Als ich damals "Zusammen ist man weniger allein" gelesen hatte, hat mich das Buch noch über Wochen gedanklich gefangen genommen. Ich habe mich einfach ein wenig glücklicher gefühlt als sonst, weil mir nach der Lektüre anhaltend warm um's Herz war.
Ähnlich ging es mir übrigens nach dem Kinofilm "Die fabelhafte Welt der Amelie".
Und nun die zauberhafte Audrey Tautou in der Rolle der Camille... da kann doch - fast - nichts schief gehen.
Tatsächlich verspricht "Zusammen ist man weniger allein" einen schönen Film-Abend. Sehr nah an der literarischen Vorlage, sehr französisch und sehr stimmig ist hier das Buch umgesetzt worden.
Zur Geschichte: Camille ist Reinigungskraft und mit sich und ihrem Leben alles andere als im Einklang. Sie haust in einer zugigen Dachkammer, aus der der Adlige Phillibert sie zu sich in seine großbürgerliche Wohnung holt. Dort lebt auch schon ein Koch, dessen Alltag angefüllt ist mit Arbeit und der Sorge um die alte Großmutter, die in einer Klinik lebt und unmöglich weiter alleine leben kann.
Er hat wenig Verständnis für die kapriziöse Camille, findet sie einfach nur anstrengend. Aber schließlich verlieben sie sich ineinander, eine Beziehung, die bald schon durch die unterschiedlichen Gedankenwelten beider Partner auf eine harte Probe gestellt wird...
Trotz vieler schöner Film-Augenblicke, vielen besonderen Momenten für das Auge, vermag der Film nicht das Flair des Buches zu vermitteln.
Das mag zum einen daran liegen, das außer Camille die Darsteller eher schwach besetzt sind.
Auch wenn mich der Film sehr gut unterhalten hat -
leider verblasst die Erinnerung an "Zusammen ist man weniger allein" sehr schnell.