Ein Buch über die Erfahrungen von sogenannten Tier-Kommunikatoren. Dies ist mein zweites Buch zu diesem Thema, und nachdem ich die Möglichkeit, mit Tieren zu kommunizieren mittlerweile NICHT mehr in Frage stelle, war ich gespannt auf weitere Berichte, Erfahrungen und vielleicht Hilfen, diese Fähigkeit selbst auszubilden.
Insgesamt war ich eher enttäuscht. Das Werk von Arthur Myers ist ganz spannend zu lesen, mit zahlreichen Beispielen und Berichten über die Gespräche mit Tieren. Etwas unstrukturiert im Aufbau zitiert Myers allerdings so viel, dass man oft Schwierigkeiten hat, den jeweiligen Kommentar zuzuordnen. Die Fülle der Berichte, die in sehr kurzen Abständen aufeinander folgen und nicht immer in größeren Zusammenhang gestellt werden, macht das Buch durchaus interessant aber eben auch unübersichtlich.
Außerdem scheint Myers eher von seiner eigenen Suche getrieben zu sein, als von Tierliebe und dem Bedürfnis, Tieren nahe zu kommen. Oft erwähnt er seine eigene Unfähigkeit zu telepathischer Kommunikation, ist immer auf der Suche nach Interviewpartnern, die seinem Bild eines vernünftigen, wissenschaftlich denkenden Menschen entsprechen, beeilt sich dann aber auch wieder zu beteuern, dass er an spirituelle Erfahrungen glaubt.
Von den zitierten Personen gibt es wunderbare, bereichernde Gedanken zu lesen, aber die vorherrschenden Gefühle, die mir von dem Autor vermittelt wurden, waren Faszination, Verwunderung und Zweifel.
Für Leser, die dem Thema besonders skeptisch gegenüberstehen, ist vielleicht Myers in seiner wissenschaftlich neutralen Art eine gute Wahl.
Wen dieses Thema interessiert, dem möchte ich dringend das Buch ans Herz legen, das ich als erstes gelesen habe: „Tierisch gute Gespräche" von Amelia Kinkade. Wo Myers beschreibt, fühlt sich Kinkade ein und wo er informiert, berührt sie die Leser/innen. Amelia Kinkades Buch geht weit über das hinaus, was Myers bietet und ist ein wirklicher Gewinn!