ja, der harrer war mitglied der nsdap, auch der ss, das waren die herren von braun und porsche auch und sie gelten noch immer als volkshelden (als deren entschuldigung wird vorgetragen, sie wären bloße technokraten gewesen). in gegensatz zu den aktivitäten der genannten herren, hat der heinrich harrer keinen größeren schaden angerichtet, weder waffen gebaut, noch zwangsarbeiter verwaltet. dass er als folge seiner hochzeit mit der tochter von alfred wegener auch noch schwager des reichsstatthalters der steiermark wurde hat er hingegen live nicht mehr erleben können, da war er schon in indien interniert. auch das nicht ablegen der ideologischen prägungen seiner jugendzeit, welche ihn den abschluss seines studiums, wie auch die teilnahme an der nanga-barbat expedition ermöglichten, können zwar hinterfragt werden, ob dies jedoch einen ausreichenden grund zum schreiben dieses buches darstellt sei selbst zu hinterfragen, wobei mögliche andere kritikpunkte zu harrer , wie auch zum autor des buches g. lehner von den weiteren rezensionen eingehendst beleuchtet werden, somit darauf an dieser stelle nicht mehr eingegangen werden muss. wertfrei betrachtet gibt das buch keine weiteren einblicke auf harrers lebenswerk als bergsteiger und forscher, bei welchem das ergebnis zu zählen hat und nicht unbedingt die initialen beweggründe dazu, wobei ihm zugebilligt werden muss, dass der siebenjährige aufenthalt in tibet ein näheres, direktes empfinden der geschehnisse in europa verhindert hat, diese bestenfalls virtuell wahrgenommen wurden, daher kein ergebnis im sinne des autors zustande kommen konnte. diese psychologische facette bleibt jedoch im buch unberücksichtigt.