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Kurze Zusammenfassung des Autors, 28. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Zusammenhänge zwischen Nahrungsaufnahme und Befindlichkeit im Langzeitausdauer-Wettkampf (Taschenbuch)
Die derzeitige Entwicklung von Teilnehmerzahlen an Ausdauerwettkämpfen lässt noch kein Ende der wachsenden Popularität ersehen. So beteiligten sich im Jahr 1985 ca. 20.000 Athleten an 100 Wettkämpfen, während heute alleine in der Bundesrepublik Deutschland mehr als 300.000 Triathleten und über 1 Million Marathonläufer bei den Wettbewerben an den Start gehen.
Vor dem Hintergrund dieser ständig wachsenden Gruppe von Ausdauersportlern erklärt sich der gestiegene Bedarf an sportwissenschaftlichen und medizinischen Informationen zur Aufklärung und Unterstützung der Athleten. Neben der durch entsprechendes Training erzielbaren physiologischen Leistungssteigerung und dem dazugehörigen genetischen Potential spielt die Ernährung zur optimalen Ausschöpfung der körperlichen Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle. Durch die hohe Belastungsdauer im Ausdauersport, speziell beim Ultratriathlon, steigt der Gesamtverbrauch an Nährstoffen stetig an und verursacht ohne zureichende Substitution bereits nach ein bis zwei Stunden Störungen im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel des arbeitenden menschlichen Organismus. Dieser Umstand stellt die häufigste Ursache für einen rapiden Leistungsabfall dar und kann von Befindlichkeitsstörungen aller Art begleitet werden.
Diese unter lange andauernder Belastung verbrauchten Nährstoffe stellten in den letzten 30 Jahren hinsichtlich der optimalen Quantität und ihrer Qualität ein oft untersuchtes Merkmal in der Sportwissenschaft dar.
Um so erstaunlicher scheint es, dass die grundsätzlich in laborexperimentellen Studien ermittelte, empfohlene Nährmittelzufuhr unter Belastung nie einer empirischen Überprüfung in der Praxis unterzogen wurde.
In der vorliegenden empirischen Untersuchung werden erstmalig die im Wettkampf aufgetretenen Beschwerden, sowie die wichtigsten, von den Athleten zugeführten Nährmittel quantitativ ermittelt. Dazu wird die Aufnahme von Kohlenhydraten, Wasser, Natrium und die zugeführte Gesamt-Energiemenge von 308 Teilnehmern während des „Ironman Europe" in Roth 1999 und 2000, sowie beim „Ironmönch" 2001 in Kulmbach per Fragebogen erhoben. Gleichzeitig werden subjektive Angaben der Sportler zu Befindlichkeit und Leistung im Wettkampf erfragt.
Die Zusammenfassung von Athletengruppen gleicher Nährstoff-Aufnahmemengen ermöglicht die Identifizierung von gehäuft aufgetretenen Problemen und Mangelerscheinungen in einem bestimmten Zufuhrbereich. Dem leistungslimitierenden Prozess der Energiebereitstellung unter lange anhaltender Belastung wird durch die genaue Untersuchung der Kohlenhydrataufnahme besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Im anschließenden und wichtigsten Teil der Arbeit werden die Befindlichkeit und die subjektive Leistungsbereitschaft während der Belastung auf einen möglichen Zusammenhang mit der Nährstoffaufnahme untersucht.
Durch die Ermittlung von Athletengruppen mit den geringsten aufgetretenen Beschwerden, können die optimalen Substrat-Zufuhrbereiche abgeleitet werden. Abschließend erfolgt ein Vergleich dieser Werte mit den gängigen laborexperimentellen Nährstoffempfehlungen. Die Untersuchung der Auswirkungen von Ernährung auf die Befindlichkeit unter Wettkampfbedingungen schließt damit eine Lücke in der Literatur.
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