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Berlin 1920. Otto Matuschewski entschließt sich 14jährig, der Enge der Kreuzberger Wohnung zu entfliehen, und richtet sich in einem Kohlenkeller ein. Seine Jugend wird bestimmt von Mißerfolgen bei allen Versuchen, mehr als Mittelmaß zu sein in der Schule, im Beruf oder beim Boxen. Doch mit 23 Jahren nimmt sein Leben eine Wende: er begegnet Margot, der Frau seines Lebens. Die Nestwärme, die ihm ihre weitverzweigte Familie schenkt, entschädigt ihn für die Entbehrungen der Vergangenheit. Aber schon bald wendet sich das Blatt erneut.
Die Nationalsozialisten übernehmen die Macht und führen Deutschland in den Abgrund. Otto, einst Mitglied im republikanischen »Reichsbanner«, und Margot, als »Vierteljüdin« den Repressionen des Staates ausgesetzt, gehören schon früh zu den Leidtragenden. Doch was ist ihr Leid gegen das Schicksal so vieler Freunde und Verwandter, die im Krieg umkommen, vertrieben werden oder im KZ enden? Zwischen Kahn und Kohlenkeller ist eine mitreißende Familiengeschichte, die das Berlin der »kleinen Leute« von der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs authentisch und zugleich voller Erzählfreude und Humor schildert.
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Warum es nicht die Höchstwertung gibt?
Ottos Tagebücher über die Bootsfahrten haben mich doch ziemlich gelangweilt.
Seine Frau (Manfreds Mutter) Margot bleibt sehr blaß.
Die Verwandtschaft ist sehr unübersichtlich, zumal auch noch viele Vornamen doppelt vorkommen (Berthold, Friedel ...).
Ich hätte mir eine Übersichtskarte mit einem Stammbaum gewünscht, da ich zum Schluß kaum noch den Überblick hatte.
Bemerkungen aus heutiger Sicht wirken sehr deplaciert (..."wenn es damals schon Schulpsyhologen gegeben hätte, so hätte ein solcher [dies und das] erkannt" oder "später sollten Soziologen ein solches Verhalten kontraproduktiv nennen ..."
Das wirkt ein bißchen wie die Draufsicht eines Insektenforschers.
Für "Manfred-Fans" trotzdem lesenswert!
Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Roman, bei dem auch die Zeitgeschichte nicht zu kurz kommt.
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