Loest wird vor allem wegen seiner spaeteren Werken "Voelkerschlachtdenkmal", "Nikolaikirche" oder "Durch die Erde ein Riss" geruehmt. "Zwiebelmuster" gehoert fuer mich zu seinen besten Leistungen. Der Roman schafft es, die beklemmende Atmosphaere der DDR so eindringlich darzustellen, dass es mir mehr als einmal kalt den Ruecken herunterlief. Der endlose Aerger der Tochter, die einen Liebhaber aus Westberlin hat. Die Eltern, die eine Reise ins nichtsozialistische Ausland unternehmen duerfen, und dann doch an der Buerokratie und Willkuer der Behoerden scheitern. (Oder war es schlicht die Unfaehigkeit?) Schonungslos beschreibt Loest, wie ein guter Buerger der DDR zwischen den Raedern des Systems zermahlen wird.