Umschlagtext
Die Autoren stellen in dieser überarbeiteten und erweiterten Neuauflage das aktuelle Wissen über die (neuro-)biologischen und psychologischen Grundlagen von Zwangsphänomenen dar. Dabei wird die wissenschaftliche Ebene durch eine praktisch orientierte Darstellung der Behandlungsmöglichkeiten mithilfe von Verhaltenstherapie und Pharmakotherapie ergänzt. Das Anliegen der Autoren ist die Synopsis, diese lässt das Erscheinungsbild von Zwangsstörungen verständlich werden und erlaubt Folgerungen für das therapeutische Vorgehen. Berücksichtigung findet zudem eine stärkere Akzentuierung der kognitiven Therapie, die die gegenwärtige Entwicklung kennzeichnet.
Frau Prof. Dr. Lilo Süllwold vertritt das Fach Klinische Psychologie am Zentrum der Psychiatrie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Frau Dr. Jutta Herrlich ist dort als klinische Psychologin tätig. Priv.-Doz. Dr. Stephan Volk ist ärztlicher Direktor der Klinik für psychische, psychosomatische und neurologische Krankheiten der Fachklinik Hofheim/Taunus.
Vorwort
Zwangsphänomene haben immer wieder zu verschiedenen Theoriebildungen und Behandlungsansätzen angeregt, ohne daß lange Zeit ein Durchbruch in Sicht war. So blieb diese leidvolle und geheimnisvolle Störung weder überzeugend erklärbar, noch war sie einer effektiven Behandlung zugänglich.
Diese Situation beginnt sich zu verändern. Wesentlich durch das Zusammenspiel von moderner Hirnforschung, Psychiatrie und Verhaltenstherapie kommt eine Entwicklung in Gang, die auf neuen Erkenntnissen beruhende Verbesserungen der Therapie möglich macht.
Mit Hilfe der Ethologie werden viele Zwangsphänomene hinsichtlich ihrer stammesgeschichtlichen Wurzeln durchschaubar und in ihrer eigenartigen Ausprägung verständlich. Ein ergänzender konzeptioneller Ausbau der Verhaltenstherapie schließt sich folgerichtig an. Ergebnisse der Hirnforschung stützen neue Ansätze der psychiatrischen Pharmakotherapie, die wesentlich gezielter als zuvor eingesetzt werden kann.
Eine Synopsis dieser verschiedenen Gebiete ist vermutlich auch für andere Probleme der Psychopathologie eine Voraussetzung für Fortschritte. Die Autoren sind bemüht, den gegenwärtigen Erkenntnisstand zu markieren und klinische Erfahrungen zu vermitteln, die auch dem Praktiker weiterhelfen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.