreich für Betroffene sein können, an manchen Stellen hätten sich die Autorinnen hier das Anreißen von Behandlungsmöglichkeiten (Z.B Alternative Medizin, Physiotherapie) sparen können - es geht nämlich nicht über ein Anreißen hinaus, und das hat mir nicht wirklich viel gebracht.
Der zweite Teil besteht aus weiteren Briefen, allerdings von Bekannten und Behandlern: Betroffenen, einem Neurologen, einer Therapeutin. Dies fand ich sehr nützlich und ausgesprochen spannend, hier gehen die Briefe viel spezieller auf Gefühle und Veränderungen im Umfeld ein. Ich hätte mir hier viel mehr Briefe mit viel mehr Meinungen gewünscht.
Lesenswert, aber vielleicht nicht unbedingt DAS Buch zu MS, wenn man nach Fakten und Behandlungsmöglichkeiten sucht.
Ich denke aber, so war dieses Buch auch nicht gemeint.
Auf jeden Fall ist "Zwischen allen Stühlen es wert, gelesen zu werden!