Ich habe das Buch von einer Bekannten empfohlen und ausgeliehen bekommen. Und jetzt, einen Tag später, habe ich es zu Ende gelesen. Am Ende wünsche ich mir, es wäre noch etwas dicker (nur ca. 190 Seiten), denn die Geschichte und der Erzählstil sind einfach spitze. Die Handlung, eingeteilt in drei Kapitel, fängt gesammelt an, verzweigt sich dann in die Erlebnisse von Max und die Erlebnisse von Ole und Svenja, um dann im letzten Kapitel wieder zusammen zu laufen. Eine spannende Vordergrundsgeschichte, eingerahmt von einer geheimnissvollen Hintergrundsgeschichte um den Tod (Selbstmord, Unfall, Mord ?) von Max' Schwester Miriam. Man merkt dem Buch deutlich an, dass es von Doktoren der Germanistik und Anglistik geschrieben wurde. Auch das Studium der Philosphie von Robert Habeck zeigt sich deutlich. Doch in der Jugendsprache von Max verpackt wird selbst Hegel zum Vergnügen. Dies ist ein Hürde beim Lesen, die man aber schnell überwindet. Insgesamt ist "Zwei Wege in den Sommer" (oder besser: "Zwei Wege ins Leben") ein bewegendes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt, besonders wenn man sich in der gleichen Situation wie der Hauptcharaktere befindet: Man ist jung und fragt sich, wie es weitergeht, welche Ideale die richtigen und dauerhaften sind und was Liebe wirklich bedeutet. 5 Sterne für das beste Buch, das ich seit langem gelesen (oder wie ich es nenne 'gefressen') habe.