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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
...wer liebt hat Recht...,
Rezension bezieht sich auf: Zwei Frauen (Taschenbuch)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch war, als ich das Buch in der Hand hielt. Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, und das auch noch von einem männlichen Autor?Gelesen habe ich es trotzdem - zum Glück, denn bereits nach wenigen Seiten wird klar, dass es hier weniger darum geht, auf den Zug "Sex sells und Bi-Sex erst recht" aufzuspringen, als darum, eine etwas ungewöhnliche aber aufrichtige Beziehung zu schildern. Zumindest für Laura und Sylvia ist dabei das Geschlecht vollkommen nebensächlich. Lauras gutsituierter Umwelt und ihrem geschiedenen Mann fällt es dagegen etwas schwerer, ihre neue Liebe zu akzeptieren. Harry Mulisch macht dabei erfreulicherweise nicht den Fehler, sich in sensationellen Darstellungen von Lesbensex zu ergehen, und auch die Probleme gleichgeschlechtlicher Paare in der Öffentlichkeit oder die Konfrontation mit der eigenen Homosexualität sind hier kein Hauptthema. "Zwei Frauen" ist eine einfühlsame Erzählung über Beginn und Ende einer großen Liebe, die Grenzen zu sprengen versucht. Auf Menschen, die sich mit der Auffassung anfreunden können, dass die große Liebe beliebigen Geschlechts sein kann wartet hier eine bittersüße Kostbarkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
KEIN Schundroman !,
Von Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Zwei Frauen (Taschenbuch)
Nicht das beste Buch von Harry Mulisch, aber ein gutes, daher 4 Sterne. Gäbe es eine Mulisch-interne Rangordnung, so wäre dieses Buch ziemlich weit hinten...aber, ein "schwacher" Mulisch ist noch immer Meilen besser als "Durchschnittsware"... und ein Schundroman, wie ein anderer Leser hier schrieb, ist es bei weitem nicht... Es ist schön, auch Romane von Harry Mulisch zu haben, die man in U und S-Bahn lesen kann (und das ist nicht zynisch gemeint) !!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dieses Buch ist wie ein Weihnachtskalender,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zwei Frauen: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Zwei Frauen" handelt von der 35jährigen Laura, die sich zum ersten Mal in ihrem Leben in eine Frau verliebt. Diese Frau ist Sylvia, und Laura schreibt die Geschichte ihrer kurzen Liebe auf, scheinbar in der Mitte der Ereignisse: sie ist auf dem Weg zu ihrer verstorbenen Mutter - eine Ablenkung, über die sie froh ist, denn sie läßt ihre tote Geliebte hinter sich. So wird die Zukunft für Laura wohl mit einer Beerdigung beginnen. Ich war neugierig: wie schreibt ein Mann, noch dazu Harry Muhlisch, aus der Perspektive einer Frau über so ein Thema? Er schreibt es einfach so, dass es glaubwürdig und nachvollziehbar ist. Es sind also zwei Frauen, die zueinander finden, wobei Sylvia als eine Person beschrieben wird, die "eigentlich nicht zum Leben anderer Menschen dazugehört, ein Gast ist, und sich Menschen auswählt, um zu existieren". Das hatte auch Laura gespürt aber auf den Punkt bringt es Alfred, ihr geschiedener Ehemann, an den sie Sylvia scheinbar verloren hat. Gerissen wie Sylvia ist auch der Zeitenwechsel in Muhlischs Buch. Da sitzt Laura auf den Stufen eines Denkmals mitten in der Stadt "umgeben vom brodelnden Verkehr mit seinem Gestank und seinen Wutanfällen", weil sie über ihr Leben nachdenken will. Da kommt jemand auf sie zu und noch in dem Moment, in dem der Fremde überlegt, "ob sie es ist oder nicht", ist man schon mittendrin in der erinnerten Geschichte, als sie mit diesem Jungen, der jetzt ein Mann ist, in der vierten Klasse war. So als würde auf diesem Platz einfach eine Tür ins Klassenzimmer geöffnet und genauso unvermittelt wieder geschlossen werden. Dieses Buch ist wie ein Weihnachtskalender, an dem sich wie von selbst Türchen öffnen. Erst am Schluss sieht man das ganze Bild. Und zwischendurch durfte man, wie Laura, köstliche Süssigkeiten naschen. Nur der letzte Bissen bleibt einem im Halse stecken...
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