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Zwölf [Taschenbuch]

Nick McDonell , Thomas Gunkel
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (120 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (19. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462032283
  • ISBN-13: 978-3462032284
  • Originaltitel: Twelve
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (120 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.646 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Rudolf Koppitz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

White Mike liebt Milch-Shakes von Häagen-Dazs. Es sind die besten der Welt, fünf Dollar das Stück. Seine Frühstücks-Cornflakes isst er am liebsten mit einem Teelöffel, weil er sie mit möglichst wenig Milch im Mund kauen möchte. White Mike ist 17, liest Camus und Nietzsche, und er ist ein Drogendealer. Er gehört zu den privilegierten superreichen Teenagern Manhattans und versorgt seine Altersgenossen mit dem Stoff, aus dem die Träume sind. In den gerade begonnenen Winterferien sind seine Dienste besonders gefragt, denn es steigen eine Menge Partys in der Stadt, und die Gäste wollen versorgt sein. Das absolute Highlight soll die Silvesterfete werden, doch keiner der Teens ahnt, dass es für viele unter ihnen die letzte Party ihres Lebens werden wird.

Der amerikanische Nachwuchsautor Nick McDonell gehört selbst zu den reichen Schnöseln New Yorks -- sein Vater ist ein erfolgreicher Verleger, die Mutter ist Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Der Debütroman Zwölf trägt starke autobiografische Züge, und als Insider kennt McDonell die Szene natürlich in- und auswendig. Er zeichnet ein düsteres Bild der Verfassung der reichen New Yorker Kids: Sie können sich alles leisten, doch sie suchen den ultimativen Thrill, um der Langeweile und geistigen Verwahrlosung ihres Luxuslebens zu entkommen. In ihrer selbstzerstörerischen Sucht nach Sex, Drogen und Gewalt steuern sie zielstrebig und unaufhaltsam auf das bittere Ende zu.

McDonell versteht es auf vorzügliche Weise, dieses Abgleiten in den Wahnsinn zu dokumentieren. Sein Roman ist schon jetzt mehr als eine viel versprechende Talentprobe. Man darf nun also sehr gespannt sein, ob der junge Autor in der Lage ist, seinem überzeugenden Erstlingswerk weitere Hits folgen zu lassen. --Christoph Reudenbach

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 28.02.2003
Henning Kober ist berührt von der Wahrhaftigkeit dieses autobiografischen Romans über die traurige Welt cooler, reicher New Yorker Kids - eine Welt, in der die Rettung der Seele bei Prada gesucht werde und deshalb zum Scheitern verurteilt sei. Nick McDonells Figuren, verwöhnte, selbstbezogene Teenager, seien "in der angenehmsten Hölle der Welt" zu Hause und holten sich ihre Kicks bei Drogen, Sex oder Waffen: "Sie alle suchen ein Gefühl. Egal welches. Meist landen sie beim Schmerz, der auf das kurze Glück folgt." Kober vergleicht McDonell mit Bret Easton Ellis, attestiert ihm ein nicht geringes literarisches Talent - er sei "ein Meister des kurzen Satzes - und empfiehlt seinen Debütroman eigentlich allen: "Lest dieses Buch, wenn Berlin kalt und Reutlingen böse ist."

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 15.04.2003
Nur eine Sache hat Rezensent Stephan Loichinger an diesem Roman wirklich beeindruckt: dass Nick McDonell es schafft, sein gesamtes Personal auf zwei Seiten auszulöschen. Ansonsten hält Loichinger nicht viel von diesem vielfach gefeierten Debüt. Seiner Ansicht nach sollte auch ein 19-Jähriger in der Lage sein, eine originelle Geschichte zu erzählen. In "Zwölf" geht es jedoch nur um eine Bande verzogener Teenager von der Upper East Side, die "nicht tiefer als in ihre Gucci-Täschchen" blicken, erklärt Loichinger, und die ständig etwas haben wollen: Nasenoperationen oder gerne auch Drogen. Wer von intelligenten, übersättigten Jugendlichen lesen möchte, dem empfiehlt unser Rezensent immer noch J. D. Salinger oder Bret Easton Ellis, denn diese Autoren, meint er, füllen die Leere ihrer Helden wenigstens mit Witz - oder Kälte.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Die Zeit, 18.06.2003
Jens Jessen hat "Zwölf" als Generalabrechnung mit der westlichen Zivilisation gelesen und erklärt den Roman zum Meisterwerk. Nick McDonell führe die Verkommenheit einer Welt vor, "in der nichts gilt als die Lusterregung des Individuums". Er zeige das bloß, ohne zu lamentieren oder auf moralische Alternativen zu verweisen, und eben darin besteht für Jessen seine literarische Meisterschaft: "McDonell philosophiert nicht wie Houellebecq, er schockt nicht wie Ellis, er sentimentalisiert nicht wie Kracht", doch von Beginn an laufe alles zwingend auf den Untergang zu. Den, schreibt Jessen, überlebt nur ein "zweifelhafter Chronist", der Drogendealer White Mike, aus dessen Mund wir die Geschichte erfahren, "mit einem kaltem Pathos" erzählt, "das von ferne an Stendhal und Ernst Jünger erinnert". Nichts an diesem Buch sei eine literarische Geste, alles sei echt: der Hass, der Ekel, die Verachtung. Und das, so Jessen, sollte uns im Westen zu denken geben.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "seb2004"
Format:Taschenbuch
"Zwölf" macht uns ein Bild über das Leben von jugendlichen New Yorkern der oberen Schicht, deren Eltern den ganzen Tag anderweitig beschäftigt sind.
White Mike ist ein solcher Junge und er hat ein Ziel gefunden, um der Langeweile zu entkommen: Er dealt mit Drogen.
Seine Kunden sind die anderen Kids der Oberschicht, die mehr oder weniger ziellos durch den Tag gehen und mit unterschiedlichen Erwartungen auf die große Silvesterparty zusteuern, bei der es zum Eklat kommt...
Neben dem schon oft gelobten Tempo, finde ich auch die beiläufige Herausarbeitung der Charaktere sehr gelungen. Ein Buch, das, sicherlich auch aufgrund der einfachen Sprache, schnell zu lesen ist und erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand gelegt wird.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Na ja ... 16. Mai 2003
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ich bin geneigt, mit den Worten zu beginnen: Für einen Siebzehnjährigen nicht schlecht. Dann fällt mir ein, wie - in etwa - ich selbst mit siebzehn drauf war. Außerdem spielt es keine Rolle, wie alt der Autor eines Buches ist: Das Ergebnis zählt. Jedenfalls habe ich keinen Filter im Kopf, der mich Literatur anders wahrnehmen läßt, nur, weil sie von einem besonders jungen Menschen hergestellt wurde. Das Buch ist tatsächlich nicht schlecht. Es ist allerdings auch nicht besonders gut. Und insbesondere ist es mir nicht neu.

Der gute Bret Easton Ellis hat ganz ähnliches geschrieben. Nein, nicht "American Psycho". Sondern "Less Than Zero" ("Unter Null"). Und noch eines: "The Rules Of Attraction" ("Einfach unwiderstehlich"). Romane - in knapper, prägnanter, emotionsarmer Sprache verfaßt, in denen es um College- und Highschool-Kids geht, denen es weit mehr bedeutet, daß die Prada-Tasche noch hip ist, als etwa, daß die Freundin gerade vergewaltigt wurde.
So in etwa stellen sich die Sozialstrukturen in "Zwölf" ebenfalls dar. Es geht um eine Handvoll Jugendlicher in New York während der vier Tage vor Sylvester - wahrscheinlich 2002, denn da fiel der 27.12. auf einen Freitag; das Buch beginnt an diesem Tag. Einige gehen noch zur Highschool, andere modeln, alle leben dick auf Kosten der reichen Eltern, wohnen in den guten Gegenden von New York City. Auch Michael, der sich White Mike nennt, was gleich auf der ersten Seite so oft erwähnt wird, daß man es während der folgenden 230 garantiert nicht mehr vergißt, kommt aus gutem Haus. Er pausiert nach dem College - und vertickt Drogen. An eben jene Kids, die mit Akne kämpfen, auf Partys knutschen, sich gegenseitig zu beeindrucken versuchen, ohne einander irgendwie näher zu kommen. Eine Fete jagt die andere, aber alles jagt auf *die* Fete zu, das große Fest zu Sylvester, das die brillant aussehende Sara Ludlow dem pickeligen Chris aus den Rippen geleiert hat, weil sein monströses Elternhaus zur Verfügung steht. Bis dahin wird Jessica drogenabhängig, landet Hunter im Kittchen, darf Chris Sara küssen, verdaddelt Mike für zwei Riesen Gras, vor allem aber die Designerdroge "Zwölf". Ein wenig vordergründige Metaphorik ist angesagt, auch ein bißchen Tiefgang; bei seiner Hauptfigur hat sich Mick McDonell wirklich Mühe gegeben. Allerdings nicht am Ende, das recht schnell kommt. Und irgendwie ist das ganze zwar flockig, rasant und vergleichsweise zwingend erzählt. Aber genauso wenig, wie die Figuren untereinander echte Nähe entwickeln, entstehen sie vor dem geistigen Auge des Lesers: Alles bleibt lapidar, kolportagehaft, wie ein nachlässig geplotteter und rasch produzierter Actionfilm. Was ist zu lernen und zu bestaunen gäbe, das haben andere schon besser geliefert, natürlich Bret Easton Ellis, aber - zum Beispiel - auch Irvine Welsh mit "Trainspotting".
Und was bleibt?
Für einen Siebzehnjährigen nicht schlecht. Sieht man mal von solchen Sätzen ab:
"Doch irgendjemand mußte den Kopf hinhalten, es mußte etwas passieren, denn es war eine renommierte alte Schule, also wurde einer der Lehrer gefeuert und er zog nach Colorado und unterrichtete an einer staatlichen Schule und die Kinder dort mußten in seinem Englischunterricht viel mehr Hausaufgaben machen als üblich."
(Seite 167)

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Nur" Gut 31. Oktober 2005
Von ChinoM
Format:Taschenbuch
Ich finde Zwölf gut. Es ist leicht und zügig zu lesen und regt an manchen Stellen zum lesen an. Allerdings muss der Autor sich mit Bret Easton Ellis vergleichen lassen, da die Gemeinsamkeiten nicht von der Hand zu weisen sind: Es geht um die obere Gesellschaftsschicht, es geht um Jugendliche die eigentlich alles haben und gleichzeitig doch nichts, es geht um Liebe und um Einsamkeit. Im Grunde ist es wie Unter Null. Der qualitative Unterschied ist der Schreibstil und da hängt meiner Meinung nach Nick McDowell hinter her. Unter Null liest sich wahnsinnig intensiv und es regte zum Nachdenken an. Das habe ich leider bei Zwölf vermisst. Sicherlich gab es Dinge die einen nachdenklich stimmten, aber insgesamt war mir dieses Buch doch nicht "tiefgreifend" genug. Die kalten Schilderungen waren bei weitem nicht so schockierend wie es bei Ellis der Fall ist.

Wer Bret Easton Ellis nicht kennt der wird sicherlich seine Freude mit diesem Buch haben. Alle anderen können zugreifen, aber wer Unter Null kennt wird hier wenig neues erkennen.

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