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Zur Sache, Schätzchen
 
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Zur Sache, Schätzchen

Werner Enke , Uschi Glas , May Spils    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck
  • Regisseur(e): May Spils
  • Komponist: Kristian Schultze
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Komplett Video
  • Erscheinungstermin: 5. März 2003
  • Produktionsjahr: 1967
  • Spieldauer: 77 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00007LUPA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.753 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als er 1968 in die deutschen Kinos kam, war Zur Sache Schätzchen nichts weniger als eine Sensation, und auch heute noch ist das Spielfilmdebüt der damals gerade 27-jährigen May Spils der wohl bekannteste Repräsentant der Münchner Schule des Neuen Deutschen Films. Die unbekümmerte Forschheit, mit der die junge Filmemacherin ihre Geschichte aus dem Leben eines modernen Taugenichts' realisiert hat, war damals beispiellos im deutschen Kino und ist immer noch unerreicht. Ein wenig muss man sogar an das andere große Debüt denken, das etwa zehn Jahre zuvor den europäischen Film aus seiner Erstarrung gerissen hat. Nur ging es May Spils anders als Godard bei Außer Atem nicht um eine Revolution. Sie wollte nur, wie sie selbst einmal bekannt hat, "endlich die Langeweile aus den Kinos vertreiben -- denn das haben die Herren vom Jungen Deutschen Film bisher kaum geschafft".

Wäre da nicht sein Freund, der glücklose Schauspieler Henry (Henry van Lyck), dann wäre der Schlagertexter Martin (Werner Enke) an seinem 25. Geburtstag wohl kaum aus dem Bett gekommen. Doch Henry, der die Passivität seines hoch begabten Freundes, dessen Desinteresse an den Dingen des Lebens, nicht verstehen kann, zwingt Martin, der in der Nacht zuvor einen Einbruch und Diebstahl beobachtet hat, zur Polizei zu gehen. Damit setzt er eine Kette von Ereignissen in Gang, in deren Verlauf der "Pseudophilosoph" Martin die fast ebenso eigenwillige Barbara (Uschi Glas) kennen lernt. Die Stunden mit ihr sind für ihn, der davon überzeugt ist, dass es böse enden wird, ein Geschenk des Schicksals, das ihn letztlich aber auch nicht von seinem selbstzerstörerischen Weg abbringen kann.

1967 entstanden, nimmt Zur Sache Schätzchen die Stimmung der Jahre 1968 und 1969 voraus. Martins Lethargie und später dann die Art, in der er sich durch Schwabing treiben lässt, immer auf der Flucht vor der Polizei, die er mit seinem gegen jede Autorität gerichteten Auftreten provoziert hat, sind nicht einfach nur eine Form von Verweigerung. Sie drücken die vielleicht reinste Anarchie überhaupt aus, eine Anarchie, die sich selbst jede gesellschaftliche und politische Dimension versagt. Martin ist eben kein Revolutionär, er ist vielmehr ein Erbe der satirischen Romantiker des frühen 19. Jahrhunderts, dessen große Leidenschaft der Sprache und ihrer subversiven Kraft gilt.

Die Dialoge, die May Spils zusammen mit Rüdiger Leberecht und ihrem Anti-Star Werner Enke geschrieben hat, sind einzigartig im deutschen Film. Sie haben sie nicht der Wirklichkeit und einem bestimmten Milieu abgelauscht, sondern eine ganz eigene Sprache geschaffen, die einer ganzen Generation ein neues Vokabular geben sollte. Selbst heute noch, da wir um das Prophetische des überraschend pessimistischen Endes von Zur Sache Schätzchen wissen und Martins Worte und Wendungen schon wieder weit gehend vergessen sind, geht von den Dialogen des Films wie von Uschi Glas' unschuldiger Koketterie und Werner Enkes romantischem Philosophieren eine unwiderstehliche Magie aus. --Sascha Westphal

Amazon.de DVD-Bewertung

Sieht man einmal von ein paar Kleinigkeiten ab, kann sich die DVD-Edition von Zur Sache Schätzchen durchaus mit denen der Fassbinder-Filme und denen der anderen Reihen, die sich der deutschen Filmgeschichte widmen, messen. Dabei besticht vor allem die Bildqualität, die Klaus Königs Münchner Impressionen in ihrer ganzen beiläufigen Schönheit zur Geltung bringt. Ähnlich vorbildlich ist auch die Tonspur, die den originalen Mono-Ton in einer perfekten Auflösung präsentiert. Als Specials bietet die DVD eine kleine, aber nichtsdestotrotz sehr interessante Fotogalerie, die vor allem durch ihre Behind-the-Scenes-Aufnahmen überzeugt.

Abgerundet wird die Edition durch zwei Kurzfilme, die kleine kollektiv produzierte Doku Jahrgang 1942: Weiblich und Peter Schamonis gesellschaftskritischen So zwitschern die Jungen. Beide vermitteln sie im Zusammenspiel mit Zur Sache Schätzchen einen faszinierenden Einblick in die so ungeheuer widerspruchsreiche Zeit des Neuen Deutschen Films. Der einzige größere Makel ist, dass der Film nicht in einzeln anwählbare Kapitel eingeteilt worden ist, man also keinen direkten Zugriff auf einzelne Szenen hat. Außerdem kann man sich darüber streiten, ob es nun gerade sinnvoll ist, dass beim Einlegen der DVD der Trailer zu Zur Sache Schätzchen automatisch gestartet wird und man ihn nicht, wie sonst üblich, getrennt über das Menü der DVD aufrufen kann. --Sascha Westphal


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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Toller Film, lieblose DVD, 31. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zur Sache, Schätzchen (DVD)
"Zur Sache Schätzchen" ist auch nach über 30 Jahren noch eine großartige Komödie mit dem coolsten deutschen Slacker aller Zeiten: Werner Enke ("Es wird bööööse enden!"). Die DVD aber ist arg lieblos zusammengehauen: keine Kapitelanwahl, teilweise asynchrone Tonspur, keine weiteren Film-Infos, zwei unkommentierte Kurzfilme als Extras, die einen ein wenig ratlos zurücklassen. Filmnote 1+, DVD Note 5, ergibt zusammen eine 3.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker des jungen deutschen Films, 21. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Zur Sache, Schätzchen (DVD)
Heute fast vergessen war der mit kleinem Budget gedrehte Film 1968 ein echter Kassenknüller, fegte er doch mit frischem Wind den alten Mief aus den deutschen Kinos und fand unter dem Titel "Get Real, Honey" sogar einen amerikanischen Verleiher. Die Freude über das Erscheinen auf DVD wird allerdings durch die lieblose Zusammenstellung getrübt. Es gibt keine Kapitelauswahl und als Extras nur einige Setfotos und den alten Kinotrailer. Was die zwei Schamoni-Kurzfilme hier zu suchen haben bleibt ein Rätsel. Warum ließ man nicht einige Beteiligte aus heutiger Sicht über den Film sprechen? Interviews mit Spils und/oder Enke wären sicher zu realisieren gewesen und Frau Glas winkt sowieso in jede Kamera.

Der Film verdient alle Sterne, doch für diese DVD gibts nur drei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen tüchtige Luft heute.., 13. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Zur Sache, Schätzchen (DVD)
Immer wieder gerne gesehen.

Sehr Schade, dass es die anderen Enke/Spils Filme nicht auf DVD gibt.

"Nicht Fummeln, Liebling" ist noch ein weiteres Juwel.

Zur DVD: Die Aufmachung passt irgendwie zum Film.

Die beiden Kurzfilme sind auch nicht schlecht.

Nach einem nervigen Tag, oder wenn man einfach mal zu abgelascht ist,

macht der Film immer wieder Spass! Danke!
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