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Zum ewigen Frieden Taschenbuch


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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Reclam jun.
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150015014
  • ISBN-13: 978-3150015018
  • Größe und/oder Gewicht: 9,8 x 1 x 14,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 151.573 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kpoac TOP 1000 REZENSENT am 17. Februar 2009
Format: Taschenbuch
Das Schild eines holländischen Gastwirts, ein Bild eines Friedhofes mit der Textzeile "Zum ewigen Frieden" mag in seiner ganzen Satire den großen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) angeregt haben, eine besondere, auf dieser Welt bisher einmalige Schrift zu verfassen, die just in dem Jahr des 18. Brumaire des Revolutionskalenders erschien. An diesem 18.Brumaire verkündete Napoleon "den Roman der Revolution" für beendet und läutete mit diesem Datum, dem 09.11.1799 ein neues Zeitalter ein. Ist dieser 9.11. heute für Deutschland ein besonderes Datum, welchem Sloterdijk gleich die guten Gründe des Zusammenseins unterstellt, ist das Jahr 1795 auch für Kant neun Jahre vor seinem Lebensende die Geburtsstunde für das Denken "zum ewigen Frieden".

Friede als nur das Ende der Revolution und als bloßen Waffenstillstand abzutun, liegt nicht im Interesse Kants, zumal er ihm das Attribut "ewig" anhängen wird. Kein Friedensschluss mit Vorbehalt, kein Tausch von Staaten, die er als Habe bezeichnet mit einer Gesellschaft von Menschen. Kein Waffenheer, keine Staatsschulden gegenüber anderen Staaten.

Der Friedenszustand unter Menschen ist, wie man meinen kann, durch Verbote zu erreichen. Friede ist kein Naturzustand, er muss gestift werden, wie Kant postulierte. In einer Gesellschaft, die Freiheit aller, eine Abhängigkeit aller zu einer Gesetzgebung und so vollständige Gleichheit verspricht, wird unter der Idee der Republik Recht und Friede gestiftet. Zwischen den Staaten gilt dann das Völkerrecht auf Basis des Föderalismus. Völker als Staaten werden wie einzelne Menschen betrachtet.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernhard Nowak am 14. Februar 2004
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine Zeitung hat anläßlich des 200. Todestages von Immanuel Kant im Februar 2004 völlig zu recht bemerkt: "Was ihn [Kant] heute so attraktiv macht, sind eher die Ideen, die er in der Schrift: "Zum ewigen Frieden" formulierte. Da geht es um die Perspektive eines aufgeklärten Weltbürgertums, dessen moralische Prinzipien in gültiges Recht gekossen werden." Gerade in der Debatte um den Irak-Krieg wurde diese - bis heute - wichtigste Schrift Kants immer wieder zitiert. Robert Kagan hat in seinem Buch: ""Macht und Ohnmacht: Amerika und Europa in der neuen Weltordnung" Europa vorgeworfen, dass die Europäer, die das Völkerrecht als bindend ansehen, sich auf Kants Schrift beriefen, während für die Amerikaner Hobbes bindend sei. Die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine bilanziert: "Alle, die ein universales Rechtssystem anstreben, finden bei Kant ihre Legitimation. Der Kern dessen, was wir heute die europäischen Werte nennen" findet sich in seiner Schrift: "Zum ewigen Frieden." Oliver Eberl hat in seinem - hervorragenden Aufsatz: "Realismus des Rechts: Kants Beitrag zum internationalen Frieden" in den "Blättern für deutsche und internationale Politik" Heft Februar 2004 zu recht darauf verwiesen, dass Kant durch und durch Realist gewesen ist und man daher von einem "Realismus des Rechts" sprechen könne. Dagegen entpuppe sich der Realismus Robert Kagans und anderer zunehmend als ein naiver "Idealismus der Macht". Gerade Kant ist in seiner Schrift über Saint-Pierres idealistischen Friedensentwurf hinweggegangen und hat jenen Entwurf nicht nur kritisch gelesen, sondern verarbeitet und reflektiert. Eberl zeigt am Beispiel des Irak-Krieges die Wichtigkeit und den Realismus von Kants Werk auf.Lesen Sie weiter... ›
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Daniel am 13. November 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich habe mir diese "interpretierte" Ausgabe auch zugelegt. Sicherlich mag es für einige "Benutzer" dieser Ausgabe von Vorteil sein, dass die Autoren einzelne Aspekte von Kants Werk "Zum ewigen Frieden" in diesem Buch "interpretieren" z.B. Höffes Beitrag "Völkerbund oder Weltrepublik?" bzw. das letzte Kapitel (ebf. v. Höffe) "Die UNO im Lichte Kants".
Doch wenn man "tiefer" in Kants Werk einsteigt hat man schon diese "Interpretationen" vor Augen und wird dadurch, meiner Meinung nach, zu sehr in eine Richtung "gelenkt"(s. wiederum Beitrag "Völkerbund oder Weltrepublik?" bzw. "Die UNO im Lichte Kants" (warum soll die UNO in bezug auf Staatlichkeit zwischen Kants "extrem-minimalen" u. "ultra-minimalen Weltstaat" verortet werden? Handelt es bei der UNO nicht vielmehr um einen (Völker-)"Bund", den Kant als sog. "negatives Surrogat" (dt. "negativer Ersatz") für den Weltstaat ansieht?)).
Mein Tipp :
Erst das Original (ohne Kommentare!!!!!) kaufen (s. Reclam-Ausgabe) und versuchen zu lesen (und verstehen) und falls es dann gar nicht geht diese Ausgabe als "Einstieg" in Kant.
Denn meiner Meinung nach versteht man ohne Kants Original gelesen zu haben die Interpretationen überhaupt nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Konstantin Zois am 15. Juni 2005
Format: Broschiert
Diese "kleine" Schrift hat weiterhin eine grosse Bedeutung für die Politische Philosophie (in Theorie und Praxis).
Es ist erstaunlich, wie man in in so wenigen Seiten so viel Grundlegendes über das Staats- und Völkerrecht sagen kann.
Interessant ist auch der genauso lange Anhang, wo Kant sich zum Verhältnis von Recht und Moral äussert.
Das Traktat "Zum ewigen Frieden" hat auch nach über 200 Jahren nichts an Aktualität verloren.
Für "Europapolitiker" wirkt die Passage über den "Foederalismus freier Staaten" inspirierend. Daraus resultierend, könnte "Europa als Politische Union" wieder an Fahrt gewinnen.
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