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Zwei Fremde im Zug
 
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Zwei Fremde im Zug [Taschenbuch]

Patricia Highsmith , Melanie Walz
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt wenige Autoren, deren Erstlingsroman bereits ihr ganzes späteres Schaffen in nuce enthält. Chandlers Der große Schlaf vielleicht. Oder Günther Grass' Die Blechtrommel. Auch Zwei Fremde im Zug zeichnet sich bereits durch all jene Vorzüge aus, die Patricia Highsmith in ihrem späteren Werk zur Schärfe eines Rasiermessers schleifen wird.

Die Ausgangssituation ist so einfach wie genial: Der junge Architekt Guy Haines wird von einem aufdringlichen Mitreisenden im Zug angesprochen und lässt sich zu einem Abendessen in dessen Erste-Klasse-Abteil überreden. Alkohol macht ihn redselig und er erzählt, dass seine Frau sich gegen die Scheidung wehrt, die er sich so sehnlich wünscht. Im Gegenzug muss er sich endlose Geschichten über das so schreckliche Leben des reichen Bruno Charles anhören, der seiner Mutter verfallen ist und seinen Vater hasst.

Immer wieder versucht Haines, sich zu verabschieden, andererseits kann er sich Charles' vulgärem Charme auch nicht entziehen. Dieser kommt schließlich auf die Idee, ihre beiden Probleme ließen sich doch wechselseitig lösen: Sie müssten nur den Störenfried im Leben des Anderen aus dem Weg räumen -- ein perfekter Mord ohne nachweisbares Motiv und mit wasserdichtem Alibi. Haines winkt angewidert ab und läuft davon. Noch ahnt er nicht, dass er diesen Mann nicht zum letzten Mal gesehen hat.

Allein mit diesem Einfall hat sich Patricia Highsmith einen Ehrenplatz unter den Thriller-Autoren gesichert. Alfred Hitchcock bekam das Buch 1950 kurz nach Erscheinen in die Hände und kaufte sofort die Rechte. In seiner Verfilmung fehlt allerdings der gesamte ethische und ästhetische Diskurs, der den Roman nicht nur zu einem spannenden, sondern auch zu einem tiefschürfenden Leseerlebnis macht. Guy Haines ist eine vielschichtige Figur, die an ihrer eigenen sexuellen und moralischen Orientierungslosigkeit verzweifelt -- einer Orientierungslosigkeit, die von der gesamtgesellschaftlichen Scheinheiligkeit fast zwangsweise verursacht wird. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Die Highsmith-Romane entwickeln eine wahre Sogwirkung. So wie gute Literatur es eben tut. Die Psychologie ihrer Figuren entwickelt sich aus dem Geschehen praktisch von selbst. Das ist eine Kunst, die nur wenige Autoren beherrschen." (Facts)

Kurzbeschreibung

Wissen sie, was? Ich bringe ihre Frau um, und Sie meinen Alten... Kein Mensch weiß, daß wir uns kennen - perfektes Alibi, klar? Kein Motiv. Kein Verdachtsmoment. Jeder wartet, bis der andere nicht zu Hause ist - und dann...Zwei Fremde im Zug entdecken und planen das perfekte Alibi für zwei.
Patricia Highsmiths erster Roman und ihr erster großer Erfolg. Alfred Hitchcock drehte danach einen seiner besten Filme, zu dem kein Geringerer als Raymond Chandler das Drehbuch schrieb.

Klappentext

Wissen Sie was? Ich bringe Ihre Frau um, und Sie meinen Alten... Kein Mensch weiß, daß wir uns kennen - perfektes Alibi, klar? Kein Motiv. Kein Verdachtsmoment. Jeder wartet bis der andere nicht zu Hause ist - und dann...

Zwei Freunde im Zug entdecken und planen das perfekte Alibi für zwei. Zwei Fremde im Zug ist Patricia Highsmith erster Roman und ihr erster großer Erfolg. Alfred Hitchcock drehte danach einen seiner besten Filme, zu dem kein Geringerer als Raymond Chandler das Drehbuch schrieb. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Patricia Highsmith (geboren am 19.1.1921, Fort Worth/Texas, gestorben 4.2.1995, Locarno, begraben in Tegna/Tessin) wuchs in Texas und New York auf. Studium der Literatur und Zoologie. Erste Kurzgeschichten an der Highschool, erster Lebensunterhalt als Comictexterin, erster Welterfolg 1950 mit ihrem Romanerstling "Zwei Fremde im Zug", dessen Verfilmung durch Alfred Hitchcock sie über Nacht weltberühmt machte.Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem Zuger Übersetzer-Stipendium und 2001 mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk. 2009 erhielt sie den Blue Metropolis Literary Grand Prix.

Auszug

Der Zug jagte dahin in einem zornigen, unregelmäßigen Rhythmus. Er mußte von jetzt an öfter und an kleineren Stationen halten, wo er ungeduldig einen Augenblick warten würde, bevor er wieder auf die Prärie losging. Daß man vorwärtskam, war kaum zu merken. Wie eine leicht geschüttelte braunrosa Decke wellte sich die Prärie. Je schneller der Zug fuhr, desto übermütiger tanzten die Wellenlinien.

Guy löste seinen Blick vom Fenster und ruckte sich wieder in den Sitz zurück.

Bestenfalls würde Miriam die Scheidung hinauszögern wollen, dachte er. Vielleicht war sie auch nur auf Geld aus. Ob sie sich überhaupt jemals auf eine Scheidung einließ?

Vor Haß konnte er schon nicht mehr klar denken ... Was in New York noch ganz einfach ausgesehen hatte, erschien jetzt dunkel und ausweglos. jetzt, wo er auf dem Weg zu Miriam war, spürte er bereits ihre Nähe. Eine ungesunde Hitze ging von ihr aus, wie von der Prärie draußen - böse und erbarmungslos.

Automatisch griff er nach einer Zigarette, wobei ihm zum zehntenmal einfiel, daß er im Pullman nicht rauchen durfte; trotzdem nahm er sie. Er klopfte mit der Zigarette auf das Glas seiner Armbanduhr - es war 5 Uhr 12, als ob das heute wichtig wäre! -, steckte sie sich in den Mundwinkel und ließ das Streichholz in der linken Hand aufflammen. Er behielt die Zigarette in der Hand und rauchte mit langen, stetigen Zügen. Als er wieder einen Blick aus dem Fenster warf, sah er plötzlich sein Spiegelbild. Eine Ecke seines Hemdkragens war hochgerutscht, was ihm das Aussehen eines jungen Mannes aus dem letzten Jahrhundert gab; dazu paßte auch das schwarze Haar, das hoch und weich den Kopf bedeckte und hinten fest anlag. Das Haar und der Schnitt der langen Nase verliehen dem Gesicht einen Ausdruck von Intensität und Vorwärtsdrängen, obwohl die starken, geraden Augenbrauen und der Mund, von vorn gesehen, Ruhe und Zurückhaltung ausdrückten. Er trug schlechtgebügelte Flanellhosen, eine dunkle Jacke, die lose auf dem leichtgebauten Körper hing und rötlich schimmerte, wenn das Licht darauf schien; dazu einen tomatenroten, nachlässig gebundenen Wollschlips. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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