Kurzbeschreibung
Erkrankungen der Muskeln, des Skeletts und des Bindegewebes nehmen mit ca. 30 % aller Krankheitstage eine exponierte Stellung bei den Meldungen zur Arbeitsunfähigkeit ein. Insbesondere die im Bereich der industriellen Produktion noch oftmals vorzufindenden Zwangshaltungen werden für diesen hohen Prozentsatz verantwortlich gemacht und bieten durch eine Verbesserung der Arbeitsgestaltung einen bevorzugten Ansatz für betriebliche Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit dieser Krankheitsdiagnose. Um begründete Verbesserungsmaßnahmen einleiten zu können, gilt es zunächst, ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze mittels einer systematischen und für die betriebliche Praxis geeigneten Methode zur Gefährdungsbeurteilung zu identifizieren. Der Autor entwickelt im Rahmen einer Feldstudie in der Automobilindustrie ein Methodeninventar entwickelt, das im Sinne einer dualen Vorgehensweise sowohl eine Beurteilung der Arbeitssituation durch außenstehende Experten als auch eine Einschätzung durch die Betroffenen selbst gestattet.