Die Zumba-Methode ist ein Dance-Workout, also eine Möglichkeit, durch Tanzfitness abzunehmen. Die Methode begeistert mich schlichtweg gerade durch die Präsentation in diesem Buch. Eine spannende Mischung aus lateinamerikanischen Tänzen (zum Beispiel Merengue, Salsa) und vereinfachten Tanzschritten lassen eine explosive Mischung entstehen. Schon vor inzwischen glaube ich drei Jahren habe ich Jamie Kings Tanz-Fitnessbuch besprochen. Dieses Tanz-Fitnessbuch ist für mich noch ein Tick besser. Abnehmen durch Tanzen, ist sowieso eine wunderbare Idee! Dieses Zumba ist für mich begeisternde, Energie spendende, durch und durch spaßige Möglichkeit, sich die Pfunde von den Hüften zu schütteln.
Zum Aufbau und Inhalt des Buchs:
In Teil 1 wird man im ersten Kapitel erst mal kräftig auf das neue Konzept eingepeitscht. Schon das Lesen hat mich hier animiert und motiviert, loszulegen. Kapitel 2 erzählt dann Beto Perez' Geschichte von der Entstehung des Zumba. Im Teil II (also ab Seite 60) kommt Perez dann zur Sache. Was man dort lernt:
1. Zunächst, wie man richtig trainiert (was man anzieht, Tipps zur Trainigsintensität, was man trinkt und was/wie man am besten isst)
2. Dann in Kapitel vier eine Einführung in lateinamerikanische Rhythmen und Klänge (Merengue, Salsa, Cumbia ...)
3. Und ab Kapitel fünf das ZUMBA, das ich
- für tatsächlich aufregend anders halte
- das verschiedene Geschwindigkeiten, Rhythmen und Bewegungen kombiniert
- ein neues Lebensgefühl vermittelt
- gehörig in Schwitzen bringt und das Letzte aus mir herauskitzelt.
Von den vier Grundschritten bis zu vielen verschiedenen Bewegungen, aus denen sich die Choreografien zusammensetzen, ist alles dabei. Schwarzweiß-Bilder geben gute Anleitungen zur Tanzausführung und zu den einzelnen Bewegungen. Anfangs war es für mich ungewöhnlich, Tänze nur über Bilder und geschriebene Anleitungen zu lernen. Vieles, was anfangs im Buch etwas ungewöhnlich aussah, kam aber schon beim zweiten Mal Üben plötzlich von ganz allein und machte mir Lust auf mehr. Die Technik, das heißt die Tanzschritte, sind also nur mäßig kompliziert und gehen schnell in Fleisch, Muskeln und Blut über. Ein Hexenwerk ist Zumba also nicht. Der Trainingsplan ab Kapitel 7 erleichtert das Training zuhause ungemein und fürs Erste werde ich mich an ihm orientieren, um am Ball zu bleiben.
Ich habe bisher 4 Mal und immer abends in bequemer sportlicher Kleidung trainiert, ab und zu mit einer Freundin, weil es zusätzlich motiviert, gemeinsam zu lernen. Zusätzlich zu ein oder zwei nötigen lateinamerikanischen CDs (vielleicht schreibe ich zu einer demnächst eine Besprechung) ist ein großer Spiegel ist für das Training auf jeden Fall hilfreich.
Kapitel 8 und folgende zu den Bodyshaping-Foods war für mich (wie so oft bei diesen Büchern) nicht wichtig, hier greife ich auf einschlägige Fachliteratur und meine eigene Erfahrung zurück. Allerdings wird die Zumba-Diät sicher für einige eine gute Möglichkeit sein, sich auch Ernährungstechnisch mehr um sich selbst zu kümmern. Ausgetüftelte Ernährungspläne, eigestreute sinnige Ernährungstipps und sehr, sehr viele einfache und trotzdem kreative Rezepte helfen dabei.
Das Buch ermöglicht einen sehr guten Einstieg in ZUMBA. Gerade auch Leute, die nicht ins Studio möchten und lieber trauten Heim trainieren (weil sie Geld sparen wollen oder dann trainieren wollen, wann es ihnen passt), bekommen so die Möglichkeit, diese Tanzfitnessbewegung von der Pike auf zu lernen. Wer seine Technik perfektionieren möchte oder einen zusätzlichen Motivationsschub sucht, kann immer noch später einen Kurs beginnen.
Fazit: Meinerseits eine heiße Empfehlung für Frauen und Männer, die Freude am sportlichen Tanzen und am Abnehmen durch intensive, abwechslungsreiche Bewegung haben.