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Zur Zeit [Gebundene Ausgabe]

Lukas Bärfuss , Nico Bleutge , Arno Geiger , Wilhelm Genazino , Peter Härtling , Thomas Hettche , Florian Höllerer , Tim Schleider
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 245 Seiten
  • Verlag: Wallstein (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3835306324
  • ISBN-13: 978-3835306325
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 674.883 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Was der Leser in der 250 Seiten umfassenden Aufsatzsammlung erfährt, ist ebenso vielfältig wie ausgefallen. (...) Wer nicht, wie von Sibylle Lewitscharoff antizipiert, nach den ersten Seiten »Reißaus« nimmt und es damit der Autorin gleichtut, wer sich also auf das Buchprojekt einlässt, der wird nicht enttäuscht.« (Christiane Weidenfeld, Rheinischer Merkur, 13.05.2010)

Kurzbeschreibung

Was betrifft Autoren heute? Welche Themen bewegen sie »Zur Zeit«? 21 Antworten von namhaften Autoren des deutschen Sprachraums

Das Themenspektrum reicht vom Nachdenken über das »vierzigste Jahr« (Kuckart) und das Altern (Härtling) über Mosebachs »Beschreibung der marokkanischen Stadt Fes als literarischer Struktur«, Herta Müllers Bild des Vaters, die Erinnerungsbilder im Hirn (Bleutge), den Umgang mit Flohmarktfotos (Geiger) bis zum Erzählen über »die vier dichterischen Sätze« (Genazino) und vom Ende der Welt (Streeruwitz). José Oliver spricht über den Flamenco im Schwarzwald, Jirgl über Paradoxe Typen und Charakterdefizite. Trojanow warnt vor den Risiken des Sicherheitsstaats und Bärfuss vor der Selbstgefälligkeit des Essayschreibers und Lesers. Jan-Peter Tripp setzt das Rauchen in Relation zu anderen Todsünden, Zaimoglu die Glaubenskrieger ins Verhältnis zu Gott, während Sibylle Lewitscharoff über Erlösung nachdenkt und das ABC das Menschenalphabets buchstabiert: von Aasmensch bis Zahlmensch; aber gleich trägt ihr der Wind neue Silben zu von Aspirations- bis Zartmensch.

Die Fragen, denen sich die Autoren zuwenden, die eingeladen waren, im Stuttgarter Literaturhaus zu einem selbstgewählten aktuellen Thema zu sprechen, das sie im besten Wortsinn »betrifft«, sind höchst unterschiedlich. Sie engen nicht ein, sondern geben jedem die Freiheit, das ganz Eigene zu sagen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist ja nicht so, dass keine Essays mehr geschrieben würden. Immer mal wieder gibt's einen im "Spiegel", in der "Zeit" und regelmäßig natürlich auch in "Lettre International". Sucht man aber auf dem Buchmarkt nach einer interessanten Sammlung neuerer Essays, so steht die von Höllerer und Schleider edierte Anthologie ziemlich allein auf weiter Flur. Das wäre allein ja fast schon ein Argument für den Kauf. Der Band überzeugt aber ganz entschieden auch inhaltlich.

Zu Wort kommen hier 21 Autoren, die sich zumeist in anderen Genres einen Namen gemacht haben, hier aber für eine breite Palette spannender und unterhaltsamer Essay sorgen (S. Lewitscharoff, H. Müller, P. Härtling, M. Streerwitz, W. Genazino, um nur einige zu nennen). Thematisch ist das Spektrum so breit wie bei Montaigne: Alles, was Menschen bewegt - das Alter, die Religion, Kunst, Politik, Literatur, Einsamkeit, das Rauchen, das Soldatische und schließlich auch die (vielleicht zweifelhafte) Legitimität des Essayschreibens - ist den hier versammelten Essays ein würdiger Gegenstand. Und auch stilistisch reicht die Lektüre dieses Bandes zumindest für die Einsicht, dass Essays sich weder in der Form der Gedankenführung noch im Ton der Erörterung auf ein dominantes Schema festlegen lassen.

Das Buch sei allen am Essay Interessierten wärmstens empfohlen. Und wenn man sich vom Verlag was wünschen darf: Wenn das Buch mal vergriffen ist, bitte bald eine Neuauflage!
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