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Zwischen Krieg und Terror: Der Zusammenprall von Islam und westlicher Politik im Mittleren Osten [Gebundene Ausgabe]

Ulrich Tilgner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. Oktober 2006
VOM SONDERKORRESPONDENTEN DES ZDF FÜR DEN MITTLEREN OSTEN. DIE HINTERGRÜNDE DES ISLAMISCH-WESTLICHEN KONFLIKTS.

Weder Militärs noch Diplomaten haben die Krisen im Mittleren Osten noch unter Kontrolle. Nur jenseits militärischer Aktionen und Angriffsdrohungen gibt es einen Weg, gemeinsam eine friedliche Entwicklung ohne Gewalt zu fördern. Ulrich Tilgner, Journalist vor Ort, über eine Region zwischen Krieg und Frieden.

Der uralte Kampf zwischen Morgenland und Abendland droht wieder aufzubrechen – mit gefährlichen Konsequenzen für den Weltfrieden. Mit ihrem Krieg gegen den Terror haben insbesondere die USA jene Geister gerufen, die sie eigentlich schwächen und vernichten wollten. Diese These vertritt der Journalist Ulrich Tilgner, der seit über 25 Jahren aus der Region berichtet und tiefe Einblicke in die sensibelsten Bereiche orientalischer Politik hat. Ob er die Auseinandersetzungen um das iranische Atomprogramm beleuchtet, das Wiedererstarken der Taliban in Afghanistan beschreibt oder den drohenden Bürgerkrieg im Irak, überall, wo die USA den Konflikt eskalieren lassen, beschleunigen sie die Radikalisierung und Re-Islamisierung der Gesellschaft. Viele Gläubige im Mittleren Osten sehen in der amerikanischen Konfliktstrategie einen Versuch, den Islam insgesamt zu schwächen. Damit spielt jede Form der Eskalation den radikalen Kräften in die Hände, die im aufbrechenden Kulturkampf den Islam um jeden Preis vor westlichen Wertvorstellungen schützen wollen. Dialogbereite Kräfte verlieren an Bedeutung. Die Gefahr, dass sich mit jeder militärischen Aktion der Terrorismus ausbreitet, da er idealen Nährboden findet, kann, so Tilgner, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Deshalb plädiert er für den Dialog zwischen den Kulturen, um die Probleme eines komplexen Modernisierungsprozesses im Mittleren Osten zu bewältigen, ohne uralte Abwehrmechanismen neu auszulösen.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1. Aufl. (16. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570009327
  • ISBN-13: 978-3570009321
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 402.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Neues hat Ulrich Tilgner kaum zu berichten. Seine Schuld freilich ist das nicht. Die Diagnose des ZDF-Journalisten, der uns seit einem Vierteljahrhundert über die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten auf dem Laufenden hält, ist durchweg stimmig: Die Radikalisierung der fundamentalistischen Kräfte im Islam auf der einen, und die Hilflosigkeit des Westens im "Krieg gegen den Terror" auf der anderen Seite verstärken sich gegenseitig. Nachdem es eine ganze Weile so aussah, als sei wenigstens der Krieg gegen die afghanischen Taliban gewonnen, gewinnt deren Widerstand im Herbst 2006 neue Dynamik und setzt die im Land befindlichen NATO-Truppen zusehends unter enormen Druck. Der Irak droht nach dem Sturz des diktatorischen Regimes Saddam Husseins im Chaos zu versinken. Man kann es drehen und wenden wie man will: Im Irak stehen die USA und ihre Verbündeten vor ähnlichen Problemen wie in den sechziger Jahren die Amerikaner in Vietnam. Und als sei dies alles nicht schon mehr als genug, droht auch der Atomstreit mit dem Iran zu eskalieren. Die Liste ließe sich fortsetzen.

"Solange die US-Regierung im Einsatz der Streitkräfte den 'Grundstein für den Frieden der kommenden Generationen' sieht", resümiert Tilgner, "wird in der islamischen Welt die Ablehnung dieser Art der Politik wachsen." Nicht nur im Nahen und Mittleren Osten mache man sich so mehr Feinde als Freunde. Ziel müsse deshalb nicht die Fortsetzung oder Verbesserung der bisherigen Politik, "sondern deren rigorose Veränderung sein". Eine Grundvoraussetzung für eine tatsächlich friedensstiftende Politik nicht nur in der Region sei ein wirklicher Dialog der Kulturen. Einem solchen Dialog den Weg zu bereiten, dessen ist sich der Autor dieses lesenswerten Bandes durchaus bewusst, ist gewiss keine einfache Aufgabe. Doch besteht dazu keine wirkliche Alternative. -- Hasso Greb

Pressestimmen

„Unkenntnis verhindert Dialog. Tilgner listet Widersprüche, Missverständnisse, Feindschaften, leere Versprechungen und Kurswechsel vergangener Jahrzehnte auf und verdeutlicht die Konzeptlosigkeit vieler Akteure.“ (Schwäbische Donau-Zeitung)

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5.0 von 5 Sternen Hervorragendes und spannendes Buch 7. Februar 2007
Von Xerxes
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe viele Bücher zum Thema Naher Osten gelesen und stamme selber aus der Region. Bei den meisten Büchern mußte ich feststellen, dass eine typisch einseitige Sichtweise verwendet wird. Platte Vorurteile werden da herangeführt als Argumentation unbd man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Autoren keine Ahnung über die wirklichen Begebenheiten vor Ort haben.

Nicht so dieses Buch. Herr Tilgner schreibt nicht nur fundiert und detailliert über die Situation, sondern erstellt auch Verknüpfungen zu Prozessen, die lange Zeit zurückliegen, aber deren Konsequenzen entscheidend mit zur heutigen Situation beigetragen haben.

Dadurch entsteht ein vielschichtiges Argumentationsgebilde, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Viele Dinge und scheinbar nichtige historische Begebenheiten werden so für den Leser klarer in Bezug auf den Zusammenhang mit heutigen Verhaltensmuster der dortigen Menschen und Regierungen.

Da ich selber oft in den Ländern dieser Region bin und selber einige Erfahrungswerte dort gesammelt habe, kann ich vielen Punkten und Schlüssen dieses Buches nur zustimmen. Sie sind scharf und präzise analysiert.

Alles in allem eines der besten Bücher, die ich zu dieser Thematik in letzter Zeit lesen durfte: Fundiert, ausgewogen, gut dargestellt und spannend.

Ein sehr gelungenes Werk, das ich daher nur weiterempfehlen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre 8. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch eröffnet einem sehr anschaulich wie verstrickt die Sachlage im mittleren Osten ist. Obschon ein Update wieder fällig wäre (Erscheinung des Buches ist ja auch wieder etwas her) ist es nach wie vor ein super Fundament, um das Verständnis für diese Kriege zu erlangen. Nach diesem Buch gehen einem die Augen erst richtig auf und man kann Zusammenhänge erkennen und verstehen, die bei der Tagesschau im TV gänzlich fehlen.
Ulrich Tilgner ist nicht nur ein ausgezeichneter Sachverständiger, sondern auch ein grossartiger Schreiber! Besten Dank für dieses wertvolle Buch.
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5.0 von 5 Sternen Wertvolle Hintergrundinformationen 28. Februar 2013
Von John
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Ulrich Tilgner ist ein langjähriger Journalist, der viele Jahre überwiegend aus Nah- und Mittelosten recherchiert und berichtet hat. In diesem Buch präsentiert er sein Wissen aus vielen Gesprächen vor Ort sowie aus einschlägigen Dokumenten und bewertet die komplexen Situationen in diesen Ländern oft anders aber überzeugender als die Politiker Die Naivität der westlichen Staatsmänner gegenüber dem Osten ist erschreckend und führt zu kostspieligen und sinnlosen Kriegen.
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