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Zurück vor den Urknall: Die ganze Geschichte des Universums
 
 

Zurück vor den Urknall: Die ganze Geschichte des Universums [Kindle Edition]

Martin Bojowald
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Der spektakuläre Blick in das Universum vor dem »big bang«!
Bislang blieb der »Urknall« die letzte Grenze, hinter die kein Physiker zurück konnte. Selbst für die Allgemeine Relativitätstheorie gilt dieser Zeitpunkt als »Singularität«, die sich nicht mehr mit ihren Gleichungen berechnen lässt und wo die physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr definiert sind. Hier beginnt für uns das Universum. Doch was war vorher?
Der junge Physiker Martin Bojowald hat in der Fachwelt Aufsehen erregt, weil es ihm mit einer Reihe von Gleichungen gelungen ist, näher als jemals bisher an den Urknall heranzukommen und sogar darüber hinaus. Plötzlich ist sind Einblicke in das möglich geworden, was vor dem Urknall war – mit verblüffenden Erkenntnissen über eine aufregend unbekannte Welt mit negativer Zeit, »umgestülpten Raumverhältnissen« und einem Kosmos, der sich zusammenzieht, um nach dem »Big Bang« zu expandieren. Alte kosmologische Modelle über den Zyklus des Werdens und Vergehens des Weltalls erhalten dadurch eine ganz neue Aktualität. Doch wie war es wirklich? Was war »vor dem Urknall«?
In seinem Buch »Zurück vor den Urknall« erklärt Martin Bojowald anschaulich und ohne jede Formel die physikalischen Hintergründe seiner Theorie. Er nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise durch die heutige Kosmologie, zurück zum Ursprung des Universums – und in die Zeit davor.

Über den Autor

Martin Bojowald, geb. 1973, hat nach dem Studium am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam gearbeitet und ist nun Assistant Professor an der Penn State University in den Vereinigten Staaten. Über seine Forschungen auf dem Gebiet der Schleifen-Quantengravitation und der Kosmologie wurde in der internationalen Fachpresse wie New Scientist, Scientific American, Bild der Wissenschaft oder Nature berichtet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
52 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Astrophysik.

Die Allgemeine Relativitätstheorie beschäftigt sich (grob gesagt) mit der Schwerkraft und den großen Dingen (Sterne, Weltall). Die Quantentheorie befasst sich dagegen mit kleinen Dingen (z. B. Elementarteilchen). Da zum Zeitpunkt des Urknalls das ganze Weltall nur ein Punkt war, bricht dort die Relativitätstheorie zusammen und nimmt an, dass in dieser "Singularität" alles extrem ist (z. B. unendliche Schwerkraft und Temperatur). Man benötigt deshalb eine Kombination aus Quantentheorie und Relativitätstheorie - die Quantengravitation - um Näheres zu erfahren.

Der Autor stellt als mögliche Theorie die Schleifen-Quantengravitation vor, welche eine Anpassung der Relativitätstheorie an die Quantentheorie darstellt. Diese zeigt, dass der Urknall ohne "Singularität" vorstellbar ist und man möglicher Weise einige Informationen vom Vorgängeruniversum bekommen kann. Bei schwarzen Löchern ist es ähnlich: Deren "Singularität" führt nicht in andere Universen und die Zerstörung eines schwarzen Loches bringt Informationen der darin gefangenen Materie zurück.

Leider kann niemand die Gleichungen der Quantengravitation ausrechnen, weil diese zu kompliziert sind. Vermutlich werden neue Satelliten Hinweise geben können, welche Theorie die richtige ist. Die meist favorisierte Stringtheorie lehnt der Autor ab, weil diese zu viele Lösungen produziert.

Weitere Kapitel beschäftigen sich u. a. mit den Themen Zeit, Mathematik, Forschung, Weltformel und Zukunft des Universums. Dabei werden die aktuellen Forschungsergebnisse mit den Gedanken von Philosophen sowie Mythen verglichen. (Bezüglich "Raumschiff Enterprise" weist der Autor nach, dass "Warpantrieb" und "Beamen" nicht möglich sind.)

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Text wird durch fiktive Geschichten und Nietzsche-Zitate aufgelockert und enthält auch einige Abbildungen. Leider ist am Ende immer noch nichts klar; man weiß u. a. nichts Definitives über das Wesen der Zeit. Die Abbildungen sind meist Kunstwerke und es gibt keine Illustration der Schleifen-Quantengravitation. Zur näheren Erläuterung der Schleifen-Quantengravitation wird auf (häufig englischsprachige) Artikel im Internet verwiesen. Ich bin dem Autor dankbar, dass sein Buch im Gegensatz zu den meisten anderen nicht auf der Stringtheorie basiert.

Einen (zumindest für einen Laien wie mich) nicht nur mathematisch sehr anspruchsvollen Vergleich zwischen Stringtheorie und Schleifen-Quantengravitation bietet Penrose: "Road to Reality". Eine kurze und verständliche Einführung in die Schleifen-Quantengravitation bietet der Artikel "Quanten der Raumzeit" von Smolin.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
wunderbare Herleitung bereits gesicherter Theorien (allgem.u.spez.Relativitätsth.)als Einstieg in die Quantengravitation, sachliche Vorstellung der Stringtheorie u.a. sowie das Fehlen von Beobachtungeergebnissen eben dieser, fazinierende Gedankenexperimente und Erwartungen zu Gravitationswellen sowie deren Auswirkungen auf die Raum-Zeit, mit dem langsamen Begreifen der Raum-Zeit,deren Struktur und den Informationsträgern - die die Plasmaphase des Universums passieren können,
scheint ein Blick auf das Davor möglich! Es macht Spaß - läßt sich aber natürlich nicht wie ein Belletristik-Roman lesen.
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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Klier
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist klasse - seinen Mängeln zum Trotz. Es ist mitunter unpräzise, es behandelt nicht alle denkbaren Konnotationen, und der Autor ist kein Tolstoi. Na und? Es ist ja auch keine Belletristik.

Was will man denn von einem populärwissenschaftlichen Buch? Mal im Ernst: die totale Erkenntnis wohl kaum, sonst müsste man ja nicht mühsam Physik studieren, um up to date zu sein, sondern es würde ausreichen, die Wissens-Kolumne der B***-Zeitung zu lesen - oder so ähnlich. Sorry, aber die schnelle Beglückung kann es auch hier nicht geben. Dennoch: solide Infos machen ein eigenes Urteil erst möglich.

Natürlich wird man auch nach dieser Lektüre NICHT wissen, woher wir kommen, und wohin wir gehen - und vor allem, warum. Das wäre aber auch zuviel verlangt. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt das Buch gar nicht.

Es ist aber trotzdem ok, weil es erfrischend und verständlich daherkommt, und weil es interessierten Laien und Physik-Anfängern einen Einblick in die aktuelle Forschung bietet. Womit beschäftigen sich denn die PhysikerInnen 'an der Front'? Wer das wissen will, der ist hier gut bedient.

Es ist wenigen Fachpersonen gelungen, komplexe Inhalte so darzustellen, dass auch Nicht-PhysikerInnen sie verstehen. Oft liegt es natürlich nicht daran, dass sie es nicht könnten, sondern an der fehlenden Zeit (was M. Bojowald in diesem Buch auch erwähnt). Meist wird jede verfügbare Sekunde der Forschung & der Karriere gewidmet.

Und außerdem wollen manche Autoren, meiner Ansicht nach, zu viel erreichen - was dazu beiträgt, dass sie prätentiös und gestelzt daherkommen, so dass der Leser am Schluss wie der Ochs vorm Berg steht, aber natürlich voller Bewunderung für den genialer Verfasser. Manchen mag diese subtile Art der Demütigung gefallen - mir nicht. Das vorliegende Buch ist eher eine Aufforderung zum eigenen Denken, denn vollständiges Vorlesungsskript. Diese 'offene' Machart hat mich persönlich angesprochen.

Bojowald setzt sich also (vernünftigerweise) ein erreichbares Ziel, und erreicht es auch: er will nicht Gott oder Einstein spielen, sondern schlicht und einfach erklären, worin der Ansatz der Quantenschleifen-Gravitation besteht, was man damit bisher erreicht hat, und was man noch erreichen will. Noch dazu die Grenzen der Theorie begreiflich zu machen - ich finde es äußerst fair, dass er sich mit diesem Aspekt immer wieder befasst.

Er beleuchtet insofern auch das "große Ganze", als er konsequent genug ist, um vor den philosophisch-religiösen Aspekten nicht Halt zu machen. Die theoretische Physik bietet heutzutage das philosophische Instrumentarium schlechthin, denn ihre Sprache, die Mathematik, ist nun mal die am höchsten entwickelte formelle Erkenntnissprache unserer Zeit. Umso wichtiger daher die Mitteilbarkeit der neuesten Resultate, zur sinnvollen Unterfütterung gesellschaftlichen Diskurses.

Was nützen die besten Erkenntnisse, wenn sie nur einer Handvoll Menschen bekannt sind?

Wer Richard P. Feynman, Lisa Randall, Brian Greene & Co. gerne liest, wird dieses Buch mögen, wobei es mich (im Kleinen) auch an D. Hofstadter erinnert ("Gödel, Escher, Bach"). Denn der Autor versucht, wie Hofstadter seinerzeit, die Brücke zum Wissen der Vergangenheit zu schlagen, indem er einzelne Abschnitte durch Klassiker-Zitate einleitet. Es ging nämlich auch damals um dieselben Fragen, nur fehlte das Instrumentarium. Das haben wir heute: Mathematik! Der Autor ist wohl auch aufgrund seines Allgemeinwissens in der Lage, die physikalischen Inhalte so darzulegen, dass einerseits auch Nicht-Physiker davon angetan sein werden, andererseits aber die PhysikerInnen zur fachfremden Lektüre angeregt werden.

Mein Fazit: lesen und nachdenken, es lohnt sich.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Im Kern zu knapp; drum herum zu lang - trotzdem gut
Das Buch leidet - wie anscheinend auch das Universum selbst - leider an unnötiger Inflation. Hier allerdings ist das Volumen durch unnötige Abbildungen von Kunstwerken... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von cyrus the virus veröffentlicht
Höchst interessantes Thema, Darstellung teilweise nicht optimal
Die Frage, die Welten trennt: die Gesamtformel, die Universallösung, die "M-Theorie".
Materie existiert. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von avvocato veröffentlicht
Wider der kosmischen Vergeßlichkeit
Wenn ich für einen solch obskuren Begriff " kosmische Vergeßlichkeit " den Nobelpreis erwarte , dann muß ich sagen : inhaltlich habe ich es u.a. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Georg Roos veröffentlicht
Was war vor Zeit und Raum?
Das Buch ist auf hohem Niveau geschrieben, kommt aber zum Glück (beinahe) ohne mathematische Formeln und Gleichungen aus und ist so selbst für interessierte Laien noch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2010 von Dirk Wonhöfer Media-Mania.de
Nur für Fachpublikum
Ich kann mich einer Reihe von Vorrezensenten nur anschließen. Dieses Buch ist für Laien weitgehend unverständlich geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 von Palm
Zurück vor den Urknall
Zurück vor den Urknall: Die ganze Geschichte des Universums
Für einen Laien nur schwer nachzuvollziehen. Man muss schon gute Vorkenntnisse haben.
Veröffentlicht am 30. September 2009 von Arno Vogler
Naja
Hatte mir eindeutig mehr erwartet, vor allem aufgrund des Medienhypes rund um Bojowald. Aber nach Lektüre des Buches würde ich ihm empfehlen lieber weiter Fachartikel zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2009 von Lichtinsdunkel
Hypothese über ein unendliches Universum
Martin Bojowald ergänzt in seinem Buch die Hypothesen anderer Physiker zur Zeit vor dem Urknall, indem er die Quantentheorie konsequent auch auf die Seinsqualitäten Raum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2009 von Winfried Krakau
Ich verstehe einige negative Stimmen nicht
Das Thema Urknall interessiert mich generell. Nachdem ich gerade den Science-Thriller Sekunde Null. Das Urknall-Experiment mit Begeisterung gelesen habe, fand ich auch die... Lesen Sie weiter...
Am 2. Juli 2009 veröffentlicht
Enttäuschend
Leider gelingt es dem Autor nicht, seinen Stoff verständlich zu vermitteln. Es ist eher so, dass hier über die Theorien geschrieben wird, anstatt sie zu erklären. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juni 2009 von Heinrich Dorfmann
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