Roadmovies sind deswegen so simpel zu stricken, weil die Straße schon der beste und billigste Schauspieler ist. Dazu noch ein paar eingestreute Kurzauftritte etwas schräger Charaktäre,ein roter Faden und fertig ist der Film. "Zwei Cheyenne auf dem Highway" bedient sich dieses Stilmittels aus der indianischen Sicht der Neuzeit.
Der temperamentvolle Revoluzzer mit dem klaren Verstand bedient sich des einfältigen Träumers mit Sehnsucht nach den indianischen Traditionen, um seine Schwester zu befreien, welche am anderen Ende Amerikas unter einem Vorwand eingesperrt ist. Auf dem Weg dorthin entspinnt sich eine Geschichte, welche nicht nur anhand von Einzelschicksalen die Geschichte der Indianer streift, sondern auch auf wunderbare Weise den Zauber wiedergibt, den das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch Heute noch denen offenbar wird, welche das Herz und die Klarheit besitzen, es zu erkennen. Der Film ist familienfreundlich und sollte vor allen Dingen auch von denjenigen gesehen werden, welche Indianer ansonsten nur aus Western kennen.