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Zusammen ist man weniger allein: Roman [Taschenbuch]

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (280 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. September 2006
Philibert ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, verdient sich ihren Lebensunterhalt in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Mototrräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten, bis die Fetzen fliegen, und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.
(5 CDs)

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 20 (14. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596173035
  • ISBN-13: 978-3596173037
  • Originaltitel: Ensemble c' est tout ttout
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (280 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.430 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Anna Gavalda ist eine Art literarische Fachfrau fürs Verlassen und Verlassenwerden, für missglückte Leben und Lieben -- Lieben, in denen sich nicht zuletzt die Dinge selbst gegen zwischenmenschliche Beziehungen verschwören. In ihrem Überraschungserfolg Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet waren es unter anderem ein Handy, ein Sportwagen und ein IKEA-Bett, die das Zusammenleben zwischen Mann und Frau auf recht unterschiedliche Arten und Weisen zumindest im Wege standen. Und in dem Nachfolgeband Ich habe sie geliebt muss die Protagonistin erfahren, dass sie sich mit ihrem Mann (wegen eines knarrenden Bettgestells) wohl allzu diskret geliebt hat, um ihr gegenseitiges Begehren über die Jahre zu retten. In Gavaldas -- im Übrigen wieder einmal wundervoll einfühlsam von Ina Kronenberger ins Deutsche übertragenen -- Roman Zusammen ist man weniger allein nun geht es einmal mehr um die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit: an Hand von Menschen, die in einer Pariser Wohngemeinschaft eher zufällig zusammengekommen sind.

Da ist der schüchterne Philibert, von Geburt her von Adel, aber im Verhältnis zu Frauen eher ein Kretin: ganz im Gegensatz zu Franck, einem gutmütigen Koch, der seine geliebte, schon etwas sehr altersschwache Großmutter Paulette durchs Leben bringt. Und da ist natürlich noch Camille, die den Gaumenfreuden Francks krankhaft widersteht -- und im Alltag zwar als Putzfrau arbeiten muss, eigentlich aber eine künstlerische Karriere verdient hätte. Eine verrückte Vierergruppe, die das Leben zusammengespült hat.

Zusammen ist man weniger allein ist eine Art moderner Variante von Goethes Wahlverwandtschaften, wobei nie so ganz sicher ist, ob die Chemie zwischen den Figuren stimmt, und eigentlich auch ohne Wahl. Aber es ist nicht nur dicker, sondern auch etwas fröhlicher und glücklicher als Gavaldas frühere Bücher. Und das tut der Geschichte keinen Abbruch -- ganz im Gegenteil. Überaus vergnüglich, witzig, und nur manchmal traurig. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Anna Gavalda erzählt so genau, klug und witzig [von der Liebe], dass die 550 Seiten viel zu schnell ausgelesen sind und man noch lange nicht von diesem Buch lassen möchte."
BRIGITTE

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
136 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der umgekehrte Domino-Effekt 11. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Handlung im engeren Sinne gibt es eigentlich eher wenig (gemessen am Umfang des Buches). Anna Gavalda widmet sich so ausgiebig ihren Figuren, dass man alles andere rundum vergisst. Episodenhaft erzählt sie ihre Geschichte. Sie zeigt, wie sich vier grundverschiedene Menschen, die jeweils einsam und völlig am Boden sind, gegenseitig aufrichten. Sie selbst nennt das den umgekehrten Domino-Effekt. Ihre Steinchen kippen nicht nacheinander um und das eine zieht das andere mit ins Verderben, bis keines mehr auf steht, sondern machen (zunächst ganz unbewusst) das genaue Gegenteil. Gerade heutzutage, wo sich jeder nur noch um sich selbst und seine eigenen Probleme kümmert, wirkt die Art, wie die Figuren aufeinander aufpassen, sich umeinander sorgen, fast schon altmodisch - und ist gerade deswegen irgendwie herzerfrischend.

Anna Gavaldas Stil ist dabei absolut hinreißend. Sie verfolgt ihre Protagonisten mit stetig wechselndem Blickwinkel, beobachtet mal den einen, mal den anderen und zeichnet von allen ein so lebendiges, so reales Bild, dass man fast schon glauben mag, es gäbe sie wirklich. Man kennt die Figuren mit der Zeit richtig gut, möchte sie anschubsen, damit sie endlich aus ihrer Haut herauskönnen, sie in den Hintern treten, wenn sie mal wieder auf dem Schlauch stehen und sie in den Arm nehmen, wenn sie traurig sind. Es gibt kaum "echtere" Romanfiguren als die von Anna Gavalda. Sie hauen einen um. Sie reißen einen mit.

Viele Handlungsstränge erschließen sich über die Dialoge. Es wird sehr viel geredet, aber nicht immer mit vielen Worten. Dennoch steckt in den Dialogen sehr viel und selbst Schweigen hat Gewicht. Jeder Satz, jedes Wort passt genau, vervollständigt das Bild und lässt die Figuren umso lebendiger erscheinen. Jede der Figuren trägt ihr eigenes Bündel Schicksal, aber es wirkt nie aufgesetzt. Anna Gavalda betrachte ihre Figuren stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie hat ein Gespür für tragische Momente, genau wie für lustige und unterstreicht ihren Roman mit einer fast schon zärtlichen Ironie. Anna Gavalda wächst mir mit jedem Buch mehr ans Herz. Wer noch die Muße hat, sich auf einen Roman einzulassen, der fast schon allein durch die Figuren wirkt, der wird mit einer zart und feinfühlig erzählten Geschichte belohnt.

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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein Griff in die Auslage, ein Blick hinein und man ist vergiftet. Süchtig. Gefangen. Ich habe dieses Buch zufällig in die Hand genommen, irgendwo aufgeschlagen und saß sofort in der Falle.
Wie macht sie das, die Anna Gavalda?
Sie beobachtet Menschen sehr intensiv. Und sie muss diese Menschen lieben. Anders ist so ein Buch nicht vorstellbar.
Der Titel klingt banal. So gar nichts reißerisches. Das ist das erste, was angenehm auffällt. Wer sich das erlauben kann, muss ein As im Ärmel haben.
Die Charaktere der drei + eine Hauptperson werden meisterhaft gezeichnet. Strich für Strich, Satz für Satz entstehen die Porträts, Nuancen, Andeutungen, kurze, blitzlichthafte Ausleuchtung. Immer hat der Leser genügend Freiraum, seine Phantasie einzusetzen, nie fühlt er sich gegängelt und doch führt die Autorin diese auf den ersten Blick so unscheinbaren Figuren sicher durch die kleine, alltägliche Handlung. Schält ihre Schmetterlinge aus den Puppen, bis sie stark genug sind, ihre Farben zu zeigen.
Ein Buch über tiefe Menschlichkeit, über Alltagsängste und Einsamkeit bis zur Lebensbedrohung, über Hilfe, Solidarität, Verständnis und Achtung des Nächsten. All das, was wir so nötig brauchen.
Sicher, dass in den drei Protagonisten letztlich kleine Genies stecken, ist frei erfunden, ebenso wie das etwas durchschaubare happy end. Aber machen das nicht alle Märchen so?
551 Seiten französisches Esprit, eine laufend überraschende Sprache voller kleiner gags, überhaupt nicht intellektuell überhoben und selbst in der sparsam dosierten Unflätigkeit immer glaubhaft. Das macht Spaß, das ergreift, das zieht den Leser mit hinein.
Kleines Beispiel: Wie drückt man Ratlosigkeit aus?
„Camille sah Philibert an, und Philibert sah woandershin.“
So einfach geht das.

Noch ein Schmankerl gefällig?
„Keine Nachrichten von der Liebesfront? Gut. Keine Nachrichten, gute Nachrichten“.
Hoppla, wie war das? Wie gut, dass man im Buch dreimal nachlesen kann und dann drüber nachdenken. Im Film ist das sofort weg.
Natürlich bleibt das nicht so stehen. Aber neugierig macht das schon auf den Weitergang der Geschichte, nicht wahr?
Mehr wird jetzt nicht verraten.

Wie schön, dass es auch noch Champagner gibt zwischen all dieser Cola und fun-drinks. Von mir gibt's für dieses Feuerwerk 5 Sterne.
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30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, einfach lebendig! 6. August 2007
Format:Taschenbuch
Die ersten 50 Seiten ziehen sich wie Kaugummi, und es fällt einem sehr sehr schwer, nachvollziehen zu können, warum dieser Roman Spiegel-Bestseller war. Ab Seite 70 hat man Gefallen an den Protagonisten gefunden, kann sich jegliche Kulisse bildlich vorstellen, wartet schon gespannt auf das nächste Ereignis zwischen unseren 4 Protagonisten.
Jeder Charakter so unterschiedlich wie er nur sein kann, und jeder Charakter konsequent in seine Bahnen gefahren. Genauso wie die Erzählung an sich, werden auch die Protagonisten untereinander erst nach und nach warm.
Dennoch fesselt der Roman ungemein.
Camille: Mitte 20, Künstlerin, verdient sich mit Putzen ihren Lebensunterhalt. Kleine Intellektulle, die zunächst ein sehr mitleiderregendes Leben führt. Wer sie wirklich ist, erfährt man erst ganz am Ende der Geschichte.
Franck: Motorradfahrer, Koch, Frauenheld... Am Anfang denkt man, er ist die einzige Person, die wirklich schon in unserem Jahrhundert angekommen ist.
Camille und Franck: eine schmerzliche Liebesgeschichte. Er will, sie nicht. Oder umgekehrt? Man spürt jeden einzelnen Schmetterling im Bauch als Leser mit.
Philibert der Stotterer: oh, was kann man ihn gut verstehen, warum er stottert, warum er als Adeliger solch einen seltsamen Lebensweg gewählt hat. Er ist der kleine Rebell, der wohl auch in jedem Leser steckt.
Paulette, die zarte Ü-80-jährige, die keine Lust aufs Altersheim hat, und viel lieber in ihrem Garten sitzen würde, in der Wohngemeinschaft dann aber zumindest über die Gesellschaft der jungen Leute doch sehr sehr glücklich ist.

Anna Gavaldas Schreibstil ist sehr eigen, und manchmal ärgert man sich als Leser da schon sehr drüber.
Bei Unterhaltungen geht oftmals nichtmal aus dem Kontext hervor, wer nun grade der Sprecher ist, und man muss lange überlegen, wessen Worte man nun liest. Das macht es an manchen Stellen sehr schwer, den wirklichen Sinn zu verstehen.
Zwischendrin, wenn einer der Protagonisten sich selbst eine Frage stellt, antwortet "jemand" auf diese Fragen, als wenn Anna Gavalda mit ihren Protagonisten kommuniziert. Ein nicht unbedingt schlecht gewähltes Stilmittel, da es den Leser in die Handlung fast einbezieht.
Meiner Meinung nach ist allerdings grade der Anfang, wenn man die Protagonisten kennenlernen soll, sehr schlecht strukturiert, und dem Leser wird es nicht einfach gemacht zu verstehen, um welche Person es sich nun handelt.

Ob Mann oder Frau, jeder Leser wird sich seinen eigenen Lieblingscharakter heraussuchen können, mit dem er sich auch noch bestimmt ein Stück weit identifizieren kann.
Ich habe dieses Fassettenreiche Stück immer nur sehr ungern aus der Hand gelegt, nachdem man sich einmal durch die ersten Seiten gekämpft hat.

Ich werde bestimmt noch ein weiteres Stück der Autorin ins Auge fassen, hoffe aber, dass andere Werke von ihr besser strukturiert sind.
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1.0 von 5 Sternen Nichts für mich...
Langatmig, klischeehaft und vorhersehbar, mehr fällt mir zu diesem Buch nicht ein.
Obwohl mir das Buch von mehreren Freunden empfohlen wurde, empfand ich es eher als... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Schmökerchen veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie sein Ruf
Mit hohen Erwartungen habe ich angefangen, den hochgelobten Roman "Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von leeresblatt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gavalda eben!
Ein Buch vom Feinsten. Anna Gavalda schafft es, verschiedene Charaktere in dem Roman zu beschreiben.
Spannend und mitfühlend bis zum Ende!
Vor 1 Monat von Medium Aevum veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Zusammen ist man weniger allein
Den Stil ist nach meiner Meinung mittelmässig. Ich werde das Buch auch noch im Original, also französisch lesen. Das ist auch der Hauptgrund dieser Anschaffung.
Vor 2 Monaten von Monika Jahn veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch vs. Film
Diese Frage stellt sich hier nicht, da der Film sehr gut gelungen ist. Dadurch ist es keine Schmälerung des Lesevergnügens, wenn man den Film schon vorher gesehen hat.
Vor 3 Monaten von Gertraud Grünwald veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen furchtbar
habe das buch geschenkt bekommen und habe jetzt nach 193 seiten beschlossen, dass ich es nicht weiterlesen werde weil es pure zeitverschwendung wäre. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Pseudonym veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super
Ein wunderschönes, fesselndes Buch. Ich wollte immer und immer zu weiterlesen. Den Film habe ich nicht gesehen, möchte ich auch gar nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Saskia veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Seicht und langweilig!
Ich kann mich den Worten von TS (= 1 Stern) nur vorbehaltlos anschließen. Das ganze Buch ist von Anfang bis Ende absolut seicht und durchgängig langweilig geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Arend Smid veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein skurriles Vierergespann
Hier steht das Miteinander von vier eigenartigen Persönlichkeiten im Mittelpunkt. Da ist zum einen der stotternde Philibert, Eigenbrötler von Adel mit grosser Pariser... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von resina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mut zum "anders-sein"
Der Roman in einem Wort: hinreißend. Die Autorin entführt den Leser tief in die Gedanken-, sowie in die Gefühlswelt der Protagonisten. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Julia Göhler veröffentlicht
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