Der gute Mann mit dem Riesen-Output hat drauf gelegt. Rainald und Band haben 16 Stücke, teils neu, teils bekannt, vertont. Man findet Songs aus seiner "Klimarevue", welche er in Leipzig inszenierte, Songs aus dem "Hongkong-Konzert" und eben die Neuen, die (ich habe leider nicht alle Stücke von Rainald Grebe gesehen) gewohnten Rainald Grebe-Text bieten, der sich auch sicher, wie viele Menschen, immer weiter entwickeln und wieder einen Tick reifer als auch einen Tick zynischer wirken. "Burnout" spiegelt melancholisch auf der "Bildebene" den Goldenen Oktober greifbar nah ab und man stellt sich vor, selbst gerade auf der Autobahn im Beifahrersitz zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen.
"böses co²" ist ein knackiger zweizeiler, der in der kürze von "Annaberg-Buchholz" auftaucht. "Sachsen" dürfte dem geneigten Fan bekannt sein, erklingt aber natürlich jetzt mit Band, ebenso wie "China".
"Landleben" ist ein Stück aus bereits erwähnter "Klimarevue" und betrachtet die Unterschiede zwischen Stadt- und Landmensch. Noch einige weitere, so wie die bisher genannten, lohnenswerte Lieder erwarten Dich. Alle auf der dezenten, manchmal rainaldtypisch unerwartet üerstürmten, Linie zwischen Komik und melancholischer Resignation.
Kurzum - Ein dolles Album! :)