Kurzbeschreibung
Diese weitgehend aus der Sicht der baltischen Länder geschriebene Studie ist ein gewichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion um Interkulturalität und europäische Integration. Ein informatives Buch auch über Geschichte und Mentalität der baltischen Länder für jeden, Forscher oder Reisenden, der ein tieferes Verständnis nicht nur der heutigen Veränderungen in diesen Ländern, sondern auch der historischen und sozialen Hintergründe sucht, die hinter den ihm im Alltag begegnenden unterschiedlichen Anschauungen und Denkweisen stehen. Unter dem Eindruck jahrhundertelanger Fremdherrschaften wurde die Frage nach der kulturellen Identität im Baltikum zur Überlebensfrage. Dennoch wird heute in der Diskussion um die Entwicklung Osteuropas der "Weg nach Westen", nach "Europa" allgemein begrüßt. Winfried Berndt verläßt die Stereotype der allgemein herrschenden Sichtweise, um sie im kulturgeschichtlichen Zusammenhang aus einer breiteren Perspektive zu verstehen. Seine Studie betrachtet die auf altes eurasisches Kulturerbe zurückgehenden Überreste kultureller Vielfalt als Bereicherung und Ausgleich zu weltweiter Vereinheitlichung.Windfried Berndt studierte in Freiburg/Breisgau Erziehungswissenschaft und Interkulturelle Pädagogik. Von 1993 bis 1999 lebte er überwiegend in Estland, unterrichtete Deutsch als Fremdsprache an Schulen und der Universität Tartu. Von dort aus erforschte er das Baltikum, lernte Estnisch, übersetzte und beschäftigte sich mit anderen finnougrischen Kulturen, zu deren Vertretern er in Tartu enge Kontakte pflegt.
Autorenportrait
Windfried Berndt studierte in Freiburg/Breisgau Erziehungswissenschaft und Interkulturelle Pädagogik. Von 1993 bis 1999 lebte er überwiegend in Estland, unterrichtete Deutsch als Fremdsprache an Schulen und der Universität Tartu. Von dort aus erforschte er das Baltikum, lernte Estnisch, übersetzte und beschäftigte sich mit anderen finnougrischen Kulturen, zu deren Vertretern er in Tartu enge Kontakte pflegt.