oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Jetzt herunterladen
 
Kaufen Sie das MP3-Album für EUR 9,89
 
 
 
 
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 

Zwischen Den Runden

Kettcar Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,51 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 6 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Freitag, 24. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Kaufen Sie das MP3-Album für EUR 9,89 bei Amazon MP3-Downloads.


Hinweise und Aktionen


Kettcar-Shop bei Amazon.de

Musik

Bild des Albums von Kettcar

Fotos

Abbildung von Kettcar

Videos

Erkenschwick

Biografie

Der Neue ist da

...und er hat seine Stöcke dabei!

kettcar hat einen neuen Schlagzeuger. Er heißt Christian Hake und ist kein Unbekannter: Er kommt aus Hamburg und viele kennen ihn als Musiker von Home of the Lame und der Olli Schulz Band.
"Wir proben intensiv die neuen Stücke, das alte Repertoire sitzt schon und ich freue mich auf die ersten gemeinsamen ... Lesen Sie mehr im Kettcar-Shop

Besuchen Sie den Kettcar-Shop bei Amazon.de
mit 11 Alben, 3 Fotos, videos, Diskussionen und mehr.

Wird oft zusammen gekauft

Zwischen Den Runden + Du und Wieviel Von Deinen Freunden(10 Jahre Deluxe + Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen
Preis für alle drei: EUR 42,49

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Audio CD (10. Februar 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Grand Hotel Van Cleef (Indigo)
  • ASIN: B006JXW276
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.746 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Reinhören und MP3s kaufen

Titel dieses Albums sind als MP3s erhältlich. Klicken Sie "Kaufen" oder MP3-Album ansehen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Rettung 3:26EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  2. Im Club 3:54EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  3. Schwebend 3:11EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  4. R.I.P. 3:09EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  5. Kommt ein Mann in die Bar 3:49EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  6. Weil ich es niemals so oft sagen werde 3:37EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  7. Schrilles buntes Hamburg 3:10EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  8. Nach Süden 3:32EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  9. In deinen Armen 3:19EUR 0,99  Kaufen 
Anhören10. Der apokalyptische Reiter und das besorgte Pferd 2:58EUR 0,99  Kaufen 
Anhören11. Erkenschwick 3:38EUR 0,99  Kaufen 
Anhören12. Zurück aus Ohlsdorf 3:24EUR 0,99  Kaufen 


Produktbeschreibungen

motor.de

Wo Melancholie aufhört und Hoffnung anfängt, war Kettcar noch nie so wichtig. Ihr viertes Studioalbum "Zwischen den Runden" will Trost spenden und zieht mit Streichern und Bläsern in den Kampf. (Foto: Andreas Hornoff) Der Vorgänger "Sylt" war eine Kampfansage gegen Champagner-Gesellschaft und Kapitalismus. "Zwischen Den Runden" ist nun eine Liebesbekundung an das Leben. Doch um das Leben lieben zu lernen, müssen viele Probleme überstanden werden. Einige können schnell gelöst werden, andere aber Narben hinterlassen und sich zu einem Kampf mit sich selbst entwickeln. Dass diese genauso schmerzlich wie wichtig sein können, ist auch den Hanseaten bewusst. So wird diese hoffnungsbringende Aussage musikalisch verpackt wie wir es von Kettcar erwarten würden – eben doch melancholisch und nachdenklich. Das könnte daran liegen, dass sich Kettcar schon immer im Hin und Her zwischen absoluter Lebensbejahung und rationaler Befremdlichkeit befanden. Die Wut der letzten Platte ist verflogen oder sie hat ihr Ventil gefunden – der Fokus liegt nun auf Menschlichkeit. Wenn im Vorgänger noch der Finger in die Wunde gelegt wurde, wird diesmal Trost gespendet. "Kommt zusammen nach schlaflosen Nächten / zusammen nach letzten Gefechten / im allergrößten Club der Welt" heißt es im befreiend soul-angehauchten Song "Im Club". Träume können platzen, doch sind wir damit nicht allein, teilt uns Marcus Wiebusch mit, nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. Im dazugehörigen Video, im Stil einer Nachrichtensendung, sehen wir deshalb neben den Bandmitgliedern 200 Portraits von Fans, welche im Zuge eines Aufrufs von Kettcar für die Produktion des Clips eingesandt wurden. Kettcar - "Im Club" "Das ständige Umfallen / das ständige Aufstehen" zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte – nicht als Parole, eher im Subtext. Die Hamburger gehen dementsprechend ruhig und besonnen an die Platte, es klingt stellenweise jazzig bis soulig und die Streicher- und Bläserarrangements verleihen den ehrlich-emotionalen Texten eine Portion Hoffnung. Ansonsten haben es Kettcar nicht darauf angelegt, mit neuem Stil zu überraschen: die Melodien sind so, wie wir sie von ihnen erwarten – grundmelancholischer Poprock, der den Blick nach vorn wagt. Nur wenige Songs riskieren es vom Altbewährten abzukommen, eine Ausnahme ist der Song "Schwebend", der – von einem Klavier getragen – federleicht durch eine sphärische Klangwelt von Streichern fliegt und säuselt. Nicht minder ausgeschmückt sind ihre Texte, so darf es nicht verwundern, wenn sich eine Reihe von Kriegsmetaphern durch die einzelnen Tracks zieht. Sie bieten der Kampfansage die nötige Unterstützung. Nicht das Offensichtliche ist maßgebend, viele Interpretationen werden zugelassen, jede einzelne Geschichte könnte die eigene sein: Tod, Liebe, Hoffnung, Menschlichkeit – es sind die Dinge, die uns alle bewegen. Wenn wir der Freundin das Erbrochene aus den Haaren pulen und sie trotzdem lieben ("Rettung"), oder der Wunsch nach Ferne – verbildlicht durch die kuriose Reise einer Gans, die mit dem alten Leben abschließen möchte, es dennoch nicht schafft und am Ende wieder zurückkehrt ("Erkenschwick"). Auch Kunst und Kultur finden Erwähnung im Lobgesang auf "Schrilles, Buntes Hamburg", in dem der Zusammenhang zwischen Kunst und Vermarktung mit den kritischen Worten "Es muss immer alles komplett verwertet werden / wenn es komplett verwertet werden kann" beschrieben wird. Kettcar - "Schrilles, Buntes Hamburg" Müsste ein Ort bestimmt werden, an dem die Platte ihre beste Wirkung entfaltet, wäre es die Kneipe. Zum Tanzen ist die Platte zu ruhig, zum Kuscheln zu tiefsinnig. Die Texte wollen wachrütteln, und erklären Ereignisse das Lebens in erschreckend einfacher, wie überraschender Form. Das Für und Wider schlägt sich auch in einem selbst wieder. Stimmt ein letzter pathetischer Song den finalen Ton an, möchte man entweder sofort sein eigenes Leben mit all den geplanten Projekten in die Hand nehmen oder darüber sinnieren. "Zwischen den Runden" heißt in sich gehen und entspannen. Jeder Schritt zurück ist ein Schritt nach vorn. Wenn es scheint als sei niemand mehr da, gibt es immer noch jemanden, der dir vertraut: Kettcar. René Tauschke VÖ: 10.02.2012 Label: Grand Hotel Van Cleef/Indigo Tracklist: 01. Rettung 02. Im Club 03. Schwebend 04. R.I.P. 05. Kommt Ein Mann In Die Bar 06. Weil Ich Es Niemals So Oft Sagen Werde 07. Schrilles, Buntes Hamburg 08. Nach Süden 09. In Deinen Armen 10. Der Apokalyptische Reiter Und Das Besorgte Pferd 11. Erkenschwick 12. Zurück Aus Ohlsdorf

Produktbeschreibungen

CD

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wein auf Bier 14. Februar 2012
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Mit Sylt musste ich damals auch erst per Du werden. Waren die ersten beiden wie aus einem Guss, so war Sylt "eckiger"-anders.
Warum es in der menschlichen Natur zu liegen scheint, in der Regel neue, ungewohnte Sachen vorläufig abzulehnen, verstehe ich nicht- kann mich aber gleichzeitig auch nicht davon frei machen. Auf Konzerten sind die neuen Songs immer die unbeliebtesten.
Schwer ist besonders der Vergleich zum Vorgänger- wenn Sylt ein herbes Bier war, dann ist z-d-R halbtrockener Wein.
Seicht, streicher- und klavierlastig ist der erste Eindruck, der auch nach Tagen bleibt. Für meinen Geschmack ist das ein bißchen viel, war das Thema doch mit "Fliegende Bauten" ordentlich ausgereizt. Aber die Songs sind musikalisch gut, kantenlos und eingängig. Das ganze Album scheint ohne Wut auszukommen und es scheint, als hätten die Jungs mit den Jahren irgendwie ihren Frieden mit der Welt gemacht. Das ist aus But alive- Sicht natürlich ein undenkbarer Zustand.

"Schrilles, buntes Hamburg" ist das erste und einzige Stück der Platte, wo der Zug überhaupt mal ins Rollen kommt. Und das Banjo ist zwischen den Bläsern und Streichern auch herzlich willkommen.
Ansonsten ist es müßig sich zu einzelnen Liedern auszulassen, da sie eigentlich alle in Fahrtrichtung gucken. Pure Geschmackssache.
Drei Dinge seien doch erwähnt: bei "Erkenschwick" kann Reinhard Mey einpacken. Letzte Ausfahrt vor Schlagerhausen.
Textlich hinkt z-d-R den Vorgängern in Punkto Liebe fürs Detail eindeutig hinterher.
Neben der Begeisterung über die Sabberfäden in "Rettung", ärgere ich mich z.B. jedes Mal über das Wort "Rettungssanitäter", das auffällig platt gereimt daher kommt. Das ist sicherlich Erbsenzählerei, aber ich stelle fest, dass es sowas bisher einfach nicht gegeben hat.
Und: leider kann man sich erstmals hier und da nicht des Gefühls erwehren, Kettcar hätten sich bei sich selbst bedient.
Beispiel: "Im Club" könnte in den ersten Strophen ein langsamer Bruder von "wir werden nie enttäuscht werden" sein.

Wem Kettcar den Soundtrack des eigenen Lebens schreibt, den wird stören- da stimme ich einem Vorschreiber zu- dass der Hörer nun nicht mehr konsequent "in die Mitte genommen" wird. Das muss bei Themen wie Krebs, Tod und Hospiz allerdings kein Nachteil sein.
Apropos Hospiz: unerklärlich, warum die 3 Extratitel der weißen Scheibe es nicht auf die Schwarze geschafft haben- sind sie doch chrakaterstark und fast typischer als die meisten anderen.

Aber was heißt schon typisch? Alle Songs sind herzlich eingeladen typisch zu werden und zu den guten alten Freunden zu gehören.
Es ist schließlich ein neues Kettcar-Album und wir haben lange drauf gewartet- schonmal gut, dass es endlich da ist.

**Edit 21.04.2012
Mit gemischten Gefühlen zum Konzert nach Wolfsburg gefahren- mit breitem Grinsen wieder zurückgekommen. Begeisterung und Erleichterung auf ganzer Linie.
Was für ein Abend.
Alle Trümpfe gezogen.
Und der Plan ging auf: die neuen Lieder fügen sich so gut wie nahtlos zwischen die alten "Bretter". Sicher: die Landungsbrücken bleiben die Landungsbrücken. Aber live, nicht studiomäßig steril und clean, und vor allem von depressiv lähmenden Streichern befreit, waren die Neuen fast nicht wieder zu erkennen. So funktioniert die Platte endlich.
Die CD eignet sich zum Texte lernen- aber Kettcarsongs gehören nunmal in die freie Wildbahn.
Danke Jungs- geht also doch noch!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Runde Selbstmitleid 19. Februar 2012
Von derisoner
Format:Audio CD
Das neueste Album, das kettcar seinem Publikum präsentiert kommt mit dem vieldeutigen Titel 'Zwischen den Runden' daher. Hier werden 12 Musikstücke geboten, wenn man nur Standard CD greift. Diverse Deluxe-Sets und Vinyl-Ausgaben bieten noch Bonustitel an.
Viel Zeit ist vergangen, seitdem 'Sylt' in den CD-Spieler gespült wurde und durchaus zu überzeugen wußte. Hier wurde viel Neues ausprobiert und diese Versuche dürfen mit Recht als geglückt angesehen werden. Insgesamt ein düsteres Album - insofern war die Spannung einigermaßen groß, wie sich kettcar auf dem nächsten Album geben würden. Inzwischen haben sie ja wie so viele Bands einen Teil ins feste Programm übernommen, ohne den heutzutage kaum noch eine Bühne auszukommen scheint: Kaum ein Konzert ohne unplugged-Teil und/oder Streicher. Auf kampnagel gab es ein ganzes Konzert, das nach diesem Konzept aufgezogen wurde und insgesamt ging dieses Konzept auch auf.

Nun aber nun zu der neuen Scheibe!

01 - Rettung

Das Lied geht in den ersten Takten im bewährten kettcar-Rhythmus los und dann plätschert es vor sich dahin. Knapp eine halbe Minute vor dem Ende die ersten Streichereinsätze - noch eher zaghaft. Textlich wird nichts Außergewöhnliches geboten - wir befinden uns in der ersten der drei Kategorien, die die Stücke des Albums bestimmen: Liebe - Freundschaft - Weltschmerz.

02 - Im Club

Die Geschwindigkeit wird zunächst etwas angehoben, aber auch hier wird klar, wo die Reise hinführt: Auf anderen Alben würde das Lied als Akustik-Track durchgehen - Die erneuten Streicher nach der ersten Minute (sind die eigentlich echt oder von ROLAND!?) untermauern diese These.
Dieses Mal sind sie jedoch aufdringlicher eingesetzt und bleiben bis zum Ende des Titels erhalten.

03 - Schwebend

Tempo zurück. Melancholisches Klavierintro. Das könnte also was werden, aber dann kommt nach einer Minute der Refrain und zieht die fix aufgebaute Stimmung nach unten. Die berühmten Geigen kommen diesmal etwas später, passen zu dieser langsamen Nummer schon gut, können ja aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich das Lied zu sehr in sich selbst verliert.

04 - R.I.P.

Der (neue) Schlagzeuger darf nun wieder mitmachen und es geht los. Die E-Gitarren haben kettcar bisher konsequent beiseite gelassen und verlassen sich auf ihre Fingerfertigkeiten.
Die Strophen gehen noch in Ordnung, aber auch hier muß leider gesagt werden: Was für ein furchtbarer Refrain!
'Wenn das der Frieden ist, mußt Du den Krieg nicht noch erfinden/ laß niemals Krieg sein.'
Herr Wiebusch - das ging früher aber schon mal besser.1991 hieß es unmißverständlich und eindringlicher: 'Was dieser Frieden verdient, ist Krieg!' und am Ende: 'denn ich krieg keinen Frieden.'
Heute wird diese klare Botschaft nicht in ausgefeilte Wörter verpackt (was absolut in Ordnung wäre - man entwickelt sich ja weiter), sondern in eine massentaugliche Platitüde gezwängt. Schade!

05 - Kommt ein Mann in die Bar

Nach circa einer Minute fragt man sich, was diese langen Sätze in einem Musikstück zu suchen haben. Geschichten erzählen - ja. Aber bitte auf den Punkt kommen und zur Melodie passend singen.
Die musikalische Reise, die hier begonnen wird, müssen kettcar leider alleine antreten. Ich bleibe derweil am Bahnhof stehen, schaue den sich durch die Reifen beißenden Hunden zu und warte auf die nächste Nummer.

06 - Weil ich es niemals so oft sagen werde

Nun werden sie mutiger und lassen das Lied direkt mit den Geigen starten. Fängt das Lied schon eher langsam an, wundert es, daß das Tempo zwischendurch sogar noch einmal rausgenommen wird.
Mit dem gesungenen Satz ''und wo bleiben die Geigen?' eben diese noch einmal aufspielen zu lassen, erinnert mehr an einen musikalischen Witz der Besten Band der Welt, aber haben kettcar so etwas nötig? Sie können lustig sein - aber muß es denn so plump sein?

Nun sind wir bei Titel 06 angelangt und erst nach wiederholtem Hören kann festgestellt werden: Ja, es sind sechs verschiedene Lieder gewesen. Dieser Eindruck kann sich sehr schnell ändern, wenn man sich auch nur einen Hauch ablenken läßt. kettcar machen Musik zum Nachdenken und nicht als Hintergrundgedudel beim Bügeln. Aber dennoch darf schon etwas mehr Abwechslung nach ungefähr 25 Minuten erwartet werden.

07 - Schrilles buntes Hamburg

Elektrotöne zum Einstieg. Das kennen wir bereits von den Vorgängern, insbesondere von 'Sylt'. Das bringt doch schon mal eine zumindest musikalische Neuorientierung. Schön! Zudem treffen wir auf einen endlich mal kritischen Titel. Die Strophen gehen gut durch, doch auch hier macht der Refrain keinen Spaß. 'Es muß immer alles komplett verwertet werden, was komplett verwertet werden kann.'
Das ginge in Ordnung und klingt bei Marcus' Gesang auch so, wie man ihn kennt. Bis heute wartet man jedoch leider vergebens auf mehr. Da muß einfach mehr verwertet werden - der Mann ist doch voller Worte, denn so unfaßbar toll ist die Formulierung dann wieder nicht, daß sie für sich stehend reicht.
Und was ist das am Ende? Ein Auf einer elektrisch verstärkten Gitarre geschrabbeltes Riff? Schön zu wissen, daß sie es noch können!

08 - Nach Süden

Akustik-Klampfe, rollendes Schlagzeug. Fast befinden wir uns in einer Jazznummer. Zumindest textlich schaffen kettcar es hier, das halbwegs abzuliefern, was sie sonst ausmacht: Geschichten erzählen. 'Nach Süden' ginge als Nummer zum Runterbringen in Ordnung - dazu hätte man sich aber mit den ersten sieben Titeln nach oben schaufeln müssen. Wenigstens die getragene, düstere Stimmung kommt gut rüber.

09 - In deinen Armen

Auch hier fällt auf, daß in die Länge gezogene Relativsätze nicht so recht auf eine Musik-CD passen. Nicht mal auf einer derart gebremsten.
In wessen Armen auch immer der Erzähler hier verweilt, es muß ihn deprimieren oder zumindest träge machen. In diesem Lied passiert musikalisch wie textlich' wenig. Da bleibt dann zumindest nicht viel zum Kritisieren.

10 - Der apokalyptische Reiter und das besorgte Pferd

Hier kommt von Beginn an Schwung in den Laden. Endlich auch mal gelungene Wortspiele, interessante sprachliche Bilder und ein zum leichten Mitstampfen einladender Rhythmus.
Das zeichnet kettcar aus, das haben sie raus: Nicht sofort erkennen lassen, worum es geht. Schade, daß dieser Titel erst der zweite ist, der zu überzeugen weiß und mit unter drei Minuten zugleich auch noch der Kürzeste ist.

11 - Erkenschwick

Marcus Wiebusch hat sich früher einmal mit einer Gitarre und einem Rekorder bewaffnet und ein Solo-Tape aufgenommen. Das Ergebnis ist ihm recht schnell unangenehm gewesen, ist ja aber auch schon lange her. Hier klingt es anfangs so ähnlich und das klingt an und für sich auch gut, aber wir nähern uns nicht nur dem Ende von 'Zwischen den Runden', sondern auch dem generellen Problem der Platte:

Solche Stücke sind gut für Unterbrechungen im eigentlichen Fluß des Albums. Bisher hat sich aber noch kein richtiger Fluß herausgebildet. Also gehen wir die Sache von der anderen Seite an:
Wir haben es hier mit einer eher akustisch geprägten Low-Tempo-Scheibe zu tun, auf der es kurze Unterbrechungen (Titel 7 und 10) gibt. Das könnte gut gehen, dafür müßten die ruhigen Nummern aber abwechslungsreicher gestaltet sein. Sowohl musikalisch als auch erzählerisch.

12 - Zurück aus Ohlsdorf

Der zweite Bezug zur Heimat (zumindest im Titel). Das ist erlaubt und paßt zur hanseatischen Band. Auch hier macht die Musik nicht so viel her, die Geschichte ist nett anzuhören, aber für ein Lied einmal mehr nicht so recht tauglich.
Tocotronic sangen ihrer Zeit 'Ich mag Dich einfach nicht mehr so'. Das war etwas eingängiger. Auch kettcar haben mit 'Am Tisch' ein Stück zu einem ähnlichen Thema abgeliefert, das sehr gut funktioniert und zeigt, daß die Band sehr wohl in der Lage ist, mit langsamen Nummern zu überzeugen.

Was läßt sich nun nach 41 Minuten und 12 Titeln abschließend sagen? Die einzelnen Titel sind für sich mitunter schön anzuhören, aber was diese geballte Langeweile soll, erschließt sich dem Hörer nicht.
Wie bereits erwähnt, geben die Stücke für solch eine Sammlung doch zu wenig her und hätten ausgefeilter vorgetragen werden müssen.
kettcar sind nicht ' But Alive und Marcus Wiebusch hat sich schon in den ausgehenden 90ern von einigen Titel ein Stück weit distanziert. Das mag für den Fan schade sein, aber muß akzeptiert werden. Entgegen einer Nummer damals, ist man ja nicht 'Für immer 16'.
Früher waren kettcar befindlichkeitsfixiert. Und das war nicht immer positiv gemeint. Mit dieser Platte haben sie leider zum kompletten Selbstmitleid gefunden.
Es wird gerne die Phrase 'die Band habe sich weiter entwickelt' gebraucht, um den Schritt von linkem Punkrock zu 'Zwischen den Runden' zu erklären. Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Apokalypse, aber enttäuschend 8. Dezember 2012
Format:Audio CD
Nachdem ich heute "Du und wieviel von deinen Freunden" neuentdeckte, wunderte ich mich, nicht das neue Album so genossen haben zu können, obwohl ich ihm ein paar neue Chancen bot. Also ran an die unlängst geplante Rezension:

Ausreichend Rezensionen schlüsseln ja bereits die CD eingehend nach den einzelnen Liedern auf, ich will hier mehr meinen Eindruck ein paar Wochen nach Kauf abgeben:

Ähnlich eines Vorredners schreckt man nach dem ersten Hören davor ab, dies als neues Kettcaralbum zu akzeptieren.
Es ist nicht die Aufnahme- oder Abmischqualität, die mir hier aufstößt, sondern die Texte- sie zeichnen für mich maßgeblich die Musik von Kettcar aus.
Während man sich bei manchen Texten der Interpretationseindeutigkeit auch nach xtem Mal hören nicht zu 100 Prozent sicher sein kann, kann man immer wieder etwas an ihnen finden.
Zwischen den Runden ist aber genau wie sein Titel eher in der Halbzeitpause eines Bundesligaspiels geschrieben worden und vermisst im gesamten die Tiefe, die von den Jungs bekannt ist.
Ein paar Kostproben:
RIP: "Wenn das Frieden ist, lass niemals Krieg sein"
Rettung (Thematik: (nach) gemeinsam durchzechter Nacht) "...ein letzter Blick auf dich und das Bild des Elends. Auf dem Küchentisch dann eine Zeile: Guten Morgen Liebe meines Lebens"
Im Club: Der Titel sagt eig schon alles.
"Nach Süden" und "In deinen Armen" hätten Potenzial, verlieren sich aber beide an aufgesetztem, oberflächlichem Wortgefechtgesülze in der Versuche alte Kreativität zu toppen. Man merkt es einfach schon beim Tracklist lesen, das hier das Albumkonzept etwas entglitten ist. Während mir Sylt auch gerade durch ein paar Experimente sehr gut gefiel (Fake for Real), ist hier - obgleich der Konsequenz, die sich auf den ersten Blick durchs Album zu ziehen scheint - das Aufkochen ein Konzept, das leider nur beim Gulasch schmeckt.
Mit der Zeit habe ich z.B. bei "Schwebend" und "Ein Zimmer" (Bonustrack) Gefallen gefunden, dennoch verfehlt das Album leider den Effekt vorangegangener Werke...
Oder mit ihren eigenen Worten "Vorne stand jemand allein und erzählte etwas hölzern die Geschichte".
Ich hoffe auf's nächste und leg bis dahin erstmal wieder eine Alte Platte auf...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen b
Wie bei den vorangegangenen Bestellungen war alles zu meiner vollsten Zufriedenheit.macht weiter so.Außer das man bei Bewertungen doch so viel schreiben muss! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Schmidt Maik veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen kettcar....was sonst???
einfach eine der besten deutschen bands die es jemals gab. sehr schöne cd!!! poster gab es auch ohne probleme beim konzert dann... einfach spitze!!! weiter so jungs!!!
Vor 12 Tagen von Ivanovich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Rettung
Gute deutsche Musik, kein Mainstream aber trotzdem keine schwere Kost, Kettcar eben wer die Band kennt und mag macht hier nichts falsch.
Vor 1 Monat von Roman K. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Typisch kettcar
Großartiges Album einer großartigen Band!

Vielleicht merkt das der Kluge und der Dumme macht Bemerkungen
Und der eine hält es aus und der andere... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Johannes Wiesehoefer veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Qual der Wahl
Als Fan der letzten drei Kettcar Alben muss ich leider feststellen, dass ich dank des neuen Albums nun die Wahl hab, meinen Kindern abends ein Buch zum Einschlafen vorzulesen, oder... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Mickotronic veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen echtgute musik
ich bin echt sehr zufrieden, genau was man von kettcar erwartet. das album topt zwar nicht das akustikalbum aber ist echt zu empfehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von fr moeller veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Kettcar in Nöten
Jetzt mal ganz ernst: Warum kann man nicht einfach mal damit aufhören jedesmal, wenn das Wort Kettcar fällt, gleichzeitig But Alive in den Mund zu nehmen? Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Jimmy veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Das Album bestätigt leider den ersten Eindruck. Es ist sehr melancholisch, extrem ruhig, kaum mehr rockig angehaucht. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von MvdH veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nunja, mir gefällt nicht, wenn ich den Text nicht verstehe
Ich machs kurz: Die Musik ist insgesamt recht einseitig, man hört kaum einen Unterschied zum vorherigen Titel. Schade! Zudem ist der Text recht schlecht zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Hannah veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Rundes Ding !
Hallo zusammen !
Kettcar liefert wieder wie erwartet beste Musik und griffige, starke Texte. Habt Ihr die Chance, schaut sie Euch live an. Wirklich eine runde Sache...
Vor 11 Monaten von Master-Raul veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de