Aus der Amazon.de-Redaktion
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Etwas schärfeschwaches Bild, sehr solider Sound, teilweise interessante Extras.
Bild: Selbst die knalligen Farben kommen nicht sonderlich kraftvoll herüber, da das Bild insgesamt etwas zu weich wirkt. Das stilistische Moment der leichten Überstrahlungen zerrt etwas an den Sehnerven, ist aber kein Masteringfehler. Ansonsten ist das Bild sehr bewegungsstabil und liefert außer merklichen Konturenschatten kaum Artefakte. Die Rauschwerte sind passabel, aber bereits außerhalb des Gut-Bereiches zu bewerten. (Keine Timecodes, da nur Ausschnitte zur Verfügung standen).
Ton: Die Kulisse ist lebendig und arbeitet mit einer sehr handfesten Direktionalität. Der symphonische Score wird in sauberer Durchsichtigkeit serviert und die Stimmen sind klar und sauber voluminiert angelegt. Ein tiefes Bassfundament untermauert die Effekte stimmig.
Extras: Der Kommentar ist weitgehend so belanglos und albern wie der Film, in den entfallenen Szenen findet sich ein nettes Outtake mit Hans Werner Olm in einer Rap-Nummer und das Making Of befasst sich in seinen 16 Minuten hauptsächlich mit dem Set-Design. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Als einer der sieben Zwerge lebt Bubi alias Otto unter Oberzwerg Brummboss friedlich hinter den sieben Bergen. Jenseits der Steinbrücke, tief im so genannten Unterwaldt - Sven Unterwaldt zeichnet als Regisseur sowie, neben Otto Waalkes und Bernd Eilert, als Koautor verantwortlich -, frei von dominanter, besserwisserischer Frauengesellschaft, lassen's die Herren unter ihren kleidsamen Zipfelmützen ruhig angehen. Gegessen wird vegetarisch, den wenigen Befehlen des Chefs - gegen sein Image besetzt: Heinz Hoenig - Folge geleistet und im übrigen Fünf gerade sein gelassen. Bis eines Tages das schöne Schneewittchen an die Tür der Männer-WG klopft und Unterschlupf begehrt. Da ist es plötzlich vorbei mit dem 'Frauen - nein danke!'. Da richten sich die Zipfelmützen steif, pardon steil auf - außer beim Brummboss (das Alter vielleicht?) -, da ist plötzlich allgemeiner Waschtag angesagt und jeder der Herren versucht sich ins rechte Licht zu setzen. Die Hütte wird aufgemöbelt, Schneewittchens Hälfte in schickem Rosa gestrichen. Gemütlich soll sie's haben, diese edle Maid, die zur Freude aller - mit Ausnahme des Kochzwergs Cookie - endlich den Speiseplan mit deftig-knackigen Bratwürstchen (Deutschländer oder Brutzler?) aufwertet. Doch die Idylle währt nur kurz. Dann ist das Schneewittchen wieder weg, entführt von der bösen Königin, die es nicht dulden kann, nicht die Schönste im Land zu sein.
Otto trifft die Gebrüder Grimm - und sorgt für jede Menge Waalk'sches Chaos. Da reimt sich Flokati auf Party, dienen leichte Schläge auf den Hinterkopf als Motivationsschub und darf auch so manch grobe Zote nicht fehlen. Otto hat pausiert, Luft geholt, Deutschlands Comedy-Elite um sich versammelt und 'Bully' Herbig auf seine Facon Kontra gegeben. Wie bei '(T)Raumschiff Surprise: Periode 1' oder 'Der Wixxer' ist auch bei dieser, nicht nur für deutsche Verhältnisse aufwändigen Studioproduktion die Story ein bloßer Leitfaden, eine Richtschnur für eine Abfolge, eine Aneinanderreihung von Gags. Die zünden verschieden gut und verschieden laut, zielen auf ein möglichst breites Publikum. Während die Kleinen über simplen Slapstick, die Tölpelhaftigkeit der Zwerge lachen können, darf sich die Harald-Schmidt-Gemeinde über einen Kurzauftritt ihres Meisters freuen und dessen Ex-Kapellmeister Helmut Zerlett hoch oben auf den Burgzinnen in die Tasten des Keyboards greifen. Gleichzeitig reißt Atze Schröder als Hofnarr Witze über Schwarzhaarige statt Blondinen, spielt Helge 'Doc' Schneider mit Schalk in den Augen das Orakel - 'Herr der Ringe' lässt grüßen - und liefern sich die Hagens, Mama Nina und Töchterchen Cosma Shiva, einen schrillen, ungleichen Zickenkampf.
Das Spiel mit Klischees, die Variation des Altbekannten, das ist Ottos Spezialität. Darauf setzt er in '7 Zwerge - Männer allein im Wald', wie auch auf Nonsens, Kalauer und Wortverdreher, das 'Zitieren' von Blockbustern. Comedy pur wird hier geboten und jedem Zuschauer sein ganz persönlicher Liebling. Ein simples Rezept. Altbekannt - vielleicht. Aber auch überaus erfolgsversprechend.geh.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Aber dann kommt doch eine: Schneewittchen, auf der Flucht vor der bösen Königin. Und die will einfach nur dableiben. Das ist schon schlimm genug. Doch es kommt noch schlimmer! Schneewittchen wird entführt und aus der Männerselbsthilfegruppe wird eine Frauenbefreiungstruppe: Die Zwerge müssen raus aus dem Wald und rein in ein Abenteuer, dass die Gebrüder Grimm sich so nicht hätten träumen lassen.