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Zwielicht.
 
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Zwielicht. [Taschenbuch]

Celia Fremlin
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 276 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257227310
  • ISBN-13: 978-3257227314
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 753.775 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Celia Fremlin (78), eine der großen britischen Meisterinnen des Psychokrimis, analysiert in ihrem jüngsten Roman Zwielicht weniger ein Verbrechen selbst, als vielmehr die Auswirkungen der Tat auf jene, die völlig unschuldig davon tangiert werden. DieEntwicklung vom scheinbar Normalen bis zur letztlich reinigenden und zukunftsverheißenden Konfrontation mit dem Schrecklichen erzählt Celia Fremlin mit treffender Beobachtungsgabe für zwischenmenschliche Schwierigkeiten, mit raffiniert dosierter Spannungssteigerung und anschaulichen Charakterschilderungen im Rahmen einer ganz unkonventionellen Wohngemeinschaft." (Westfalenblatt)
"Fremlin versteht es, die Verschärfung einer belasteten Beziehung darzustellen, und sie versteht es ganz ausgezeichnet, eine schleichende Atmosphäre düsterer Spannung entstehen zu lassen." (The Times)
"Eine faszinierende sozialpsychologische Studie, durch die wir von einer Expertin geführt werden." (The Observer)

Kurzbeschreibung

Für Alice Saunders bricht eine Welt zusammen. Ihr Mann will sich einer anderen wegen scheiden lassen. Alice muß auf eigenen Füßen stehen, sucht Job und Unterkunft. Letztere bietet ihr die liebenswert-schrullige Pensionswirtin Hetty mit einer heruntergekommenen Mansarde. Die übrigen Pensionsgäste, die Alice allmählich kennenlernt, begegnen ihr teils feindselig, teils hilfsbereit. Etwas Merkwürdiges geschieht, als sie ihre Mansarde renovieren will. Sie entdeckt eine Kiste mit vergilbten Zeitungsausschnitten und Tagebuchaufzeichnungen, die sich - auf den ersten Blick - mit der Zerstörung eines Fledermaus-Biotops befassen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sarahs Bücherwelt TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Alice wird von ihrem Mann für eine andere Frau verlassen. Sie zieht kurzer Hand in eine heruntergekommene Pension. Ihr Zimmer ist feucht, wurde vorher als Rumpelkammer verwendet, vieles funktioniert nicht und die anderen Hausgäste sind mehr als komisch - dafür muss sie jedoch nichts bezahlen. Dort lernt sie nach und nach auch Mary kennen, die sich ihr vom ersten Moment an gegenüber feindselig verhält. Als sie beim Renovieren ihres Zimmers auf alte Zeitungsausschnitte stößt, kommt sie dem Geheimnis von Mary auf die Spur. Es ist ein Geheimnis, das den Tod bringen kann.

Celia Fremlin ist durch zahlreiche Werke, die hauptsächlich im Diogenes Verlag erschienen sind, eine bekannte englische Autorin. Für mich ist 'Zwielicht' jedoch mein erster Fremlin. Der Klappentext machte mich sofort neugierig, und besonders die Aussage des Listener: 'Kluger Witz, kluger Horror....' weckte mein Interesse.

Der Einstieg in die Geschichte ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Erst berichtet Celia Fremlin den Einzug von Alice aus Sicht von Mary. Dabei lernt der Leser eine verängstigte Mary kennen, die sich kaum aus ihrem Zimmer traut. Im Anschluss an das erste Kapitel wechselt die Autorin abrupt die Perspektive und der Leser erfährt nun die komplette Geschichte rund um Alice. Traurig und einfühlsam versucht sie die Gefühlswelt einer verlassenen und stolzen Ehefrau zu beschrieben, die von einem Tag auf den anderen ihren Mann und ihr gesamtes altes Leben verliert. Dies gelingt Celia Fremlin außerordentlich gut. In dieser Perspektive verharrt die Autorin die meiste Zeit des Romans. Lediglich einige, wenige Kapitel werden wieder aus Sicht von Mary oder Cyril beschrieben. Dies wird aber nach wenigen Sätzen immer deutlich, sodass es nicht wie am Anfang, eine leichte Verwirrung gibt.

Der Stil, den Celia Fremlin in diesen Werk, verwendet, ist locker, modern, bildhaft, authentisch und lebendig. Er lässt sich ohne Probleme flüssig lesen, verfolgt dabei einen kleinen, roten Faden, und vermittelt den Inhalt gekonnt. An keiner Stelle wirkte die Geschichte langatmig, übertrieben oder langweilig. Obwohl zu Beginn die Spannung noch sehr mager ist, gelingt es der Autorin durch den flüssigen und leichten Stil zu fesseln.

Während des gesamten Buches fragte ich mich stets, wo nun der angekündigte 'kluge Horror' verborgen sein soll. Horror ist nicht unbedingt gleich Blut, Zombies oder Axtmörder. Zwar ruft der Begriff Horror diese Assoziation hervor, bedeutet aber im Grunde nur Schrecken, Schauder, Gänsehaut, sinnlose Gewalt und panische Angst. Zwar spürt der Leser die Angst, die Mary beherrscht, aber in meinen Augen schafft es die Autorin sie nicht besonders gut zu vermitteln. Zumindest fühlte ich mich diesbezüglich nicht selbst betroffen. Guter Horror versetzt den Leser selbst in diese Gefühlswelt.
Nach und nach erfährt der Leser nun die Beweggründe für ihre panische Angst. Man könnte ihre Geschichte als minimale Form von Horror sicherlich definieren. Allerdings könnte man es genauso gut als Thriller ansehen. Ab dem Punkt, wo der Leser ihre Geschichte erfährt, baut sich die Spannung nach und nach immer mehr auf. Als Leser wusste ich, dass es noch zu einem mitreißenden Schluss kommen würde. Leider wird diese stets durch nebensächliche Handlungsstränge unterbrochen. Zwar bleibt sie im Hintergrund aufrecht erhalten und ich wollte stets wissen, wie es nun weitergeht, aber es sind einfach zu belanglose Nebenstränge, wie zum Beispiel der Unterricht, den Alice gibt, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, oder die Einladung von ihrem Ex-Mann, um noch einige Dinge zu klären. Auf Grund der Einleitung müssen auch diese Handlungen fortgesetzt werden, um die Geschichte gänzlich abzuschließen, aber in einer Kurzform hätte dies auch gereicht.
Im Vergleich zum Anfang und zum Mittelteil ist der Schluss rasant eingeleitet, wird nur durch die anderen Erzählungen, verlängert und binnen weniger Seiten ist es abgehakt. Spannend, aber überraschend kurz. Das Kennenlernen und Anfreunden passiert genauso schnell, sodass es im Vergleich zum sonstigen Alltag, wie ein Wimpernschlag wirkt.

Besonders gut finde ich, dass Celia Fremlin in ihrem Buch einmal auf verschiedene Seiten des Lebens eingeht, wie es sonst wenige Autoren schaffen. Packende Thriller die sich mit der Gefühlswelt von Opfern, Tätern oder Ermittlern beschäftigen gibt es viele, aber wenige befassen sich mit den Emotionen von Familienangehörigen seitens des Täters. Genauso beschreibt sie das Ende einer glücklichen Beziehung, die auf morbiden Humor ihr Ende findet. Diesmal gibt es kein Happy-End, eine neue Beziehung oder ähnliches. Es wirkt dadurch alles so realistisch wie möglich.

Empfehlen kann ich das Buch Leseratten, die gerne einen niveauvollen Thriller lesen möchten, der aber auch andere Themen beinhaltet und nicht durch Brutalität glänzt. Da die vorhandenen Morde nicht ins kleinste Detail beschrieben werden, sondern nur die Brutalität andeuten, können in meinen Augen auch Leser ab 14 Jahren dieses Werk ohne Bedenken lesen.

===Bewertung===
Ich finde die Kombination aus Thriller und Neuanfang gut gewählt und stilistisch perfekt umgesetzt. Das es durch die verschiedenen Protagonisten und Handlungen nicht durchgehend spannend sein kann, nimmt dem Buch jedoch nicht seinen Reiz. Lediglich die abrupten Veränderungen wirken aufgesetzt. Dafür gibt es drei Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von derAiled
Format:Taschenbuch
Man fragt sich natürlich, ob es sich tatsächlich lohnt eine Rezension über einen nicht mehr erhältlichen Artikel zu erstellen. Da kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Da ich jedoch ein grosser Bewunderer Celia Fremlin's Charakterstudien bin, werde ich nun trotzdem einige ihrer Werke beurteilen.
Nachdem ich per Zufall auf Celia Fremlins "Die Stunden vor Morgengrauen" gestossen bin und spontan reingelesen hatte, war mein Interesse geweckt. Ich hatte den Roman innerhalb eines Abends gelesen und war begeistert! Alleine die Tatsache, dass der Roman 1958 geschrieben wurde und somit spektakulärer und moderner als manch anderer Krimi/Psychothriller aus dem 21. Jahrhundert daherkommt, hat mich umgehauen!

Nun zu meiner Rezension zu "Zwielicht":
Ich hatte hohe Anforderungen an den Roman, die leider nicht eingehalten wurden. Natürlich kommt auch dieser Roman von Fremlin im selben Stil wie die Vorgänger daher. Charakterstudie & wahnsinnig tolle Beschreibungsgabe der Autorin beigestern das Auge und Gemüt. Was diesen Roman aber von anderen ihrer Romane unterscheidet ist, dass Spannung und Psychothrill einfach nicht aufkommen wollen/dürfen.. Die Beschreibungen sind viel zu ausführlich und langatmig und viel zu lange geschieht einfach Nichts, nur der ganz normale Alltagstrott. Mit der "geheimnisvollen" Person Imogen konnte ich leider überhaupt nichts anfangen. Sie war für mich einfach eine sehr nervige und undurchsichtige Person in dem ganzen Geschehen und gerade die Annäherung zwischen Imogen und Alice geschah für mich einfach zu plötzlich, was der Glaubwürdigkeit der Geschichte schadet..
Angefangen hat "Zwielicht" vielversprechend, gerade die Beschreibung vom anfänglich glücklichen Leben von Alice und ihrem Partner Rodney zeigt, wie talentiert Fremlin im Formen von glaubwürdigen Beziehungen ist - der Aufbau der Geschichte hätte in meinen Augen jedoch etwas interessanter gestaltet werden können - das Ende ist dann zu abrupt und zu gestellt.

Fazit: Wer Bekanntschaft mit den Werken dieser unglaublich einzigartigen Autorin machen möchte (es lohnt sich!!!), sollte sich "Die Stunden vor Morgengrauen" oder "Die Eifersüchtige" anschaffen, bevor man sich dann eventuell diesem Roman zuwendet!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Phantastisch 21. März 2007
Von Nadine1978 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Alice (eine Frau mittleren Alters) wird von ihrem Mann Rodney verlassen - wegen einer Frau, die schon lange hinter ihm her ist. Alice hat es nicht kommen sehen, denn sie und Rodney haben sich oft gemeinsam ueber die aufdringliche, unbeholfene Verehrerin lustig gemacht.

Nach der Trennung von Rodney zieht Alice in eine Pension und lernt eine Reihe interessanter schrulliger Gestalten kennen, unter anderem das junge Mädchen Imogen, das sich von allen anderen absondert. Allmählich freunden sich Imogen und Alice an.

In ihrem Zimmer findet Alice ein Krimi-Manuskript, das sich spannend liest, ihr aber uebertrieben erscheint wegen zu vieler Morde. Erst von Imogen erfährt sie, dass es das tagebuch ihres Bruders Michael ist - also keineswegs ein Krimi-Versuch, sondern eine Beschreibung seiner Taten... Warum ist Michael zum Mörder geworden, wo ist er nun und was wird aus ihm? So lässt sich die Krimihandlung zusammenfassen.

Aber auch das Drumherum ist interessant - bei einem Besuch bei Rodney und dessen neuer Frau dämmert Alice, dass sie Rodney zurueckgewinnen kann, doch sie entscheidet sich dagegen.

Meine Lieblingsfigur ist Alices Schueler Cecil, ein Junge, der unbedingt Altgriechisch lernen will und seine modernen Eltern, die viel Wert auf "maths and science" und zukunftsträchtige Technologien legen, damit zur Verzweiflung bringt. Dann ist da noch Cecils kleine Schwester Sophie, die von ihrer Mutter ebenfalls zur Technikbegeisterung erzogen wird - d. h. die Mutter versucht es, um zu beweisen, dass die erziehung entscheidend ist und nicht die Veranlagung. Sophie bekommt also keine Puppen, sondern Autos usw. Der intelligente Cecil findet das nicht konsequent, da er auch nicht zum Puppenspielen gezwungen wurde. Die bemuehungen sind uebrigens fruchtlos, denn Sophie behandelt ihren "lieben kleinen Trecker" wie eine Puppe...

Witzig und spannend zu lesen.
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