2000 jährt sich zum fünften Mal der Todestag von Michael Ende, einem der einfallsreichsten Märchenerzähler der modernen deutschsprachigen Literatur. Wer kennt denn nicht den Kampf des tapferen Mädchens Momo gegen die Zeitdiebe? Wer kann sich nicht an die turbulenten Abenteuer und den schwierigen Weg zur Selbstfindung von Bastian Balthasar Bux erinnern? Wer hat sich nicht wenigstens ein Mal im surrealistischen Labyrinth des Spiegels im Spiegel verloren? Wer hat nicht Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer auf ihren Reisen die Daumen gedrückt? Wer hat sich nicht in die stimmungsvollen märchenhaften Landschaften der Phantasie von Michael Ende entführen lassen? Bilder und Gestalten, die inzwischen zum kulturellen Allgemeingut geworden sind, das weit über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinausreicht.
Der vorliegende Band versteht sich als eine kritische Hommage für einen Autor, der die Phantasie nicht nur für schriftstellerische Zwecke zu instrumentalisieren, sondern sie auch authentisch zu leben wusste.