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von Jürgen Habermas
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Ein Bewußtsein von dem, was fehlt: Eine Diskussion mit Jürgen Habermas von Michael Reder |
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Der Mensch neigt heute immer mehr dazu, nicht nur die ihn umgebende Natur, sondern auch sich selbst und insbesondere seinen Geist als etwas (natur-)wissenschaftlich Analysier- und damit letztlich Verfügbares zu betrachten. Die Fähigkeit zur Selbstobjektivierung, letztlich DAS Erbe der Aufklärung, droht in eine ungebremste Selbstinstrumentalisierung des Menschen umzuschlagen, wie sie z.B. manche Vertreter der Biogenetik zumindest implizit bereits propagieren. Gleichzeitig gewinnen Glaubensgemeinschaften und ihre Überzeugungen immer mehr an Einfluss, kulturell ebenso wie politisch.
Jürgen Habermas stellt sich nun die Frage, wie die Philosophie geistiges Kapital aus dieser Entwicklung schlagen kann, sprich: welche Ansätze einer konstruktiven Kritik an der nachmetaphysischen westlichen Moderne religiöse Überlieferungen bieten. Damit stellt er das -- von ihm selbst mit- und weiterentwickelte -- aufklärerische Weltbild nicht insgesamt in Frage, sondern versucht, auch die aktuelle Renaissance der Religionen für diesen Entwicklungsprozess nutzbar zu machen, indem er Aspekte religiöser Überlieferungen gegen die szientistischen Exzesse der Gegenwart ins Feld führt. Vor voreiligen Schlüssen sei also gewarnt: Habermas ist keineswegs vom Glauben an die Vernunft abgefallen, nur weil er in der Religion nach philosophisch "verwertbaren" Gehalten sucht.
Die Aufsätze des Bandes bewegen sich im Dunstkreis dieser Fragestellungen, ohne eine systematische Abhandlung zu bilden. Die Überschrift des ersten Abschnitts formuliert selbst bereits die philosophische Position, mit der wohl die meisten Leser Jürgen Habermas verbinden dürften: "Die intersubjektive Verfassung des normengeleiteten Geistes". Es folgt der Teil "Religiöser Pluralismus und staatsbürgerliche Solidarität", der den zentralen Text "Religion in der Öffentlichkeit" enthält. Unter "Naturalismus und Religion" findet sich eine brillante Studie zu Kants Religionsphilosophie, in der Habermas u.a. Kants Warnung vor einer "religiösen Philosophie" bekräftigt, die sich bei Begrifflichkeiten der Religion bedient, "um sich von der Strenge diskursiven Denkens zu dispensieren". Unter der Überschrift "Toleranz" schließlich reflektiert Habermas u.a. die Grenzen des Multikulturalismus und -- höchst aktuell -- die Notwendigkeit von Integration. Prägnant formuliert er den unlösbaren Zusammenhang zwischen Grundlagen und Grenzen der Toleranz: "Die kulturellen Berechtigungen und Ermächtigungen finden ihre Grenze an den normativen Grundlagen der Verfassung, aus der sie sich rechtfertigen." Für klare Positionen ist Jürgen Habermas ja bekannt. -- Roland Große Holtforth, Literaturtest
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