Revolutionswestern aus dem Jahr 1970 von Sergio Corbucci der einige Klassiker des Italo-Western (Django, Leichen pflastern seinen Weg, Mercenario) geschaffen hat. Dieser Film hier ist vergleichsweise lässig inszeniert.
Zur Handlung (Kurzfassung): General Mongo (Jose Bodalo) kämpft im Namen der Revolution gegen die Regierungstruppen. Eigentlich ist er aber ein Bandit der sich im Namen der Revolution bereichert. Eher durch Zufall wird der Baske (Thomas Milian), so genannt weil er immer eine Basken-Mütze trägt, von Mongo rekrutiert. Im mexikanischen Dorf San Bernardino will der schwedische Waffenhändler Yodlof Petersen (Franco Nero), auch der Schwede genannt, mit Mongo Geschäfte machen. Mongo ist jedoch knapp bei Kasse und kann den Schweden nicht bezahlen. Die Lösung des Problems verheißt ein in San Bernardino erbeuteter Tresor. Die einzig noch lebende Person (die anderen hat Mongo etwas vorschnell erschießen lassen) welche die Kombination des Tresors kennt ist der friedliebende aber der Revolution verbundene Professor Xantos (Fernando Rey) der jedoch in Amerika im Gefängnis sitzt. Schwede und Baske reiten über die Grenze nach Amerika um den Professor zu befreien und zurück nach Mexiko zu bringen. Dabei kreuzen sie immer wieder den Weg des Marihuana rauchenden Killers John (Jack Palance) und seiner Gesellen die mit den Regierungstruppen kooperieren. John hat aus früheren gemeinsamen Tagen noch eine offene Rechnung mit dem Schweden. Zurück in San Bernardino kommt es zum großen Showdown bei dem Mongo, John, aber auch der Professor ihr Leben verlieren. Der Schwede erkennt dass Gold nicht alles ist und bleibt beim Basken und den verbliebenen Anhängern Xantos um ihnen gegen anrückende Regierungstruppen beizustehen.
In weiteren Rollen Eduardo Fajardo als Colonel und Iris Berben als überzeugte Revolutionärin Lola und Geliebte des Basken.
Die Musik stammt unverwechselbar von Morricone mit einem gut zum Film passenden Leitmotiv. Allerdings hat Morricone schon variantenreichere Filmmusik geliefert.
Ich hatte freilich schon seinerzeit im Kino zwiespältige Gefühle. Einerseits ist es zweifelsohne ein Italo-Western über dem Durchschnitt des Genres, auch vergnüglich anzusehen, mit ansprechender schauspielerischer Leistung, andererseits konnte und kann ich mich eines gewissen Deja-vu Effekts nicht erwehren. Der Film wirkt wie ein Remake, eher noch wie eine Variation von Motiven des ebenfalls von Corbucci zwei Jahre zuvor gedrehten Mercenario***** der im direkten Vergleich viel sorgfältiger konstruiert und inszeniert ist und als einer der Hauptwerke des Italo-Western gilt. Eine ähnliche Thematik wie in 2 Companeros wurde übrigens von Sergio Sollima mit Lauf um dein Leben**** sehr stimmig umgesetzt.
Die Laufzeit des Films ist 115 Minuten, Bild ist stellenweise etwas "grobkörnig", jedoch akzeptabel. Es gibt jedoch von Starlight Film eine 2-DVD Fassung mit 120 Minuten Laufzeit und etwas besserem Bild.
Resümee: Subjektiv ***, objektiv wahrscheinlich doch 3,5-4 Sterne, mehr aber auch wieder nicht. Der Film ist gut, aber nicht so gut wie er offensichtlich populär ist.