Jeffrey M. Schwarz, Professor für Psychiatrie an der UCLA School of Medicine, eine anerkannte Autorität in der Behandlung von Zwangsstörungen, hat nach mehr als zehn Jahren Forschungsarbeit ein Programm zur Selbstbehandlung von Zwangsstörungen ( beispielweise tägliches Serienabklicken von Mitrezensenten) entwickelt. Die Methode in vier Schritten verdeutlicht zunächst, die lästigen Impulse als Zwangshandlungen mit wenig oder keinem Realitätsbezug neu zu benennen. Nur so können die Triebe ihren wirklichen Ursprüngen neu zugeordnet werden. Durch die daraus resultierende neue Einstellung wird die Aufmerksamkeit von zwanghaften Impulsen hin zu produktiveren Aktivitäten verlagert. Am Ende werden die Zwangshandlungen neu bewertet als etwas, das keine wirkliche Beachtung findet.
Gedankenzwänge oder Zwangsgedanken sind aufdringliche, gänzlich unwillkommene, beunruhigende Gedanken und Vorstellungen. In der Fachsprache werden sie "Obsession" genannt. Dies ist ein aus dem Lateinischen stammender Ausdruck, der "Belagern", "Besetzen", " Besessensein" bedeutet.
Handlungszwänge oder Zwangshandlungen sind Verhaltensweisen, die von Zwangsgestörten in dem wahrlich nutzlosen Bemühen ausgeführt werden, die von ihren Zwangsgedanken hervorgerufenen Befürchtungen und Ängste zu bannen. Obschon ein Zwangsgestörter in der Regel wohl erkennt, dass der Drang, Dinge nachzukontrollieren.
Es lächerlich und sinnlos ist, sind die Impulse doch so stark, dass das untrainierte Denken davon überwältigt wird und der Betroffene nachgibt und die zwanghaften Verhaltensmuster ausführt. Leider hat dieses absurde Verhalten die Tendenz einen Teufelskreis in Gang zu setzen: Wohl mag es kurzlebige Erleichterung bringen, aber je mehr zwanghafte Verhaltensweisen ausgeführt werden, desto mehr gewinnen zwanghafte Verhaltensweisen und- empfindungen an Kraft, werden fordernder und hartnäckiger, agieren gewissermaßen wie eine Propellerturbine. Deshalb leidet der Betroffene schließlich sowohl an Gedankenzwängen als auch an den daraus resultierenden peinlichen Zwangsritualen. Auf dieser Plattform werden wir derzeit täglich Zeuge solcher Handlungsmuster eines Zwangsgestörten.
Der Autor listet viele Gedankenzwänge und Handlungszwänge auf und zeigt dann anhand von vier Schritten, wie man sich von diesen Zwangshandlungen befreien kann.
Es ist durchaus möglich die eigene Gehirnblockade aufzubrechen und sich von den lästigen Zwangshandlungen zu befreien. Betroffene mögen bitte das Buch lesen, es wird ihnen helfen zur Normalität zurückzukehren.