Seine satirisch angehauchten Kurzgeschichten aus der Provinz hat Fritz Tietz wohl kaum in seinem Geburtsort Bielefeld beobachtet. Mittlerweile lebt der freie Journalist in der Nähe von Hamburg in der Nordheide. Was dort auf dem flachen Land los ist und welch kuriosen Menschen man in der niedersächsischen Provinz begegnet, das lässt sich in Tietz' neuem Buch „Zwischen Gourmetstation und Suppenhaarmuseum" nachlesen. 37 Kurzgeschichten hat er augenzwinkernd in der für ihn typischen humorigen Art und Weise niedergeschrieben. Dabei geht er existenziellen Lebensfragen auf den Grund; zum Beispiel ob die Herrensockenindustrie ihre Waren mit eingebautem Verschleiß produziert und ob die großen Monster-Brötchen tatsächlich in nordafrikanischen Brötchenschmierereien belegt werden. Tietz serviert heitere Alltagsgeschichten in appetitlichen Häppchen - und das sehr genüsslich. (jgw)