Der Autor beschreibt mit hohem Detailierungsgrad in diesem (ersten) Band seine Erlebnisse von 1938 bis 1943. Wie auch bei Rehfeldt 'Mit dem Eliteverband des Heeres Großdeutschland tief in den Weiten Russlands' gibt der Autor präzise seine täglichen Erlebnisse wieder. Während Rehfeldts Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig ist, kommt Knoblauchs Art zu berichten ungleich gefälliger daher und man empfindet von Anfang an eine gewisse Sympathie mit dem Autor. Der Inhalt ist im Klappentext hinreichend dargestellt, deshalb sei nur auf folgende Besonderheiten hingewiesen:
Interessant und recht ausführlich beschrieben ist die Zeit unmittelbar vor dem Westfeldzug. Der Leser bekommt einen guten Eindruck von den unzähligen Scharmützeln am Westwall und den zu diesem Zeitpunkt schon stattfindenden Aufklärungsunternehmen einschließlich Opfer. Während des Westfeldzuges war der Autor an der (lange Zeit) ruhigen Saarfront eingesetzt, so dass man hier nicht auf die Schilderung der ganz großen Schlachten hoffen sollte. Sehr interessant aus heutiger Sicht ist jedoch die Darstellung der vom Autor durchgeführten Aufklärungsunternehmen ' mit dem Fahrrad.
Detailliert, aber nie langweilig, beschreibt der Autor dann seine Zeit zur Ausbildung als Fernaufklärer in Großenhain. Nachdem Knoblauch an die Front nach Smolensk versetzt wird, wird das Buch nochmals spannender. Die überaus gefährlichen Einsätze werden fast schon minutiös beschrieben, wobei die Aufgaben nicht nur in der Aufklärung bestanden, häufig, teilweise regelmäßig, ' insbesondere im Winter 41/42 - griffen die Besatzungen direkt in das Kampfgeschehen ein. Gerade diese Schilderungen sind bspw. viel genauer als in den beiden Erhard Jähnert Büchern. Dem Leser wird deutlich, welch enorm wichtige Rolle die Fernaufklärung spielte, vor allem aber ' das war mir bisher nicht klar ' welche großen Opfer die Besatzungen brachten. Hier erreicht das Buch dann auch seine besondere Authentizität. Dem Buch ist ein umfangreiches Personenverzeichnis beigefügt, aus welchem sich nicht nur Dienstgrad etc. ergeben; sondern auch das weitere Schicksal. Man kann also bei fast jeder angesprochenen Person nachschauen, wie es dieser weiter ergangen ist und wird feststellen, dass lediglich eine Handvoll Kammeraden das Glück Knoblauchs hatten, den Krieg zu überleben.
Insgesamt ein absolut lesenswertes Buch in einem guten Schreibstil, höchst detailliert und spannend mit umfangreichem und gut erläutertem Bildmaterial.