Aus der Amazon.de-Redaktion
Clevere Wendungen in der Handlung und ein überraschendes Ende machen diesen Film zu einem überdurchschnittlichen Gerichtsthriller, der sich die Vorsichtigkeit des amerikanischen Rechtssystems in den Zeiten nach dem Prozess um O.J. Simpson zu nutze macht.
Hier geht es um den Fall eines erfolgreichen Strafverteidigers aus Chicago (Richard Gere), dessen aktueller Klient ein junger Messdiener (Edward Norton) ist, der angeklagt wird, einen katholischen Erzbischof ermordet zu haben. Der Film nutzt seine eigenen manipulativen Mittel um eine Geschichte über Manipulation zu erzählen, und wenn der Zuschauer schließlich erfährt, wer hinter den Kulissen die Fäden in der Hand hält, ist die Auflösung sowohl überzeugend als auch treffend, in Bezug auf die langwierige Debatte darüber, was im amerikanischen Rechtssystem denn nun Wahrheit ausmacht.
Edward Norton gibt hier sein eindrucksvolles Debüt auf der Leinwand, das schließlich zu einer steilen Karriere führte. Seine Darstellung balanciert auf einem schmalen Grat, an der Grenze zur schizophrenen Pathologie. Die Rolle ist ein Paradestück für jeden Schauspieler, und ohne den Bereich des Glaubwürdigen zu verlassen, holt Norton alles aus diesem Part heraus, was nur möglich ist. Gere ist gleichsam überzeugend in seiner Rolle, die Kapital aus seiner wandelfähigen Leinwandpräsenz schlägt. Laura Linney und Frances McDormand haben denkwürdige Auftritte in intelligent angelegten Nebenrollen. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
Der Erzbischof von Chicago wird das Opfer eines bestialischen Mordanschlags. Ein 19-jähriger Ministrant wird festgenommen und der Tat angeklagt. Star-Anwalt Martin Vail ( Richard Gere ) übernimmt seine Verteidigung - zunächst weniger aus Überzeugung, denn aus Publicity - Sucht. Vails frühere Geliebte vertritt die Anklage. Der Prozeß nimmt eine spektakuläre Wendung nach der anderen und wirft alle Strategien, Erwartungen und Manipulationsversuche der beteiligten Personen über den Haufen. Die Frage nach Schuld und Unschuld muß neu gestellt werden und am Ende gibt es nur Verlierer. Fast jedenfalls...
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Ein Film, der aus verschiedenen Gründen Freude macht: Die Darstellung und Anlage der Anwaltsfigur in ihrer Arroganz und Kaltschnäuzigkeit ist von überzeugender Eindringlichkeit, was durch die aristokratische Synchronstimme Richard Geres noch verstärkt wird. Das Handlungskonstrukt bleibt für Viel-Film-Seher vielleicht ein wenig absehbar, vermag aber aufgrund der anderen Qualitäten des Filmes, die hochwertiges Handwerk von der Musik bis zur Ausstattung aufweisen, mitzureißen.
Bild: Die anmorphe Abtastung gibt nicht Allles. Die Schärfe und die Artefaktrate kämpfen mit einem sanften Grundrauschen und obsiegen nicht immer. Wiederum, wie zuweilen bei Paramount, hat die Wiedergabe kleine Problem mit Gesichtern, die leicht instabil und somit etwas schwammig abgebildet werden (01.40.35). Dank des soliden Kontrastes und der feinen Farbsättigung verbleibt aber ein durchaus erfreulicher Bildeindruck.
Ton: Eine vitale Kulisse hat der Film nur in wenigen Szenen zu bieten, da ruhige Momente und Dialoge dominieren. Die Ambienz ist , wenn gefragt, sehr griffig (00.41.15, Kneipe) und seine Effektarmut ist dem Film nicht vorzuwerfen. Die Stimmen sind sehr natürlich voluminiert und der jazzige Score wird in abgerundeter Räumlichkeit präsentiert (01.44.00). Wenig aufregend, aber stimmungsvoll. --movieman.de
VideoMarkt
Der Erzbischof von Chicago wird ermordet aufgefunden. Hauptverdächtiger ist dessen 19jähriger Ministrant Aaron Stampler. Den spektakulären Fall übernimmt Star-Verteidiger Martin Vail, der sich sofort medienwirksam als Einzelkämpfer gegen die Macht der Vorverurteilung in Szene setzt. Anfangs weniger am Schicksal des Häftlings, sondern nur an seiner eigenen Karriere interessiert, gerät Vail dann aber zusehends in den Bann des charismatischen Angeklagten.
Video.de
Dramaturgisch höchst effektiv in Szene gesetzt, ist diese bissige Kritik am amerikanischen Justizsystem ganz auf ihren Star Richard Gere zugeschnitten, der hier als aalglatter Anwalt einen der beeindruckendsten Auftritte seiner Karriere hat. Nicht minder überzeugend ist der junge Debütant Edward Norton, dessen Mimik übergangslos von der eines unschuldigen Kindes zu der eines psychopathischen Killer wechselt. Ein schnörkelloser Krimi mit besten Aussichten.
Blickpunkt: Film
Aus Prestigegründen übernimmt Staranwalt Martin Vail die Verteidigung des mutmaßlichen Mörders an einem Erzbischof. In der Gerichtsverhandlung um den scheinbar schizophrenen Jungen steht er seiner ehrgeizigen Ex-Freundin Jane gegenüber. Dramaturgisch äußerst effektvoller Justizthriller und Moralstudie mit Starbesetzung.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Attraktiv besetzte Mischung aus psychologisch interessierter Moralstudie und Justizthriller.
Kurzbeschreibung
Der Erzbischof von Chicago wird das Opfer eines bestialischen Mordanschlags. Ein 19-jähriger Ministrant wird festgenommen und der Tat angeklagt. Star-Anwalt Martin Vail ( Richard Gere ) übernimmt seine Verteidigung - zunächst weniger aus Überzeugung, denn aus Publicity - Sucht. Vails frühere Geliebte vertritt die Anklage. Der Prozeß nimmt eine spektakuläre Wendung nach der anderen und wirft alle Strategien, Erwartungen und Manipulationsversuche der beteiligten Personen über den Haufen. Die Frage nach Schuld und Unschuld muß neu gestellt werden und am Ende gibt es nur Verlierer. Fast jedenfalls...
Produktbeschreibungen
Schuldig oder unschuldig? Für den gerissenen Chicagoer Anwalt Martin Vail (Richard Gere) ist diese Frage Nebensache. Sein Job ist die Verteidigung - und dass vor allem dann, wenn ein neuer Fall seinen Namen in die Schlagzeilen bringt und seiner Karriere einen steilen Aufstieg verspricht. Gierig nach Publicity übernimmt Vail die Verteidigung des mittellosen, sympathischen Ministranten Aaron Stampler (Edward Norton), der in Verdacht steht, den Erzbischof von Chicago auf bestialische Weise ermordet zu haben. Als Vail sich in das Gefecht gegen die Anklage stürzt, ahnt er nicht, dass er schon bald ein Netz von Korruption und Intrigen aufdeckt. Vail wird durch mysteriöse, raffinierte Fallstricke in die Irre geführt. Die Frage nach Schuld oder Unschuld stellt sich immer wieder auf′s Neue. Bis