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Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg Gebundene Ausgabe – 23. März 2011

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 662 Seiten
  • Verlag: Oldenbourg Wissenschaftsverlag (23. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 348670401X
  • ISBN-13: 978-3486704013
  • Größe und/oder Gewicht: 17 x 4,8 x 24,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 220.774 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Andreas Rose lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

1976 in Recklinghausen geboren, hat er in Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte, Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Öffentliches Recht studiert. Ferner studierte er am King's College in London Imperial and Commonwealth History sowie War Studies und Modern History an der Universität Oxford. 2008 wurde Andreas Rose an der Universität Augsburg mit einer Arbeit zur britischen Außen- und Sicherheitspolitik im Vorfeld des Ersten Weltkrieges promoviert (summa cum laude).

Andreas Rose arbeitete zunächst im Rahmen eines Post-Doc-Projektes unter der Leitung von Stig Förster an der Universität Bern, bevor er 2010 an die Otto-von-Bismarck-Stiftung nach Friedrichsruh bei Hamburg wechselte. Seit Oktober 2010 ist er Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. D. Geppert) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Geschichte Großbritanniens und Deutschlands. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Diplomatie- und Politikgeschichte, sowie der Militär- und Marinegeschichte und der Geschichte der politischen Ideen. Gegenwärtig arbeitet er an einer Geschichte der FDP und des bundesrepublikanischen Liberalismus sowie an einer Studie zur Wiederbelebung der EU in den 1980er Jahren.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"...eine durchdringende Analyse der britischen Außenpolitik mit dem Ergebnis ihrer Neubewertung.(...)...Roses These sollte von der Forschung ernst genommen werden und zur kritischen Diskussion auffordern." Henning Köhler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2011 "Eine ebenso erhellende wie glänzend geschriebene, überaus ertragreiche Studie, die einen wesentlichen Beitrag zur Neubewertung und Neueinschätzung der europäischen Politik vor dem ersten Weltkrieg liefert." Das Historisch-Politische Buch, Heft 6/2011 "Rose hat in seiner sehr detaillierten Arbeit dem Vorabend des Ersten Weltkriegs eine neue Fassette verliehen (...) ." epoc, Ausgabe 6/2011 "Methodisch wird mit diesem Buch die Bedeutung von Medien und Ideen für die Internationale Geschichte unterstrichen und die Rolle des Staates und seiner Akteure im öffentlichen Raum gewinnbringend ausgelotet." Militärgeschichtliche Zeitschrift, Heft 2/2011

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andreas Rose, geboren 1976, ist Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn. Seine Dissertation wurde mit dem Forschungspreis der Universität Augsburg ausgezeichnet.



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Theis am 12. Juni 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Unter der Vorraussetzung dass sich der Leser mit der deutsche Geschichte von 1870 bis 1914 schon in groben Zügen beschäftigt hat, ist das Buch sehr leicht zu verstehen bzw. gut zu lesen. Dass Herausragende an dieser Arbeit ist, dass der Autor wahrlich jede (!) seiner Aussagen mit sehr vielen Zitaten von vielen damaligen führenden Zeitzeugen (u.a. Grey, Hardinge) belegt. Es kommt im Buch dadurch u.a. klar zum Ausdruck, dass die Hinwendung Englands zu Frankreich (1904) und Russland (1907) nicht als Reaktion auf eine - wie von der bisherigen deutschen Geschichtsschreibung behauptet - zu starke Aufrüstung des deutschen Kaiserreiches (u.a. Flottenrüstung), sondern als Reaktion auf ein für England zu schwaches Deutschland zu verstehen ist. England ging nämlich auf Nummer sich bzw. strebte die alsolute eigene Sicherheit an, so dass es die Strategie des Balance of Power aufgab und sich mit der mächtigsten Allianz des Kontinents (Frankreich und Russland) verbündete. Es wird zudem aufgezeigt, dass Kaiser Wilhelm nicht der Elefant im Porzellan-Laden war und nicht generell Verhandlungen mit England ablehnte. Zudem wird im Buch deutlich, dass es Deutschland den Engländern niemals Recht machen konnte. Es wurde nämlich von den Engländern - insbesondere von der englischen Presse - generell unterstellt, dass Deutschland hinterlistig sei und England angreifen wolle. Diese nicht enden wollenden Pressekampagnen der großen englischen Pressebarone begrenzte den Handlungsspielraum der englischen Regierung gegenüber der deutschen Regierung zusätzlich enorm.
Das Buch hat nur ein Manko: Es ist hinsichtlich der Seitenzahl viel zu teuer.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Oxensepp am 9. Dezember 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Wer die Vorgeschichte des ersten (und auch des zweiten!) Weltkrieges verstehen möchte, für den ist dieses hervorragende Werk unbedingt zu empfehlen.

Zugegeben, zunächst scheint es um eine lange zurück liegende Epoche zu gehen. Aber es wird in sehr gut verständlicher und keineswegs langweiliger Weise dem Geschichtsinteressierten klar, welche machtpolitischen Interessen im ersten Teil des letzten Jahrunderts in Europa herrschten. Zwar steht - dem Titel entsprechend - in erster Linie die Politik der Briten im Vordergrund, aber auch die bi- und multilateralen Beziehungsgeflechte werden im Hinblick auf britisches Kalkül und Reaktion ausführlich berücksichtigt.

Unter anderem erschließt sich aus dem Buch, dass die Briten eine schon fast paranoide Furcht vor Machtverlust, insbesondere als vorherrschende Seekriegsmacht vor allem im europäischen Teil des Nordatlantiks einschließlich Nord-und Ostsee hatten - und zwar speziell durch und infolge des Aufstieg des ehemaligen Vielvölkergewirrs in Mitteleuropa zum schnell erstarkenden Deutschen Reich. Die britischen Inseln liegen immerhin gegenüber der Deutschen Bucht. Zu Deutschland verfestigte sich daher alsbald eine geradezu phobische-panische Abneigung, nicht zuletzt auch wegen einiger Ungeschicklichkeiten der deutschen Politik und Diplomatie. Es war danach beinahe zwangsläufig, dass diese Gemengelage auf kurz oder lang zu einem Krieg führen musste - den man seinerzeit durchaus noch als "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" (Clausewitz) ansah.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von KiAc am 18. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Andreas Roses Werk beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des ersten Weltkrieges aus britischer Sicht.
Von der wachsenden Macht der britischen Presse auf politische Entscheidungen, über die akute Angst der Briten ihre Vorherrschaft auf See zu verlieren, bis zu den Flottenprogrammen der Royal Navy, beschreibt er Großbritanniens Rolle im Konzert der Großmächte.
Für den geschichts- und politikinteressierten Leser ist das Buch unbedingt zu empfehlen. Es ist ausführlich und hervorragend geschrieben, ohne sich unnötige Längen.
Mit 68,90€ hat die gebundene Ausgabe zwar einen stolzen Preis, ist ihr Geld aber absolut Wert. Allerdings würde ich meinem Vorrezensenten SysTin zustimmen, dass ein Lesezeichen eine schöne Aufmerksamkeit gewesen wäre.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Elisabeth Schopp am 23. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Der Eindruck, den das 650seitige Werk von Andreas Rose beim Leser hinterlässt, ist zwiespältig. Einerseits wird eine Unmenge an Fakten, Meinungen, zeitgenössischen Ver-lautbarungen etc. mitgeteilt und anhand dieses Materials die bisherige einseitige Geschichts-darstellung korrigiert, andererseits ist dem Autor am Ende vor lauter Bäumen der Wald aus dem Blickfeld geraten. Allein die Liste der benutzten Literatur füllt 32, das Personen-verzeichnis weitere 16 Seiten. Man hätte dem Autor raten sollen: Weniger ist mehr!
Denn die in diesem Buche angehäufte Fülle an Informationen führt m. E. zu drei bedauer-lichen Mängeln.
1. Die Detailverliebtheit des Autors erschwert es sehr, die durchaus brisanten und treffenden Hauptaussagen zu entdecken. Man muß mit dem Textmarker in der Hand das Buch wohl zweimal lesen, um Roses Kernthesen herauszupräparieren.
2. Diese Unschärfe bei der Strukturierung des Stoffes, verursacht von der Überfülle des verarbeiteten Materials, führt daher zu Lücken und Ungleichgewichten. So wird z. B. der deutsch-russische Vertrag von Björkö von 1905 mit keinem Wort erwähnt, obwohl er bei seinem (von Frankreich verhinderten) Inkrafttreten die machtpolitische Stellung Englands grundlegend verändert und vermutlich den Ersten Weltkrieg verhindert hätte.
3. Der Autor beschließt sein Werk mit dem Jahr 1909, lässt also die wichtigen Jahre bis 1914 außer Betracht. Hätte Rose seine 650 Seiten auf etwa 200 Seiten eingedampft, dann hätte er noch genügend Raum und Zeit gehabt, um diese Jahre seinem Werk hinzuzufügen.
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