Heinrich Mann hat bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges dieses politische Tagebuch hat er von 1939 bis 1940 im französischen Exil geschrieben. Ein Jahr nach Beendigung der Tagebuchaufzeichnungen ist er 1941 nach Amerika emigriert.
Das Kriegstagebuch wurde sehr unterschiedlich beurteilt. Da sind einige Rezensenten begeistert, von der Genialität des Autors, von seiner philosophischen Vision eines befriedeten und vereinten Europas. Seine Betrachtungen über die damaligen Machthaber beeindrucken, sind aber vielleicht im Kern doch etwas naiv.
Da sind auf der anderen Seite die gnadenlosen Kritiker des Buches, die die Aufzeichnungen total zerreißen, ja man kann sagen, sie hauen Heinrich Mann regelrecht " in die Pfanne". Sie werfen ihm Gutgläubigkeit und Naivität vor, weil er, der den „Untertan" geschrieben hat, glaubte die Deutschen würden Hitler in einigen Wochen abservieren. Ihrer Auffassung nach hat er sich nicht nur in Hitler geirrt, er irrte in Stalin, in Frankreich, in England - in allem.
Das Buch ist nicht schwer zu lesen und dennoch steckt eine Menge drin, es hat viele Ebenen auf denen man es betrachten kann. Es ist sprachlich makellos.