Kurzbeschreibung
Dabei bietet Kenia sehr viel mehr als das. Die verschiedenen Nationalparks laden gerade dazu ein, diese auf geführten Safaris zu erkunden. Die Vielfalt der unterschiedlichen Landschaften und der grandiosen Tierwelt in Verbindung mit Aufenthalten in festen Lodges oder in komfortablen Zeltcamps hinterlassen unbeschreibliche, nachhaltige Bilder, an die man sich gerne erinnert.
Der Autor hat die Geschehnisse einer Safari in seiner Reisebeschreibung festgehalten, in der Hoffnung, dass sie andere Menschen erkennen lässt, dass Kenia mehr ist, als nur ein Land der Strände.
Aus dem Inhalt:
„Als wir Narok, den Hauptort des Landes der Massai, erreicht haben, liegen rund 200 Kilometer dieser Teufelsstraße hinter uns. Wir spüren bereits den Schmerz, den jeder geschundene Nerv im Körper auslöst. Doch bis zum Tagesziel erwarten uns noch weitere, zermürbende einhundertsechzig Kilometer.
Im Ort herrscht ein reges Treiben. Die vielen, vorbeieilenden Menschen erinnern an Ameisen, die scheinbar kreuz und quer ihren Wegen folgen und doch einem bestimmten Ziel entgegenstreben.
Eine nur spartanisch bekleidete, barbusige und barfüßige junge Frau schreitet dicht an unserem Fahrzeug vorbei. Ihre Bekleidung besteht nur aus einem am unteren Saum schräg geschnittenen ledernen Rock, der schon über den Knien endet. Um den Hals trägt sie eine dünne, handgefertigte Massai-Kette, an der eine große Sicherheitsnadel befestigt ist. Ein breites, geflochtenes Seil, welches sie ebenfalls um ihren Hals gelegt hat und das knapp über ihren Brüsten endet, vervollständigt die Oberbekleidung. In zwei in das Seil eingearbeitete Schlaufen hängen mehrere eiserne Ringe.
In je einem von ihnen sind kunstvoll angefertigte Halterungen, in denen riesige, gefährlich aussehende Stoßzähne eines Warzenschweins ihre Befestigungen finden, so eingehängt, dass sie rechts und links neben den zugegeben wohlgeformten Brüsten herabbaumeln.
Ihr Bauch wird von mehreren Reihen hervorstehender Verzierungen geschmückt, deren Erstellung bei der wie eine Kriegerin wirkenden, jungen Schwarzen höchsten Schmerz und tapferstes Verhalten hervorgerufen haben muss. Die schöne, trainiert aussehende Wilde, trägt ein sehr gepflegtes, funktionstüchtig aussehendes Gewehr, welches sie an einem breiten Riemen über die linke Schulter geworfen hat. Ihre rechte Hüfte ziert ein großes Kampfmesser, welches in einem um die Hüften gewundenem Patronengürtel hängenden Schaft steckt. Ihre Erscheinung lässt nicht das Gefühl aufkommen, dass man sie zur eigenen Freundin hätte haben wollen. Es sei denn, man sucht nach einem persönlichen Bodygard, der Schutz und Sicherheit garantiert. Wir schauen ihr nach, bis sie in der Menschenmenge entschwunden ist.“
